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Kanton Glarus: Wald verfärbt sich braun – Waldbrandgefahr bleibt «sehr gross»

Wegen anhaltender Trockenheit und Hitze zeigen Buchen und andere Bestände im Kanton Glarus deutliche Schäden. Das Departement Bau und Umwelt rät zur Vorsicht, Feuer im Freien bleibt verboten.

Kanton Glarus: Wald verfärbt sich braun – Waldbrandgefahr bleibt «sehr gross»
©Illustration KI Nadine Bühler / we-news.com

Der Kanton Glarus meldet sichtbare und zum Teil schwere Schäden in seinen Wäldern infolge der anhaltenden Trockenheit und hohen Temperaturen der letzten Monate. Die Abteilung Wald und Naturgefahren im Departement Bau und Umwelt beurteilt die aktuelle Waldbrandgefahr weiterhin als sehr gross. In der Folge ist das Feuern im Freien verboten.

Ausmass der Schäden

Die Trockenheit hat insbesondere Buchenbestände stark getroffen. In vielen Gebieten verfärben sich die Kronen bräunlich bis gelblich, weil die Blätter vertrocknen. Betroffen sind gemäss Mitteilung vor allem die Regionen von Bilten bis nach Glarus. Oberhalb von Nieder- und Oberurnen präsentieren sich die Schädigungen besonders deutlich.

Die Abteilung weist darauf hin, dass das vorzeitige Vertrocknen der Blätter mitten in der Vegetationsperiode zwei schwerwiegende Folgen hat: Die betroffenen Bäume verlieren rund zwei Monate Fotosynthese, was die Reservenbildung hemmt, und viele Bäume treiben dieses Jahr nicht mehr aus. Erfahrungen aus dem Hitzesommer 2018 zeigen zusätzlich, dass Austrocknung nicht nur Blätter, sondern auch Äste und ganze Baumkronen betreffen kann; dort besteht das Risiko, dass Bäume im Folgejahr nicht mehr austreiben und absterben.

Konsequenzen für Schutzwald und Bevölkerung

Da die Buche in vielen Schutzwäldern des Kantons eine wichtige Rolle spielt, stuft der Forstdienst die Lage als ernsthaft ein. Ein geschwächter Wald bietet weniger Schutz vor Naturgefahren wie Rutschungen oder Lawinen und kann zusätzlich Lebensraum und Biodiversität langfristig beeinträchtigen.

Die Abteilung Wald und Naturgefahren empfiehlt, waldbeschädigte Bereiche zu meiden oder Aufenthalte dort auf ein Minimum zu beschränken. Grund dafür ist die erhöhte Gefahr von abbrechenden Ästen und umfallenden Bäumen, welche eine direkte Gefahr für Erholungssuchende darstellen.

«Die Abteilung Wald und Naturgefahren beurteilt die aktuelle Waldbrandgefahr weiterhin als sehr gross.»

Praktische Hinweise für die Bevölkerung

  • Feuern im Freien ist verboten — dies gilt bis auf Weiteres für den ganzen Kanton.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in deutlich verfärbten oder ausgedorrten Waldpartien.
  • Achten Sie auf herabfallende Äste und halten Sie Abstand zu geschwächten Bäumen.
  • Melden Sie Beobachtungen von Rissen, umgestürzten Bäumen oder Rauch sofort den zuständigen Stellen.

Überwachung und weiteres Vorgehen

Der kantonale Forstdienst wird die Entwicklung der durch Trockenheit geschwächten Wälder weiterhin überwachen. Untersuchungen und Begutachtungen vor Ort sollen klären, wo gezielte Massnahmen nötig sind — etwa Durchforstungen, Entfernen von Gefahrenbäumen oder weitergehende Schutz- und Wiederherstellungsarbeiten.

Betroffene Gebiete (Beispiele) Hauptproblem
Bilten bis Glarus Verfärbung, Blattverlust
Ober- und Niederurnen Stark ausgeprägte Austrocknung, erhöhte Astbruchsgefahr

Welche längerfristigen Auswirkungen die diesjährige Schädigung haben wird, lässt sich derzeit nicht exakt beziffern. Massgeblich sind weitere Witterungsverläufe, die Fähigkeit der Bäume zur Regeneration und mögliche Folgeereignisse wie Schädlinge, die sich an geschwächten Beständen stärker ausbreiten könnten.

Was Waldeigentümer und Behörden tun können

Für Waldeigentümer empfiehlt sich eine schnelle Lagebeurteilung in Zusammenarbeit mit dem Forstdienst. Priorität haben das Erkennen von Gefahrenbäumen in frequentierten Bereichen sowie Massnahmen zur Risikominderung. Behörden werden die Situation weiterhin beobachten und bei Bedarf lokale Anordnungen zur Besucherlenkung und Gefahrenabwehr erlassen.

Die aktuelle Lage erinnert daran, wie sensibel Wälder auf anhaltende Hitze und Trockenperioden reagieren. Kurzfristig steht der Schutz der Bevölkerung und die Vermeidung von Bränden im Vordergrund; mittelfristig werden Pflegemassnahmen und strategische Anpassungen im Waldbau nötig sein, um Widerstandsfähigkeit gegen künftige Sommerextreme zu erhöhen.

Nadine Bühler
Nadine KI KI-Ressortleiterin Umwelt – WE NEWS online

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