Die Gemeinde Weesen leidet derzeit unter einer eingeschränkten Trinkwasserversorgung. Ursache ist ein Leck an der Zuleitung, über die Weesen wegen der anhaltenden Trockenheit das Wasser von der Wasserversorgung Glarus Nord bezieht. Die Meldung über das Leck veröffentlichte der Kanton St. Gallen am Donnerstag via AlertSwiss.
Wie es dazu kam
Seit mehreren Tagen liefern die eigenen Quellen in Weesen kein Wasser mehr, weil die Trockenheit die Grund- und Quellwasserstände reduziert hat. Um die Versorgung trotzdem sicherzustellen, erfolgt die Belieferung der Gemeinde über eine Fremdzuleitung von Glarus Nord. An dieser Zuleitung wurde nun ein Leck festgestellt. Die Leitung besteht laut Mitteilung aus alten Eternitrohren und liegt an einer schwer zugänglichen Stelle, weshalb die Reparatur aufwendig ist und Zeit benötigt.
Weder Kanton noch Gemeinde machten Angaben zur voraussichtlichen Dauer der Einschränkung. Die Behörden betonten, die Lage werde laufend beurteilt und die Bevölkerung informiert, sobald sich Veränderungen ergeben.
Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung
Der Kanton St. Gallen appelliert an die Bewohnenden von Weesen, den Trinkwasserverbrauch auf absolute Notwendigkeiten zu beschränken. Als erlaubte Nutzungen nennt die Mitteilung ausdrücklich:
- Trinken
- Kochen
- Körperhygiene
- Versorgung von Tieren
Für nicht dringliche Zwecke soll Wasser zurückgehalten werden. Konkret rät der Kanton, auf folgende Anwendungen vorerst zu verzichten:
- Bewässerung von Garten, Pflanzen und Rasen
- Fahrzeugreinigung
- Befüllung von Pools
- Reinigungsarbeiten, die nicht zwingend sind
| Erlaubt | Vorläufig Verboten |
|---|---|
| Trinken | Gartenbewässerung |
| Kochen | Autowaschen |
| Körperhygiene | Poolbefüllung |
| Tierversorgung | Nicht dringliche Reinigungen |
Worauf sich die Einwohnerinnen und Einwohner einstellen müssen
Eine reduzierte Verfügbarkeit von Trinkwasser beeinflusst den Alltag unmittelbar: Haushalte müssen sparsamer mit Wasser umgehen, Gewerbebetriebe mit Wasserbedarf – etwa kleinere Handwerksbetriebe oder Gastronomiebetriebe – könnten ebenfalls ihre Abläufe anpassen müssen. Die Mitteilung weist darauf hin, dass die Massnahmen solange gelten, bis die Trinkwasserreservoire wieder über den normalen Weg ausreichend gefüllt werden können.
Die Gemeinde informiert gemäss Kanton laufend über die weitere Entwicklung. Konkrete Hinweise zu geplanten Reparaturarbeiten, etwaige temporäre Sperrungen von Strassenabschnitten zur Bergung oder Installation neuer Leitungsabschnitte, nannte die bisherige Mitteilung nicht.
Technische Herausforderung: alte Leitung, schwer zugänglicher Standort
Problematisch ist nicht nur das Leck selbst, sondern auch der Zustand und die Lage der Leitung. Es handelt sich um eine alte Eternitleitung, die an einer schwer erreichbaren Stelle liegt. Solche Leitungen erfordern oft speziellen Aufwand beim Ausgraben und Ersetzen, zudem können Zusatzmassnahmen nötig werden, wenn der Untergrund oder die Umgebung einen schwereren Baustellenbetrieb erschweren.
Bis die Leitung repariert oder ersetzt ist, bleibt der sparsame Umgang mit Wasser die wichtigste Massnahme. Die Behörden bitten darum, Hinweise und Empfehlungen ernst zu nehmen, um Engpässe und potenzielle Einschränkungen zu minimieren.
Weitere Informationen
Bewohnende von Weesen sollen die offiziellen Bekanntmachungen der Gemeinde und des Kantons beachten. Sobald die Gemeinde neue Informationen hat, werde sie diese veröffentlichen. Bis dahin gilt: Wasser nur für lebensnotwendige Zwecke verwenden.