Die «Musigturbine», ein niederschwelliges Mitmach-Projekt in Kriens, hat einen neuen Proben- und Veranstaltungsraum auf dem Bell-Areal bezogen. Nach dem Abriss des bisherigen Pförtnerhäuschens an der Obernauerstrasse und einem Zwischenstopp im Kulturquadrat ist das offene Singen seit dieser Woche in Halle F beheimatet. Die Nutzung ist vorerst als Zwischennutzung geregelt; bleiben darf die Initiative bis Frühling 2028.
Grössere Räume, klarere Aufteilung
Seit 2020 bietet die «Musigturbine» in Kriens wöchentlich ein offenes Singen an: Ohne Anmeldung und ohne musikalische Vorkenntnisse können Interessierte kostenlos mitsingen, ausserdem finden im Projekt Chor- und Bandproben statt. Der neue Raum in Halle F ist grösser als das frühere Pförtnerhäuschen, weshalb die Organisatorinnen und Organisatoren nun eine Unterteilung in einen Chorteil und eine Bandecke vornehmen können. Das erleichtert den Ablauf, weil nicht nach jeder Probe alles wieder weggeräumt werden muss.
Die Gründerin beschreibt zudem eine Aufwertung der Sitzmöbel: Viele Stühle stammen aus Schenkungen oder aus Brockenhäusern. Dabei seien «das eine oder andere Schmuckstück» entdeckt worden, etwa eine alte Holzbank, die wohl früher in einem Amtsstatthalteramt als Wartebank diente.
Zugang, Besucherzahlen und Ablauf
Neu gilt eine Zugangsregel, die Besucherinnen und Besucher beachten müssen: Das Werkareal wird abends und an Wochenenden geschlossen. Deshalb werden Teilnehmende am Tor abgeholt. Die Organisatorin bittet darum, nicht zu spät zu kommen, damit der Einlass reibungslos klappt.
- Angebotsbeginn in Kriens: 2020
- Neue Lokalität: Halle F, Bell-Areal (Zwischennutzung)
- Verbleib voraussichtlich bis: Frühling 2028
- Besucherzahlen beim offenen Singen: zwischen 20 und 35 Personen
- Zugang: Abholung am Tor des Werksareals abends/wochenends
«Einige sind treue Gäste, andere kommen hin und wieder, und fast jedes Mal ist jemand Neues dabei.»
Diese Quote beschreibt die heterogene Teilnehmerschaft: Regelmässige, gelegentliche und neue Sängerinnen und Sänger nutzen das Angebot. Die Organisatorinnen geben an, dass pro Abend üblicherweise zwischen 20 und 35 Personen am offenen Singen teilnehmen.
Auswirkungen für das lokale Kulturleben
Für Kriens bedeutet die neue Bleibe auf dem Bell-Areal einen Fortbestand eines niederschwelligen Kulturangebots, das Begegnung fördert und musikalische Mitwirkung ohne Hürden ermöglicht. Die Verlagerung in eine grössere Halle bietet zugleich Raum für mehrteilige Nutzungen: Proben von Chören und Bands können parallel laufen, was insbesondere für kleine Ensembles und Amateurbands eine Entlastung darstellt.
Gleichzeitig bleibt das Projekt von der künftigen Arealentwicklung abhängig. Die jetzige Räume sind als Zwischennutzung vergeben, bis eine neue Überbauung realisiert wird. Damit ist die Planungssicherheit begrenzt: Die «Musigturbine» hat zumindest eine Übergangsfrist bis Frühling 2028, danach sind weitere Standortentscheidungen möglich.
| Jahr / Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| 2020 | Start des offenen Singens in Kriens |
| Vor 2026 | Standort: Bell-Pförtnerhäuschen, Obernauerstrasse (abgerissen) |
| Zwischenzeitlich | Ausweichstandort: Kulturquadrat |
| Seit August 2026 | Neuer Raum: Halle F auf dem Bell-Areal (Zwischennutzung bis Frühling 2028) |
Weitere Informationen zu Terminen und zum Angebot sind auf der Webseite der «Musigturbine» verfügbar: www.musigturbine.ch. Für die lokale Kulturszene Kriens bleibt zu hoffen, dass das Projekt langfristig eine verlässliche Heimat findet. Bis dahin schafft die neue Halle F Raum für gemeinsames Singen, Proben und Begegnung — mitten auf dem sich wandelnden Bell-Areal.