Die Pfarreien von Altdorf und Schächental haben Mitte August ein neues, ausserschulisches Religionsangebot für Jugendliche der Oberstufe offiziell lanciert. Die Auftaktveranstaltungen fanden am 17. August im Schächental und am 21. August in Altdorf statt. Mit den Gottesdiensten wollen die Seelsorgenden eine niedrigschwellige Ergänzung zur schulischen Religionsbildung bieten.
Gottesdienste als Anfang
Die Feier in Altdorf stand unter dem Leitwort
«Gott sieht dein Herz»
Dieses Motto bildete den roten Faden der Liturgie, die von den Religionslehrpersonen Erika Arnold, Matthias Horat und Michael Kiffe gestaltet wurde. Als biblische Grundlage diente eine Stelle aus dem Buch Samuel, in der David trotz Jugend und einfacher Herkunft zum künftigen König berufen wird. Die Erzählung wurde in den Gottesdienst übertragen, um zu betonen, dass nicht äussere Merkmale, sondern die innere Haltung eines Menschen entscheidend sind.
Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen
In der Ansprache suchten die Verantwortlichen bewusst den Praxisbezug: Angesichts von Leistungsdruck und hohen Erwartungen erhielten die Jugendlichen Ermutigung, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Musikalisch begleitete Fredi Bossart die Feier mit Gitarre und Gesang. Nach dem Gottesdienst bot ein Umtrunk Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche zwischen Jugendlichen, Lehrpersonen und Seelsorgenden.
Was das Angebot umfasst
Die Auftaktgottesdienste markieren den Start für ein ganzes Schuljahr mit verschiedenen Angeboten. Laut Mitteilung stehen neben religiösen Inhalten vor allem Gemeinschaftserfahrungen, persönliche Auseinandersetzung mit Sinn- und Wertfragen sowie praktische Einsätze im Zentrum. Konkrete Elemente, die im Verlauf des Jahres geplant sind, wurden als Projekt-, Ausflugs- und Einsatzaktivitäten angekündigt.
- Zielgruppe: Jugendliche der Oberstufe
- Startdaten: 17. August (Schächental), 21. August (Altdorf)
- Trägerschaft: Pfarreien Altdorf und Schächental
- Schwerpunkte: Gemeinschaft, Glaubens-, Sinn- und Wertfragen, Projekte und Einsätze
Rolle der ausserschulischen Religionsarbeit
Das neue Angebot ergänzt den schulischen Religionsunterricht, indem es Raum für vertiefte Gespräche und praxisnahe Erfahrungen ausserhalb des Klassenraums schafft. Solche Formate ermöglichen es Jugendlichen, Glaubensfragen in einem anderen Rahmen zu diskutieren, Gemeinschaft zu erleben und sich persönlich zu orientieren. Die Pfarreien betonen damit ihren Beitrag zur Bildungslandschaft und zur religiösen Begleitung junger Menschen im Kanton Uri.
Lokaler Kontext und Erwartungen
Für Pfarreien in kleineren Gemeinden ist ausserschulische Jugendarbeit ein Mittel, um den Kontakt zu Jugendlichen zu halten und Brücken zwischen Schule, Familie und Gemeinde zu bauen. Die angekündigten Projekte und Einsätze deuten darauf hin, dass neben theologischen Themen auch praktische Erfahrungen und soziales Engagement eine Rolle spielen sollen. Wie intensiv und regelmässig das Angebot genutzt wird, wird sich im Verlauf des Schuljahres zeigen.
Organisation und Mitwirkung
Die Liturgie und die ersten Veranstaltungen wurden von bestehendem Personal getragen – offenbar ohne äusserst aufwendige Infrastruktur. Damit ist das Angebot organisatorisch anschlussfähig an die vorhandenen Strukturen der Pfarreien. Die Mitwirkung von Religionslehrpersonen unterstreicht den Schnittstellencharakter zwischen schulischer und kirchlicher Arbeit.
Ausblick
Die Pfarreien kündigen ein ganzes Jahr an Aktivitäten an. Beobachter und Beteiligte werden darauf achten, ob das neue Angebot eine stabile Teilnehmendenzahl erreicht und wie die Inhalte von den Jugendlichen aufgenommen werden. Für Eltern, Lehrpersonen und Interessierte bieten die Pfarreien vermutlich Informationsmöglichkeiten an, um über Termine und konkrete Aktionen informiert zu bleiben.
| Datum | Ort | Ereignis |
|---|---|---|
| 17. August | Schächental | Eröffnungsgottesdienst |
| 21. August | Altdorf (Kirche Bruder Klaus) | Eröffnungsgottesdienst unter dem Leitwort «Gott sieht dein Herz» |
Die Initiative zeigt, wie lokale kirchliche Angebote auf die Lebensrealität Jugendlicher reagieren und gleichzeitig traditionelle Formen religiöser Bildung mit Gemeinschaftserlebnissen verbinden. In den kommenden Monaten wird sich weisen, welche Projekte konkret umgesetzt werden und wie gross die Resonanz bei den Oberstufenschülerinnen und -schülern ist.