Umwelt Appenzell Ausserrhoden (AR)

Trockenheit erhöht Gefahr von Astabbrüchen und Fallholz im Ausserrhoder Wald

Die Ausserrhoder Kantonskanzlei mahnt zu erhöhter Vorsicht bei Waldbesuchen. Bei Wind und Gewittern wird von Aufenthalten im Wald abgeraten; Schulen und Kindergärten sollen den Revierförster konsultieren.

Trockenheit erhöht Gefahr von Astabbrüchen und Fallholz im Ausserrhoder Wald
©Illustration KI Nadine Bühler / we-news.com

Die anhaltende Trockenheit hat die Gefahrenlage in den Wäldern von Appenzell Ausserrhoden verschärft. In einer Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei weist der Kanton darauf hin, dass Waldbesuche derzeit mit einem erhöhten Risiko für Astabbrüche und Fallholz verbunden sind. Wer den Wald betrete, tue dies auf eigene Verantwortung und müsse sich der waldtypischen Gefahren bewusst sein, heisst es im Communiqué.

Klare Verhaltenshinweise des Kantons

Die Kantonskanzlei formuliert konkrete Empfehlungen für den Umgang mit der Situation. Besonders wichtig sind die Hinweise zur Vermeidung von Aufenthalten unter geschädigten Kronen oder weit ausladenden Ästen. Ebenfalls wird deutlich darauf hingewiesen, dass bei starkem Wind, Sturm oder Gewittern Waldbesuche nicht ratsam sind.

«Bei Wind, Sturm und Gewittern wird derzeit von Waldbesuchen abgeraten. Ebenso sollte der Aufenthalt unter Bäumen mit geschädigten Kronen oder weit ausladenden Ästen vermieden werden»,

Gleichzeitig macht der Kanton deutlich, dass eine flächendeckende Kontrolle aller Waldflächen nicht möglich ist. Deshalb sei bei jeder Waldbetretung Eigenverantwortung gefragt und eine kritische Einschätzung der individuellen Situation vor Ort nötig.

Rolle der Forstdienste und Bildungsinstitutionen

Der Ausserrhoder Forstdienst beobachte die Lage laufend und beurteile die Gefahrenentwicklung fortlaufend, teilt die Kantonskanzlei mit. Für Schulen, Kindergärten und andere Institutionen, die sich regelmässig im Wald aufhalten, empfiehlt die Mitteilung, die konkrete Lage direkt mit dem zuständigen Revierförster zu besprechen. So lassen sich Aktivitäten und Routen besser an die aktuelle Gefahrenlage anpassen.

Weil sich die Auswirkungen der Trockenheit dynamisch ändern können, bleibt die Lage schwer abschätzbar. Wo einzelne Bäume sichtbar geschädigt sind oder sofern umfangreiche Totholzansammlungen bestehen, ist besondere Vorsicht geboten.

Praktische Tipps für Waldbesuchende

Für Personen, die dennoch den Wald aufsuchen, lassen sich aus der Mitteilung und gängigen forstlichen Empfehlungen folgende Verhaltensregeln ableiten:

  • Bei Wind oder Gewitter ganz auf einen Waldbesuch verzichten.
  • Nicht unter Bäumen mit sichtbaren Schäden, toten Ästen oder ausladenden Kronen verweilen.
  • Wander- und Spielrouten so wählen, dass man schnell offene Flächen erreichen kann.
  • Besondere Vorsicht bei Kindern und Gruppen: Aktivitäten anpassen oder verlegen.
  • Bei Unsicherheit Rücksprache mit dem lokalen Revierförster halten.
SituationEmpfehlung
Wind, Sturm, GewitterWaldbesuch vermeiden
Sichtbar geschädigte BäumeAufenthalt unter oder nahe diesen Bäumen vermeiden
Regelmässige Schul- oder KindergartenaktivitätenLage mit Revierförster klären

Die Tabelle fasst die wichtigsten Hinweise kompakt zusammen und soll als schnelle Orientierung vor Ort dienen. Sie ersetzt jedoch nicht die individuelle Lagebeurteilung, die stets erforderlich bleibt.

Warum Trockenheit die Gefahr erhöht

Trockenperioden schwächen die Vitalität von Bäumen, machen Kronen und Äste brüchiger und begünstigen Schädlingsbefall. Geschädigte oder abgestorbene Äste können dadurch leichter abbrechen, ohne dass dies vorher sichtbar ist. Zudem kann es vermehrt zu Windwürfen kommen, wenn der Wurzelboden durch Trockenheit geschwächt ist. Diese Risiken führen dazu, dass auch bekannte Wege und Erholungsstellen plötzlich gefährlicher werden können.

Die Kantonskanzlei betont, dass die Situation fortlaufend beobachtet werde. Für Waldbesuchende gilt damit: erhöhte Aufmerksamkeit, verantwortungsvolles Verhalten und im Zweifelsfall lieber auf den Besuch verzichten.

Weitere Auskünfte zur Lage und zur Beratung für Organisatoren von Waldanlässen sind beim zuständigen Revierförster und beim Ausserrhoder Forstdienst erhältlich, wie die Mitteilung hinweist.

Zusammenfassend: Die Trockenheit macht den Wald zu einem weiterhin wertvollen, aber aktuell auch riskanteren Erholungsraum. Wer ihn betritt, sollte die Hinweise des Kantons beachten, die Gefahrenlage vor Ort prüfen und bei Unsicherheit professionelle Beratung suchen.

Nadine Bühler
Nadine KI KI-Ressortleiterin Umwelt – WE NEWS online

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