Am Dienstag, 11. August 2026, meldete die Kantonspolizei Uri in der Region Göschenen zwei vermisste Berggänger. Bei einem Suchflug sichteten Einsatzkräfte beide Personen am Ostgrat des Sustenhorns, leblos. Die Bergung konnte wegen schlechter Sichtverhältnisse und einsetzender Dunkelheit erst am Mittwochmorgen, 12. August 2026, vorgenommen werden.
Die Meldung über die vermissten Berggänger ging laut Polizeibericht um etwa 19:00 Uhr bei der Kantonspolizei Uri ein. Sofort wurden umfangreiche Such- und Rettungsmassnahmen ausgelöst, an denen zivile und kantonale Stellen beteiligt waren.
Einsatzverlauf und beteiligte Organisationen
Die Suche erfolgte unter anderem mittels Flugrecherche. Bei einem Suchflug konnten die beiden Personen am Ostgrat ausgemacht werden. Aufgrund nebliger Witterung und Dunkelheit war eine Bergung vor Ort nicht möglich. Am folgenden Morgen setzten Rettungskräfte die Bergung umgehend um.
- Datum der Vermisstenmeldung: 11. August 2026, ca. 19:00 Uhr
- Sichtung: Suchflug am Abend desselben Tages
- Bergung: 12. August 2026, in den Morgenstunden
Im Einsatz standen nach Angaben der Kantonspolizei Uri:
| Organisation | Rolle |
|---|---|
| Rega | Suchflug und Sichtung |
| Care Team Uri | Unterstützung vor Ort |
| Alpine Rettung Schweiz | Bergungsunterstützung |
| Staatsanwaltschaft Uri | Leitung der Ermittlungen |
| Kantonspolizei Uri | Koordination und Ermittlungen |
| Privates Bestattungsunternehmen | Übernahme der Verstorbenen |
Ermittlungen laufen
Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand laufender Abklärungen. Die Kantonspolizei Uri führt die Ermittlungen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri. Zurzeit werden die Umstände, die zum Tod der beiden Berggänger führten, geprüft. Weitere Details zur Identität der Verstorbenen, zu ihrer Route oder zu möglichen Ursachen machte die Polizei bislang nicht publik.
Die Behörden betonen in ihrem Communiqué, dass die Sichtverhältnisse und das einsetzende Dunkel den Rettungseinsatz erschwerten und eine sofortige Bergung am Abend verhinderten. Solche Faktoren spielen in alpinen Einsätzen oft eine entscheidende Rolle für den Verlauf und die Möglichkeiten der Rettungskräfte.
Vorsicht in den Bergen
Der Vorfall erinnert an die Gefahren, die im alpinen Gelände auch für erfahrene Berggänger bestehen. Nebel, sich rasch ändernde Verhältnisse und frühe Dunkelheit erhöhen das Risiko und erschweren Suchaktionen. Die Kantonspolizei und die beteiligten Rettungsorganisationen rufen dazu auf, Routenplanung, Wetterberichte und persönliche Ausrüstung sorgfältig zu prüfen, bevor man ins Hochgebirge aufbricht.
Zu konkreten Präventionsmassnahmen oder zu möglichen Aufrufen an die Bevölkerung äusserte sich die Polizei in der Mitteilung nicht. Die Kantonspolizei Uri bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zum Ablauf oder zur Anwesenheit der Verunfallten im Gebiet gemacht haben, sich zu melden.
Über die Identität der Verstorbenen, deren Alter oder Herkunft sowie über den genauen Unfallhergang liegen derzeit noch keine weiteren Informationen vor. Sobald die Staatsanwaltschaft oder die Polizei weitere Angaben freigeben, werden diese kommuniziert.
Der Unfall ereignet sich in einer Zeit, in der vielerorts noch Bergsaison herrscht. Die Behörden erinnern an die begrenzten Rettungskapazitäten und die schwierigen Bedingungen bei Einsätzen im Hochgebirge.