Die Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB) feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Anlässlich der Jubiläumsfeier in Gstaad hielt der Verkehrs- und Infrastrukturminister eine Ansprache, in der er die historische und gegenwärtige Bedeutung der Bahnlinie für die Region hervorhob. Die MOB, deren Ursprung in Montreux liegt, gilt als Verbindung zwischen der Romandie und der Deutschschweiz und steht symbolisch für die Verschiedenartigkeit und Einheit der Schweiz.
Montreux als Ausgangspunkt und nationale Bedeutung
Die MOB begann ihren Betrieb 1901 und verkehrte zunächst von Montreux bis zu den Avants, nur wenige Kilometer oberhalb des Sees. In den folgenden Jahren wuchs die Strecke und überschritt 1904 die Kantonsgrenze zum Kanton Bern; damit einher ging auch das Überschreiten der Sprachgrenze. Der Verkehrsminister erinnerte daran, dass die MOB den Lac Léman mit dem Thunersee verbindet und damit geografisch sowie kulturell unterschiedliche Regionen miteinander verknüpft.
"Une autre raison pourquoi ces festivités me tiennent à cœur, c’est que le MOB est une Suisse en miniature."
In seiner Rede wies der Minister zudem auf die Rolle des Bundes hin: Der Bund ist gemäss seiner Ansprache mit einem Anteil von 43% Mehrheitsaktionär der MOB. Damit unterstrich er die nationale Bedeutung der Bahn über die rein regionale Funktion hinaus.
Regionale Verbindungen und touristische Funktion
Die MOB verbindet städtische Ufer des Genfersees mit alpinen Landschaften und führt durch mehrere Kantone: Von Beginn an war die Strecke nicht nur Verkehrsträger, sondern auch Faktor für Tourismus und regionale Entwicklung. Die Ansprache nannte explizit die Etappen von Montreux über Les Avants bis nach Château-d'Oex, durch den Kanton Freiburg und weiter bis nach Gstaad im Berner Oberland. Die Bahn verknüpft damit verschiedene Landschaften und Wirtschaftszweige.
- Gründungsjahr der Linie: 1901 (Montreux–Les Avants).
- Erreichen von Gstaad und Überschreiten der Berner Grenze: 1904.
- Bundesanteil an der MOB: 43%.
Konsequenzen für Montreux und die Region
Für Montreux bedeutet das Jubiläum mehr als ein historischer Rückblick: Die MOB bildet nach wie vor eine wichtige Achse für den Ferienverkehr und für Pendlerbeziehungen in die Bergregionen. Sie stärkt das touristische Profil der Riviera vaudoise, indem sie Gästen direkte Zugänge zu alpinen Destinationen bietet. Zugleich ist die Strecke ein Beispiel dafür, wie Verkehrsinfrastruktur kantons- und sprachübergreifend wirkt.
Die Feier in Gstaad versammelte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tourismus sowie Verantwortliche der MOB. In seiner Rede betonte der Minister die persönlichen Bezüge zur Region – er stammt aus dem Berner Oberland – und bezeichnete die MOB als „Suisse en miniature", ein Bild, das die Vielfalt der Strecke und ihre Verbindungsfunktion prägnant zusammenfasst.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1901 | Eröffnung der Strecke Montreux–Les Avants |
| 1904 | Erreichen von Gstaad; Überschreiten der Berner Grenze |
| 2026 (Jubiläum) | 125-jähriges Bestehen; Feiern in Gstaad |
Die MOB bleibt damit ein prägender Bestandteil der regionalen Mobilitätslandschaft. Für Montreux ist die Strecke ein historisch gewachsener Zugang zu den Bergregionen und ein Faktor für die touristische Ausstrahlung des Städtchens an der Riviera vaudoise. Wie der Minister in seiner Ansprache schrieb und sprachlich zwischen den Landesteilen wechselte, steht die MOB symbolisch für die Verbindung zwischen unterschiedlichen Landschaften und Sprachregionen der Schweiz.
Weitere konkrete Schritte oder Investitionspläne wurden in der übermittelten Rede nicht detailliert genannt. Die Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum boten jedoch Anlass, die Rolle der MOB als Bindeglied und touristische Achse zu würdigen und die historisch-kulturelle Bedeutung der Strecke hervorzuheben.