Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat das Ausführungsprojekt für den Ausbau der Bushaltestelle Römerturm in Filzbach genehmigt. Ziel ist die Herstellung einer hindernisfreien und sicheren Einstiegs- und Ausstiegsituation für die Fahrgäste der Linien 511 und 512.
Bestandssituation und Mängel
Bis anhin besteht die Haltestelle lediglich aus Markierungslinien auf dem Vorplatz des Hotels «Römerturm». Ein ausgewiesenes Trottoir für den sicheren Zugang zu den Bussen fehlt. Fahrgäste steigen derzeit von einer Fahrbahnfläche ein und aus, was insbesondere für Gehbehinderte, Personen mit Kinderwagen oder mobilitätseingeschränkte Reisende problematisch ist.
Geplante Massnahmen
Das genehmigte Projekt sieht vor:
- Zwei erhöhte Haltekanten (auf beiden Seiten eines neuen Trottoirs),
- Ein verlängertes Trottoir zur sicheren Erschliessung der Haltestellen,
- Die Anordnung der Haltepunkte auf gegenüberliegenden Seiten des neuen Trottoirs (keine beidseitigen Haltestellen direkt nebeneinander).
Auf beidseitige Haltestellen wurde bewusst verzichtet. Als Gründe nennt der Kanton die bergseitig vorhandene Stützmauer, die eingeschränkte Sicht in der Kurve sowie das Fehlen einer sicheren Querungsmöglichkeit.
Koordination und Landerwerb
Die Planung erfolgte in Abstimmung mit einem angrenzenden Projekt der Hotel Römerturm AG. Eine Vereinbarung über den notwendigen Landerwerb liegt dem Regierungsrat zufolge bereits vor. Damit sind die planungs- und realisierungsrelevanten Grundlagen geschaffen.
Kosten und Verantwortung
Die Gesamtkosten des Ausbaus werden auf 200'000 Franken veranschlagt. Der Regierungsrat hat das Ausführungsprojekt genehmigt; mit der Umsetzung der Bauarbeiten ist in einem nächsten Schritt zu rechnen. Angaben zu Bauzeitraum, ausführender Unternehmung oder zur Finanzierung aufgeschlüsselter Beiträge aus kantonalen oder kommunalen Mitteln wurden in der Mitteilung nicht gemacht.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Buslinien | 511, 512 |
| Massnahmen | 2 erhöhte Haltekanten, verlängertes Trottoir |
| Kosten | 200'000 Fr. |
Bedeutung für Fahrgäste und Regionalverkehr
Der Ausbau verbessert die Zugänglichkeit der Linien 511 und 512 entlang der Linthal–Braunwald-Bahn-Region und trägt zur Einhaltung des Behindertengleichstellungsgesetzes bei. Insbesondere ältere Personen und Reisende mit Mobilitätsbedarf profitieren von erhöhten Haltekanten, weil das Ein- und Aussteigen erleichtert und das Unfallrisiko beim Strassenübergang reduziert wird.
Verkehrliche Einschränkungen und Sicherheit
Weil die Stelle in einer Kurve liegt und eine bergseitige Stützmauer die Platzverhältnisse begrenzt, entschied sich der Kanton gegen beidseitige Haltestellen direkt gegenüber. Die gewählte Lösung mit Haltekanten auf gegenüberliegenden Seiten eines Trottoirs soll die Sichtbeziehungen verbessern und eine sichere Querung ermöglichen, sobald das Trottoir realisiert ist.
Weiteres Vorgehen
Das genehmigte Ausführungsprojekt ist Voraussetzung für die Ausschreibung und die anschliessende Ausführung der Bauarbeiten. Konkrete Termine für Baubeginn und Fertigstellung nannte der Regierungsrat in der Mitteilung nicht. Ebenso fehlen Angaben zu möglichen Verkehrsbehinderungen während der Bauphase; darüber werden die zuständigen Stellen voraussichtlich in den kommenden Verfahrensschritten informieren.
Für Pendlerinnen und Pendler sowie Anwohnende bedeutet das Projekt eine langfristige Verbesserung der Infrastruktur vor Ort. Der Kanton und die beteiligten Partner haben die Grundlage geschaffen, damit die Haltestelle Römerturm künftig den gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit entspricht.