Die Stadt Luzern hat eine neue Ausschreibung für das Tschuopis-Areal im Westen von Littau lanciert. Auf dem rund 10'000 Quadratmeter grossen Grundstück soll eine Überbauung mit etwa 100 gemeinnützigen, bezahlbaren Wohnungen entstehen. Die erneute Ausschreibung folgt auf ein zuvor gescheitertes Baurechtsverfahren.
Neuer Anlauf nach gescheitertem Vergabeverfahren
Letztes Jahr war die Baurechtsvergabe für das Tschuopis-Areal nicht zustande gekommen. Die Stadt reagierte, «ging über die Bücher» und hat nun die Bedingungen überarbeitet. Ziel ist es, die weitgehenden städtebaulichen und sozialpolitischen Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig ein langfristig solides Bewirtschaftungsmodell für günstigen Wohnraum sicherzustellen.
Die Lage des Areals am westlichen Siedlungsrand von Littau macht es aus Sicht der Stadt attraktiv für eine eher dichte, aber ortsverträgliche Wohnnutzung. Die neue Auslobung richtet sich explizit an gemeinnützige Wohnbauträger, die Erfahrung in der Erstellung und Bewirtschaftung von preisgünstigen Wohnungen haben.
Was die Stadt erwartet
Die Stadtverwaltung betont, dass es beim neuen Verfahren nicht nur um die Anzahl Wohneinheiten geht, sondern um die Qualität der Lösungen: langfristige Leistbarkeit, Mietrechtsmodelle, Integration in die Umgebung sowie ökologische und verkehrliche Aspekte. Konkret nennt die Stadt die Abgabe des Areals im Baurecht an einen gemeinnützigen Bauträger als bevorzugte Vergabeform.
- Standort: Tschuopis-Areal, westlicher Siedlungsrand von Littau
- Grösse: rund 10'000 m2
- Geplante Wohnungen: ca. 100 bezahlbare Wohneinheiten
- Trägerschaft: gemeinnütziger Wohnbauträger (Ziel)
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Arealgrösse | circa 10'000 m2 |
| Wohnungen | rund 100 |
| Standort | Westlicher Siedlungsrand, Littau |
| Vergabeform | Baurecht an gemeinnützigen Träger |
Bedeutung für Littau und Luzern
Die Initiative reiht sich in die Bemühungen der Stadt Luzern ein, mehr gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen. In einem Umfeld, in dem bezahlbarer Wohnraum knapp ist, sollen solche Projekte insbesondere Haushalten mit mittleren und tiefen Einkommen perspektivisch Erleichterung bringen. Für Littau bedeutet das Projekt zudem eine klare städtebauliche Entwicklung am westlichen Siedlungsrand: Verdichtung in einem begrenzten Raum, verbunden mit der Frage nach Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Freiraumgestaltung.
Welche konkreten Auswirkungen das Vorhaben auf die lokale Infrastruktur haben wird, hängt von den geplanten Nutzungen, der Dichte und den begleitenden Massnahmen ab, die in den weiteren Verfahrensschritten definiert werden.
Wie geht es weiter?
Die Stadt hat die Ausschreibung gestartet und erwartet Angebote von gemeinnützigen Wohnbauträgern. Im weiteren Verfahren werden die Konzepte geprüft, und die Stadt vergibt das Baurecht an den geeigneten Träger. Konkrete Zeitangaben für Submission, Auswahlverfahren und Baubeginn machte die Stadt in der Mitteilung nicht.
Für Anwohnende und Interessierte bleiben folgende Punkte wichtig:
- Die Auswahl eines gemeinnützigen Bauträgers soll langfristige Leistbarkeit sichern.
- Die städtebauliche Integration und Umgestaltung des Perimeters wird Gegenstand des weiteren Verfahrens sein.
- Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur werden in der Planung berücksichtigt.
Die erneute Ausschreibung zeigt, dass die Stadt Luzern nach Lösungen für dringend benötigten, preisgünstigen Wohnraum strebt. Ob das Tschuopis-Areal wie geplant zu einem Vorzeigeprojekt im gemeinnützigen Wohnungsbau wird, hängt nun von den eingereichten Konzepten und der Umsetzung durch den künftigen Baurechtsnehmer ab.
Weitere Informationen zur Ausschreibung und zu Beteiligungsmöglichkeiten werden voraussichtlich über die Kanäle der Stadt Luzern kommuniziert.