Lausanne zeigt Reaktionsvermögen und siegt 4:2 in Yverdon
Der Lausanne HC hat am Dienstagabend in Yverdon das Testspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven aus der deutschen DEL mit 4:2 für sich entschieden. Die Partie, in der Lausanne das einzige Team der National League war, bot einen wechselhaften Auftritt der Waadtländer: frühe Rückschläge, schnelle Antworten und ein entscheidendes Tor kurz vor der zweiten Pause.
Das Spiel begann ungünstig für den LHC. In der 10. Minute gelang Christian Wejse den Gästen die frühe Führung, nachdem zuvor ein Fehler in der Defensive der Gastgeber entstand. Die Waadtländer benötigten Zeit, um ins Spiel zu finden; Chancen blieben in der Folge ungenutzt, und die erste Pause nahte bei der knappen Gästeführung.
Im zweiten Drittel erhöhte Lausanne den Druck und wurde belohnt. In der 27. Minute erzielte Ahti Oksanen per Direktabnahme den Ausgleich zum 1:1. Die Freude währte allerdings nur kurz: Bereits 53 Sekunden später brachte Phillip Bruggisser Bremerhaven erneut in Front. Die Reaktion des LHC folgte prompt: In der 33. Minute stellte Jason Fuchs den Spielstand wieder auf 2:2.
Zwei Minuten vor der zweiten Pause fiel dann der entscheidende Treffer: Verteidiger Michael Fora erzielte sein bereits zweites Tor in einem Testspiel für Lausanne und sorgte damit für die erste Führung der Waadtländer in dieser Begegnung. Bremerhaven fand darauf keine Antwort mehr. Im letzten Drittel setzte Antti Suomela mit einem weiteren Treffer den Schlusspunkt zum 4:2.
„Es war ein guter Test, sehr laufintensiv. Genau, wie wir uns das vorgestellt hatten“,
kommentierte der Sportliche Leiter der Pinguins, Sebastian Furchner, die Partie in der Nachberichterstattung (Quelle: nordsee-zeitung.de). Sein Statement unterstreicht, dass die Gegner die Partie als wertvolle Vorbereitung für die bevorstehende Saison betrachteten, auch wenn Lausanne die besseren Chancen hatte und zuletzt die Reaktion zeigte.
- Endstand: Lausanne HC 4 – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2
- Schlüsselmomente: schneller Ausgleich und Gegentreffer im zweiten Drittel; Führung durch Michael Fora kurz vor der zweiten Pause
- Besonderheit: Michael Fora erzielte sein zweites Testspieltor für Lausanne
Für Lausanne ist dieses Testspiel in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich. Die Mannschaft zeigte Willen und die Fähigkeit, Rückschläge wegzustecken und schnell zu reagieren. Solche Tests dienen nicht nur der Kondition und Abstimmung, sondern auch dem Herausarbeiten von Automatismen vor Saisonbeginn. Aus Sicht der Waadtländer ist das frühe Saison-Feintuning wichtig, insbesondere um Rollenverteilungen und Formationen zu bestätigen oder anzupassen.
| Minute | Spieler | Tor |
|---|---|---|
| 10' | Christian Wejse (Bremerhaven) | 1:0 |
| 27' | Ahti Oksanen (Lausanne) | 1:1 |
| 27'53" | Phillip Bruggisser (Bremerhaven) | 2:1 |
| 33' | Jason Fuchs (Lausanne) | 2:2 |
| ~38' | Michael Fora (Lausanne) | 3:2 |
| letztes Drittel | Antti Suomela (Lausanne) | 4:2 |
Die Partie bot Lausanne auch die Gelegenheit, Spieler in unterschiedlichen Konstellationen zu testen und Alternativen für die Kaderplanung auszuloten. Testspiele gegen internationale Gegner wie Bremerhaven messen das Team an anderen Spielstilen und erlauben der sportlichen Leitung Rückschlüsse für die taktische Ausrichtung.
Für die Fans in der Region ist das Resultat ein positives Signal vor dem Saisonstart: Lausanne zeigte Biss, Reaktionsvermögen und nutzte seine Chancen im entscheidenden Moment. Ob dies ein Hinweis auf eine stabile Vorbereitung und eine starke Saison wird, wird sich in den kommenden Testspielen und dem Ligastart zeigen. Klar ist jedoch, dass der LHC in Yverdon eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Beginn der Partie demonstrierte und Spieler wie Michael Fora wichtige Beiträge liefern.
Der Klub reist nun mit dieser positiven Leistungserfahrung weiter in die Vorbereitung, während Bremerhaven die Lehren aus dem intensiven Testspiel ziehen wird. Für Lausanne stehen weitere Partien an, in denen sich die Mannschaft weiter einspielen und Profile für die kommende National-League-Saison schärfen kann.