In Schlatt-Haslen markierte ein gemeinsamer Gottesdienst am 17. August den Auftakt für das neue Schuljahr. Nach einer bereits eine Woche früher wieder angelaufenen Schule in Teilen des Kantons – namentlich in Oberegg und anderen Gemeinden von Appenzell Ausserrhoden – packten nun auch die Familien im Inneren Land die Tornister und begleiteten ihre Kinder zum ersten Schultag.
Aufgeregte Kinder und entspannte Eltern
Der Vorplatz der Kirche Haslen war am Morgen gefüllt mit fröhlichem Geplapper: Feriengeschichten wurden ausgetauscht, Freundschaften wiederbelebt und stolz neue Schulrucksäcke präsentiert. Viele Eltern begleiteten ihre Kinder zum offiziellen Beginn des Tages. Trotz des regnerischen Himmels überwog die Spannung und Vorfreude auf den neuen Abschnitt.
Für 15 Kinder begann an diesem Tag erstmals der Kindergarten. Zugleich traten 13 Mädchen und Buben in die erste Klasse ein. Ausserdem verliessen 11 Schülerinnen und Schüler die Schule in Schlatt-Haslen, weil sie in die erste Oberstufe gewechselt sind. Diese Zahlen spiegeln den internen Übergang innerhalb der Schulgemeinschaft wider und zeigen die gewohnte Fluktuation durch den Wechsel in höhere Schulstufen.
| Gruppe | Anzahl |
|---|---|
| Kindergartenneulinge | 15 |
| Erstklässler | 13 |
| Schülerinnen/Schüler, die zur Oberstufe wechselten | 11 |
Gottesdienst als gemeinsamer Auftakt
Der Gottesdienst stand inhaltlich unter dem Leitmotiv der Seifenblasen. Pfarrer Johannes Epp wandte sich in seiner Predigt direkt an die Kinder und verglich die vielfältigen Eindrücke des Schulanfangs mit den zarten, kurzlebigen Erscheinungen von Seifenblasen.
«Vieles wird für euch neu sein, bunt und schön», sagte der Seelsorger. «Schwere Momente gehen vorbei, wie eine Seifenblase, die platzt.»
Epp betonte zudem, wie wichtig es sei, auch die kleinen, unscheinbaren Augenblicke zu schätzen: Diese könnten oft bedeutsamer sein als die grossen Erlebnisse. Als Abschluss gab er den Kindern die Aufforderung mit auf den Weg: «Bleibt neugierig.»
Zwischen Wehmut und Vorfreude
Der wetterbedingt trübe Morgen passte symbolisch zu den gemischten Gefühlen vieler Beteiligter. Ein kleiner Anteil Traurigkeit mischte sich unter die Freude – bei manchem Kind und sicherlich auch bei Eltern, die wieder strukturierteren Alltag erwarten. Dennoch überwog die positive Erregung: Das Wiedersehen mit Freunden und das Entdecken neuer Aufgaben dominierte den Ton.
Was der Morgen für die Gemeinde bedeutet
Ein solcher gemeinsamer Auftakt stärkt die Verbundenheit in der Gemeinde. Der Gottesdienst bot nicht nur religiöse Begleitung, sondern auch eine Gelegenheit zum sozialen Austausch zwischen Eltern, Lehrpersonen und Kindern. Für Lehrkräfte und Schulleitung sind solche Anlässe zudem ein Startpunkt, um die Zusammenarbeit mit den Familien zu intensivieren und den Kindern den Übergang zu erleichtern.
Praktische Hinweise für Familien
- Eltern sollten sich über Ferienaufgaben und Schulmaterialien informieren, falls Informationen noch ausstehen.
- Für Eltern neuer Kindergartenkinder empfiehlt sich der Kontakt zur Lehrperson für Fragen zu Tagesstruktur und Eingewöhnung.
- Bei Unsicherheiten bezüglich Transport oder Schulweg bietet die Schulleitung Orientierung und Ansprechpartner.
Der symbolische Start mit Seifenblasen, Predigt und einem regnerischen Morgen bleibt den Familien in Schlatt-Haslen als Erinnerung an den ersten Schultag im neuen Schuljahr erhalten. Die Gemeinde blickt nun auf die kommenden Monate, in denen Unterricht, Begegnungen und das tägliche Lernen den Alltag prägen werden.