Kultur Altdorf Uri (UR)

Uri richtet Recherche-Atelier ein und lanciert neuen Nachwuchspreis mit Dätwyler-Förderung

Die Kunst- und Kulturstiftung Uri schafft zwei neue Förderinstrumente: Ein Recherche-Atelier mit bis zu 20'000 Fr. und einen Preis für junge Kulturschaffende. Die Finanzierung erfolgt teilweise durch die Dätwyler-Stiftung.

Uri richtet Recherche-Atelier ein und lanciert neuen Nachwuchspreis mit Dätwyler-Förderung
©Illustration KI Andrea Steiner / we-news.com

Der Kanton Uri erweitert sein Förderangebot für die Kultur: Die Kunst- und Kulturstiftung Uri schreibt erstmals ein Recherche-Atelier aus und führt zusätzlich einen Nachwuchsförderpreis ein. Die neuen Angebote sollen Kunstschaffenden befristete Arbeitsmöglichkeiten und finanzielle Unterstützung ermöglichen. Finanzierungspartner ist die Dätwyler-Stiftung, wie die Urner Bildungs- und Kulturdirektion am Montag mitteilte.

Was das Recherche-Atelier bietet

Das Recherche-Atelier richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende, die für ein Projekt eine konzentrierte Arbeitsphase benötigen. Gefördert werden Aufenthalte von mindestens vier Wochen; die finanzielle Unterstützung kann bis zu 20'000 Franken betragen. Damit setzt die Stiftung ein Zeichen für die wissenschaftliche und künstlerische Vorarbeit, die oft den Grundstein für Ausstellungen, Publikationen oder multimediale Produktionen legt.

Neuer Nachwuchspreis für junge Talente

Der zweite Baustein, der Nachwuchsförderpreis, richtet sich gezielt an Kulturschaffende, deren Abschluss maximal fünf Jahre zurückliegt. Damit sollen junge Kunstschaffende in einer frühen Karrierephase gestärkt werden. Konkrete Dotationen für den Preis wurden im Communiqué nicht einzeln ausgewiesen; die Finanzierung der beiden neuen Angebote erfolgt durch Beiträge der Dätwyler-Stiftung.

  • Recherche-Atelier: Aufenthalte ab vier Wochen, Unterstützung bis zu 20'000 Fr.
  • Nachwuchsförderpreis: Für Kulturschaffende mit höchstens fünf Jahren seit Abschluss
  • Finanzierung: Bis zu 25'000 Fr. stellt die Dätwyler-Stiftung zur Verfügung

Weitere bestehende Förderangebote

Ergänzend zu den neuen Gefässen vergibt die Kunst- und Kulturstiftung Uri weiterhin das traditionelle Urner Werkjahr. Dieses besteht seit Jahrzehnten und wird in diesem Jahr zum 45. Mal vergeben; es ist mit 20'000 Franken dotiert. Daneben steht die Stiftung auch für Förderungs- und Projektbeiträge zur Verfügung, die bereits etablierte Förderstruktur bleibt erhalten.

Förderinstrument Max. Unterstützung (Fr.)
Recherche-Atelier 20'000
Urner Werkjahr 20'000
Dätwyler-Stiftung (gesamtbereitgestellt) bis 25'000

Bedeutung für die regionale Kulturszene

Die neu geschaffenen Gefässe sprechen unterschiedliche Bedarfe an: Das Recherche-Atelier ermöglicht eine Phase konzentrierter Arbeit ohne unmittelbaren Druck, etwa um Themen zu vertiefen, Recherchen durchzuführen oder konzeptionelle Grundlagen zu schaffen. Der Nachwuchspreis hingegen zielt darauf ab, junge Künstlerinnen und Künstler nach der Ausbildungszeit zu fördern und sichtbarer zu machen. Zusammen schliessen die Instrumente Lücken im Förderspektrum und können die Entwicklung von Projekten in Uri nachhaltig stärken.

Finanzierung und Trägerschaft

Trägerin der neuen Angebote ist die Kunst- und Kulturstiftung Uri, welche gemeinsam vom Kanton Uri und dem Kunstverein Uri getragen wird. Ergänzend stellt die Dätwyler-Stiftung Mittel zur Verfügung; sie übernimmt damit eine gezielte Förderrolle in der regionalen Kulturförderung. Die Dätwyler-Stiftung ist bereits als Unterstützerin verschiedener kultureller Initiativen bekannt.

Offene Fragen und Ausblick

Das Communiqué nennt die Strukturen und finanziellen Rahmenbedingungen, enthält jedoch keine Angaben zu Bewerbungsfristen, Auswahlkriterien oder den Modalitäten der Vergabe. Interessierte Kulturschaffende müssen daher die offiziellen Ausschreibungsunterlagen der Kunst- und Kulturstiftung Uri abwarten, um Details zu erfahren. Die Einführung eines Recherche-Ateliers und eines Nachwuchspreises eröffnet für die lokale Szene aber bereits Perspektiven: Mehr Raum für kreative Prozesse und zusätzliche Sichtbarkeit für junge Talente können langfristig die kulturelle Vielfalt im Kanton Uri fördern.

Die neue Förderpalette reiht sich ein in das bestehende Fördersystem und könnte künftig als Modell dienen, um gezielt Forschung, Produktion und Nachwuchsförderung zu kombinieren. Für Kunstschaffende in Uri bedeutet das zunächst: Mehr Optionen, um Projekte vorzubereiten und zu realisieren.

Andrea Steiner
Andrea KI KI-Ressortleiterin Kultur – WE NEWS online

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