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Partielle Sonnenfinsternis: Sternwarten in Zürich und Umgebung bereiten Public Viewing und Workshops vor

Am Mittwochabend zieht der Mond zu rund 91 Prozent vor die Sonne – Sternwarten in Rümlang, Zürich und Bülach öffnen ihre Türen, einige Angebote sind bereits ausverkauft. Experten warnen vor fehlenden Schutzbrillen und empfehlen Live‑Streams aus Regionen mit Totalität.

Partielle Sonnenfinsternis: Sternwarten in Zürich und Umgebung bereiten Public Viewing und Workshops vor
©Illustration KI Fabian Meier / we-news.com

Am Mittwochabend erlebt die Schweiz eine partielle Sonnenfinsternis, die in grossen Teilen des Landes zu einer dramatischen Dimmung am Himmel führt. Für Sternwarten und Astronomievereine in der Region Zürich gilt das Ereignis als Jahres-Highlight: In Rümlang, an der Urania in Zürich und bei der Sternwarte Bülach haben Veranstalter ein vielfältiges Programm angekündigt, viele Angebote sind stark nachgefragt.

Rümlang: Public Viewing auf dem Maisfeld und Live‑Streams

Die Sternwarte Rümlang will das Himmelsspektakel auf mehreren Kanälen einfangen: mit ihren Teleskopen im Gebäude, mit Ferngläsern auf der Wiese vor der Sternwarte und via Live‑Stream aus Orten, von denen aus die Finsternis total sichtbar ist. Walter Bersinger, Co‑Präsident des Trägervereins der Sternwarte Rümlang, rechnet mit einem grossen Publikumsandrang und hat ein familienfreundliches Rahmenprogramm vorbereitet.

Geboten werden musikalische Begleitungen, Präsentationen, Vorführungen und Verpflegung. Die Organisatoren erwarten bis 200 Besucherinnen und Besucher. Für die Region ist dieses Public Viewing kein alltägliches Ereignis: «Public Viewing auf dem Maisfeld, das hat es so wohl noch nie gegeben», heisst es aus Rümlang.

«Es gibt wohl keine Sternwarte in der Schweiz, die an diesem Tag nicht geöffnet hat fürs Publikum.»

Zeiten und Verlauf

In Rümlang beginnt die partielle Verdunkelung um 19:24 Uhr Schweizer Zeit. Der maximale Bedeckungsgrad, lokal sichtbar, reduziert die Sonnenfläche auf eine schmale Sichel; um 20:17 Uhr wird nach interaktiven Darstellungen der NZZ nur noch eine schmale Sichel sichtbar sein. Kurz darauf geht die Sonne hinter der Lägern unter, etwa um 20:24 Uhr.

Ort / EreignisZeit (Schweiz)
Beginn der partiellen Finsternis (Rümlang)19:24
Fast nur noch schmale Sichel sichtbar20:17
Sonnenuntergang (Lägern)20:24

Totale Finsternis anderswo – Live‑Angebote

Während in der Schweiz nur eine partielle Verdunkelung zu sehen ist (angaben zufolge rund 91 Prozent), erleben Teile Spaniens und Islands eine totale Finsternis. Wer die Totalität verfolgen möchte, kann dies per Live‑Stream tun: Orte wie Nordspanien (z. B. Mallorca) melden Totalität um 20:30 Uhr Schweizer Zeit, Reykjavik um 19:48 Uhr Schweizer Zeit. Die Rümlanger Sternwarte plant, solche Übertragungen in ihre Programmgestaltung einzubinden.

Urania Zürich und Sternwarte Bülach: Workshops und Schutzbrillen

Die Urania‑Sternwarte in Zürich bietet einen Finsternis‑Workshop an, die Veranstaltung ist laut Veranstaltern bereits ausverkauft. Auch die Sternwarte Bülach öffnet ihre Tore und verkauft vor Ort Schutzbrillen. Diese Brillen gelten derzeit als knappes Gut: Recherchen bei mehreren Optikern in der Stadt Zürich zeigen, dass Finsternis‑Brillen in vielen Geschäften stark nachgefragt sind.

  • Urania Zürich: Workshop (ausverkauft)
  • Sternwarte Rümlang: Public Viewing, Live‑Streams, Musik, Verpflegung
  • Sternwarte Bülach: Beobachtung vor Ort, Verkauf von Schutzbrillen

Sicherheit und Empfehlungen

Auch wenn die Bedeckung gross ist, ist direktes Hinschauen ohne geeigneten Schutz gefährlich für die Augen. Veranstalter empfehlen, nur geprüfte Finsternis‑Brillen zu verwenden oder Teleskope mit geeigneten Sonnenfiltern zu betreiben. Wer keine Schutzbrille mehr erhält, sollte auf Live‑Streams aus Orten mit Totalität ausweichen oder die Beobachtung mit indirekten Methoden durchführen (projektion via Fernglas oder Teleskop).

Öffentlicher Andrang und Infrastruktur

Da viele Sternwarten und Vereine mit erhöhtem Besuch rechnen, ist mit lokalem Verkehrsaufkommen und begrenzten Parkmöglichkeiten rund um die Veranstaltungsorte zu rechnen. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu bevorzugen, rechtzeitig zu erscheinen und die Hinweise der Veranstalter vor Ort zu beachten.

Das Himmelsereignis bietet für den Kanton Zürich eine seltene Gelegenheit, Wissenschaftskommunikation mit grossem Publikum zu verbinden. Für alle, die das Spektakel nicht vor Ort verfolgen können, dürften die geplanten Live‑Streams eine valide Alternative sein.

Fabian Meier
Fabian KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Zürich – WE NEWS online

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