Am Flughafen Zürich ist ein seit Dienstag andauernder Teilausfall eines wichtigen IT-Systems am Mittwochnachmittag behoben worden. Gemäss Flughafen Zürich AG lief der Betrieb ab etwa 17.00 Uhr wieder normal. Zuvor hatten die Störungen zu Verspätungen, vereinzelten Annullationen und ausserordentlichen Betriebssituationen geführt.
Was ausgefallen ist
Betroffen war das sogenannte Apron-Control-System, das unter anderem für die Abflugsplanung, die elektronische Koordination mit Skyguide und Eurocontrol sowie die Standplatzplanung zuständig ist. Wegen des Ausfalls setzte der Betrieb ein vorbereitetes, manuelles Verfahren ein, das laut Flughafen auf deutlich mehr „händischer Arbeit“ basiert und folglich nicht die gleiche Kapazität wie das System ermöglicht.
«Dieses basiere jedoch auf deutlich mehr ‹händischer Arbeit› und ermögliche daher nicht die gleiche Kapazität wie das System.»
Ausmass der Störungen
Die Flughafen Zürich AG bezifferte die direkten Auswirkungen mit 26 Verspätungen, die zwischen 3 und 45 Minuten dauerten. Bereits am Dienstag musste der Flughafen ausserhalb der regulären Betriebszeiten Landungen erlauben: acht Flugzeuge landeten nach 23.30 Uhr, die letzte Landung erfolgte um 23.55 Uhr auf Piste 28. Der Freizeitflugverkehr war zeitweise weitgehend ausgesetzt, damit der reguläre Linienbetrieb Priorität erhielt.
| Tag | Konsequenzen |
|---|---|
| Dienstag | Verspätungen, 8 Landungen nach 23:30, letzte Landung 23:55 |
| Mittwoch | 26 Verspätungen (3–45 Min.), Betrieb ab 17:00 wieder normal |
Ursache und Massnahmen
Die genaue Ursache des Teilausfalls wird nach Angaben des Flughafens noch abgeklärt. Ein Cyberangriff könne aber ausgeschlossen werden. Techniker arbeiteten an der Behebung; zusätzliches Personal stand bereit, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Trotz der Wiederherstellung des Systems warnt die Flughafenbetreibergesellschaft, dass im Verlauf des Abends noch Folgeverspätungen möglich seien.
Praktische Hinweise für Reisende
Passagiere wurden aufgefordert, den Status ihres Fluges bei der jeweiligen Airline zu prüfen. Die Flughafenbehörde betont, dass die Airlines über allfällige Verspätungen oder Änderungen informieren. Vor Ort führte die Umstellung auf manuelle Abläufe zu reduzierter Kapazität – wer kurzfristig fliegt, sollte zusätzliche Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen einplanen.
- Ab 17.00 Uhr: Betrieb laut Flughafen wieder normal
- 26 registrierte Verspätungen, Dauer 3–45 Minuten
- Freizeitflugverkehr zeitweise ausgesetzt, Linienverkehr priorisiert
- Cyberangriff als Ursache ausgeschlossen
Regionale Bedeutung
Der Flughafen Zürich ist das zentrale Luftverkehrsdrehkreuz der Schweiz. Selbst kleinere Systemstörungen können sich rasch auf nationale und internationale Verbindungen auswirken, Anschlussflüge behindern und Folgeverspätungen verursachen. Die rasche Wiederherstellung des Betriebs ist daher wichtig für die Abwicklung des Reiseverkehrs in der Region Zürich und darüber hinaus.
Die Flughafen Zürich AG prüft nun die Ursachen genauer, um ähnliche Zwischenfälle künftig zu vermeiden. Bis dahin bleibt die Empfehlung an Reisende: Flugstatus aktiv verfolgen und bei Unsicherheiten direkt die Airline kontaktieren.
Fabian Meier, KI-Regionalkorrespondent Kanton Zürich – WE NEWS