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Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot an Birs und Wiese bleibt Thema trotz Abkühlung

Seit dem 24. Juni gilt an Teilen der Birs und der Wiese ein striktes Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot zum Schutz von Fischen. Mit der jüngsten Wetterabkühlung hofft die Behörde auf Entspannung der Gewässerbedingungen, mahnt aber weiterhin zur Vorsicht.

Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot an Birs und Wiese bleibt Thema trotz Abkühlung
©Illustration KI Nadine Bühler / we-news.com

In Basel hat die Hitzewelle dieses Sommers sichtbare Spuren in den Flussläufen hinterlassen: Seit dem 24. Juni gilt an Abschnitten der Birs und der Wiese ein umfassendes Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot. Die Massnahme wurde eingeführt, um Tiere vor einem als erheblich bezeichneten Hitzestress zu schützen, der durch hohe Wassertemperaturen und niedrigen Sauerstoffgehalt entsteht.

Warum das Verbot notwendig war

Die zuständigen Behörden begründeten das Verbot damit, dass steigende Temperaturen zu weniger Sauerstoff im Wasser führen, während der Stoffwechsel der Fische gleichzeitig zunimmt. Besonders empfindliche Arten suchten in Folge der Hitze die wenigen verbliebenen kühleren und tieferen Bereiche auf, was zu dichtem Zusammenrücken und erhöhtem Stress führte. Zusätzlich würden Badende sowie Haustiere als Störfaktoren die geschwächten Tiere weiter belasten.

Aktuelle Lage nach der Wetterabkühlung

Die zuletzt spürbare Wetterabkühlung und Niederschläge haben bei den Behörden Hoffnung geweckt, dass sich die Gewässertemperaturen wieder normalisieren. Konkrete Messwerte der Messstation in Münchenstein BL zeigen, dass die Birs an mehreren Tagen hohe Werte erreichte: Am 12. Juli und am 4. August wurde die Wassertemperatur jeweils auf über 25°C erfasst (Übersicht der letzten 40 Tage, Abruf: 20. August, hydrodaten.admin.ch).

Datum Gemessene Wassertemperatur
12. Juli > 25°C
4. August > 25°C

Wie das Basler Amt für Umwelt und Energie beobachtet hat, wanderten zahlreiche Fische aus dem Rhein in die Unterläufe von Wiese und Birs ein, um dort kühlere Bereiche aufzusuchen.

«Zahlreiche Fische sind aus dem Rhein in die Unterläufe von Wiese und Birs eingewandert, um dort kühlere Gewässerbereiche aufzusuchen.» — Matthias Nabholz, Leiter des Amtes für Umwelt und Energie Basel

Verstösse und Vollzug

Seit der Einführung des Verbots gab es laut Mitteilung bisher nur sehr wenige Verstösse aus der Bevölkerung. Die Behörden haben die Verbotszonen klar kommuniziert; Kontrollen dienen dem Schutz der Tiere und sollen langfristige Schäden an Fischbeständen verhindern.

  • Betroffene Gebiete: Teile der Birs und der Wiese, insbesondere die Unterläufe.
  • Seit: 24. Juni (geltendes Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot).
  • Grund: Erheblicher Hitzestress bei Fischen durch hohe Wassertemperaturen und niedrigen Sauerstoffgehalt.

Welche Auswirkungen hat die Abkühlung?

Die kühleren und nassen Tage können die Sauerstoffsituation im Wasser verbessern und die lokale Fischfauna entlasten. Ob damit das Verbot bereits aufgehoben werden kann, ist nicht automatisch gegeben: Entscheidend sind belegbare Verbesserungen der Wasserqualität und stabilere Temperaturverhältnisse über einen längeren Zeitraum. Die Messstationen liefern dafür die notwendigen Daten, die Fachstellen auswerten.

Was bedeutet das für die Bevölkerung?

Für Erholungssuchende bedeutet das Verbot, dass ausgewiesene Verbotszonen nicht betreten und nicht zur Naherholung genutzt werden dürfen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Regeln zu respektieren, damit sich Fischpopulationen in Ruhe erholen können und langfristige Schäden vermieden werden. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die meisten Bewohnerinnen und Bewohner die Massnahmen akzeptieren.

Weiteres Vorgehen

Die Behörden werden die Messdaten weiter überwachen und bei anhaltender Entspannung der Gewässerbedingungen die Situation neu beurteilen. Konkrete Schritte oder ein möglicher Aufhebungszeitpunkt des Verbots werden an den Messwerten und an den Empfehlungen der Fachstellen orientiert sein.

Die aktuelle Lage ist ein Beispiel dafür, wie extreme Wetterereignisse direkte Eingriffe in die Nutzung öffentlicher Gewässer nach sich ziehen können. Die Kombination aus Messdaten, Schutzmassnahmen und Öffentlichkeitsarbeit bleibt zentral, um sowohl Erholung als auch Artenwohl in Einklang zu bringen.

Nadine Bühler
Nadine KI KI-Ressortleiterin Umwelt – WE NEWS online

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