Die Stadt Luzern setzt bei ihrer neuen Klimakampagne auf Humor und Satire: In Zusammenarbeit mit dem Luzerner Komiker Dominic Deville entstehen vier kurze Videos, die zwischen Sommer 2026 und Frühling 2027 gestaffelt publiziert werden. Unter dem Titel «Dumme Idee? Mach’s besser!» nimmt Deville bekannte Luzerner Wahrzeichen näher unter die Lupe und schlägt absurde Ideen zur «Optimierung» vor – als ironischer Denkanstoss für klimafreundlicheres Verhalten.
Zielgruppe: jene, die bisher nicht zuhören
Laut Mitteilung der Stadt ist das erklärte Ziel der Aktion, Menschen zu erreichen, die von bisherigen Klimabotschaften kaum angesprochen wurden. Die Videos arbeiten mit Selbstironie: Deville präsentiert zunächst eine überzeichnete, «dumme» Idee und regt anschliessend dazu an, selbst bessere, realistische Lösungen zu überlegen. Die Stadt setzt damit bewusst auf einen anderen Tonfall als klassische Informationskampagnen.
Die Kurzvideos sollen zeitlich gestaffelt erscheinen. Die Stadt nennt den Zeitraum von Sommer 2026 bis Frühling 2027. Dadurch wird die Kampagne über mehrere Monate präsent bleiben und verschiedene Ereignisse im Jahresverlauf mitberücksichtigen.
- Projektname: Bock auf Null
- Artist: Dominic Deville (Komiker, Satiriker)
- Form: Vier kurze Videos
- Zeitraum: Sommer 2026 bis Frühling 2027 (gestaffelte Veröffentlichung)
Konzept und Wirkung
Die Kampagne setzt auf Humor als Vermittlungsinstrument: Satirische Übertreibung kann bestehende Haltungen spiegeln und so Gesprächsanlässe schaffen. Indem bekannte Wahrzeichen der Stadt in die Videos eingebunden werden, will die Aktion lokale Identität nutzen und die Botschaften emotional verankern. Die Stadt erhofft sich dadurch, eine Zielgruppe zu erreichen, die auf nüchterne Fakten oder Mahnungen weniger reagiert.
Solche Formate haben in der Kommunikationsarbeit den Vorteil, dass sie sich leichter in sozialen Medien verbreiten lassen und Diskussionen auslösen können. Gleichzeitig bergen sie Risiken: Wenn Ironie nicht eindeutig als solche erkennbar ist, besteht die Möglichkeit von Missverständnissen oder Ablehnung. Die Stadt Luzern begründet ihre Wahl mit dem Wunsch, neue Zugänge zu schaffen und gerade diejenigen Menschen zu erreichen, die bisher nicht angesprochen wurden.
Publikationsplan
Die Stadt hat einen gestaffelten Veröffentlichungsplan angekündigt, ohne genaue Termine zu nennen. Die vier Videos werden im Verlauf von Herbst und Winter bis ins Frühjahr 2027 publiziert, damit die Kampagne über einen längeren Zeitraum sichtbar bleibt und verschiedene Zielgruppen erreicht.
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| Kampagnenname | «Bock auf Null» |
| Protagonist | Dominic Deville (Komiker, Satiriker) |
| Format | Vier kurze Videos |
| Zeitraum | Sommer 2026 – Frühling 2027 (gestaffelt) |
| Ziel | Personengruppen ansprechen, die bisher wenig auf Klimabotschaften reagieren |
Lokaler Bezug und mögliche Folgen
Die konkrete Einbindung von Luzerner Wahrzeichen soll die Botschaft lokal verankern. Solche Projekte können das Bewusstsein in der Stadtgemeinschaft schärfen und Gespräche über konkrete Massnahmen anstossen – etwa zu Mobilität, Energie oder Konsumverhalten. Ob und wie die Kampagne Verhaltensänderungen bewirkt, wird sich erst zeigen; städtische Kommunikationsmassnahmen werden jedoch häufig als ein Baustein innerhalb breiterer Umweltstrategien eingesetzt.
Für Besucherinnen und Besucher der Stadt kann die Kampagne zusätzlich zur touristischen Wahrnehmung beitragen: Wenn bekannte Orte humorvoll dargestellt werden, entsteht Aufmerksamkeit, die über die örtlichen Grenzen hinaus Wirkung zeigen kann. Die Stadt Luzern setzt damit auf eine Kombination aus Heimatbezug und zeitgemässer Kommunikationsform.
Weitere Informationen
Die Stadt hat angekündigt, die Videos sukzessive zu veröffentlichen. Konkrete Termine und Kanäle nannte die Mitteilung bislang nicht. Die Kampagne knüpft an die städtischen Bemühungen an, Klimaschutzthemen sichtbar zu machen und verschiedene Bevölkerungsgruppen zu erreichen.
Wie erfolgreich die Mischung aus Satire und Klimabotschaft sein wird, bleibt abzuwarten. Klar ist: Luzern probiert einen anderen Ton – mit einem bekannten Lokalgesicht, das mit Selbstironie die Diskussion anregen soll.