Vier angehende Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Uri haben einen wichtigen Ausbildungsschritt erreicht. Lukas Häseli, Lukas Regli, Marcelo Sanchez und Thomas van der Leije absolvierten am 21. August erfolgreich die Vorprüfung zum eidgenössischen Fachausweis Polizist an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch (IPH). Damit treten sie nun in das zweite, praxisorientierte Ausbildungsjahr bei der Kantonspolizei Uri ein.
Vom Klassenzimmer in den Polizeialltag
Das erste Ausbildungsjahr an der IPH vermittelte den Aspirantinnen und Aspiranten umfassende theoretische und praktische Grundlagen für den künftigen Polizeiberuf. Ziel des kommenden Jahres ist es, dieses Wissen unter realen Bedingungen anzuwenden und die Handlungskompetenz im Dienst zu entwickeln. Die Kantonspolizei Uri betont, dass die Rückkehr der Absolventen in das Korps die Personalstärke und Einsatzfähigkeit vor Ort stärkt.
Zur Leitung und Begleitung des zweiten Ausbildungsjahres nannte der Kanton mehrere verantwortliche Personen: Gusti Planzer (Kommandant-Stellvertreter und Stabschef), Martin Fussen (Chef Ausbildung) sowie die Sicherheitsdirektorin des Kantons, Regierungsrätin Céline Huber. Sie gratulierte den erfolgreichen Absolventen und unterstrich die Bedeutung gut ausgebildeter Einsatzkräfte für die Sicherheit im Kanton.
«Im zweiten Ausbildungsjahr geht es darum, aus theoretischem Wissen praktische Handlungskompetenz zu entwickeln. Unsere Aspiranten werden dabei viele neue Situationen erleben, Verantwortung übernehmen und von den Erfahrungen ihrer Kolleginnen und Kollegen profitieren können.» — Gusti Planzer, Stabschef und Kommandant‑Stellvertreter
Aufgaben und Struktur des zweiten Ausbildungsjahres
Zum Auftakt des praxisorientierten Jahres stehen laut Kanton verschiedene interne Ausbildungssequenzen auf dem Programm. Die Module kombinieren theoretische Auffrischungen mit praktischen Übungen und bereiten die Aspiranten auf die tägliche Polizeiarbeit vor. Anschliessend sammeln sie erste praktische Erfahrungen bei der Abteilung Bereitschafts- und Verkehrspolizei, begleitet durch erfahrene Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleiter.
Die Praxisphase soll den Übergang in den operativen Dienst fördern: Die Aspiranten übernehmen Verantwortung, lernen den Umgang mit Einsätzen unter Aufsicht und vertiefen Kenntnisse in Bereichen wie Verkehrssteuerung, Einsatzdienst und polizeiliche Kommunikation. Durch die Kombination von IPH-Ausbildung und kantonaler Praxis wird die Ausbildung aufeinander abgestimmt.
- Theoretische Grundlagen: Erlernt im ersten Jahr an der IPH.
- Interne Ausbildungssequenzen: Start des zweiten Jahres mit Modulen in Uri.
- Praktische Einsätze: Erste Stationen bei Bereitschafts- und Verkehrspolizei mit Begleitung.
Bedeutung für den Kanton Uri
Für den Kanton Uri hat die Ausbildung eigener Polizistinnen und Polizisten einen doppelten Wert: Einerseits sichert sie kurzfristig die personellen Kapazitäten der Kantonspolizei, andererseits trägt sie langfristig zur Qualität und Professionalität des Korps bei. Die Sicherheitsdirektorin wies darauf hin, dass gut ausgebildetes Personal die Grundlage für die innere Sicherheit darstellt.
Die Investition in Bildungs- und Ausbildungswege spiegelt sich auch in der Struktur der kantonalen Polizeiarbeit wider. Durch die Einbindung der Aspiranten in den regulären Dienstbetrieb können lokale Einsatzstrukturen gestärkt und die Kontinuität im Dienste verbessert werden. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen spielen dabei eine zentrale Rolle als Mentoren.
| Person | Rolle |
|---|---|
| Lukas Häseli | Aspirant (bestanden Vorprüfung) |
| Lukas Regli | Aspirant (bestanden Vorprüfung) |
| Marcelo Sanchez | Aspirant (bestanden Vorprüfung) |
| Thomas van der Leije | Aspirant (bestanden Vorprüfung) |
| Gusti Planzer | Stabschef / Kommandant‑Stellvertreter |
| Martin Fussen | Chef Ausbildung |
| Céline Huber | Sicherheitsdirektorin (Regierungsrätin) |
Für die Bevölkerung bedeutet dies vor allem: besser geschulte Einsatzkräfte vor Ort und eine Kontinuität in der Polizeipräsenz. Die Kantonspolizei setzt auf eine praxisnahe Ausbildung, um die Aspirantinnen und Aspiranten gezielt auf die Herausforderungen des Berufsalltags vorzubereiten.
Die vier Absolventen haben mit der bestandenen Vorprüfung einen Meilenstein erreicht. Im Verlauf des zweiten Jahres werden ihre Erfahrungen und ihre Entwicklung innerhalb des Korps zeigen, in welchem Umfang sie die operative Einsatzfähigkeit langfristig ergänzen können. Die Kantonspolizei Uri begleitet diesen Prozess mit interner Ausbildung und mentorischer Unterstützung.