Die Delegierten der FDP Appenzell Ausserrhoden haben am Freitag einstimmig Andrea Caroni erneut als Kandidaten für die Ständeratswahlen nominiert. Die Entscheidung fiel im Rahmen der Delegiertenversammlung, welche vor dem diesjährigen Sommerfest in der Berit Klinik in Speicher stattfand.
Nomination und Begründung
Die Parteiführung betonte in einer Mitteilung die Bereitschaft Caronis, sich «eine weitere Legislatur lang für die Anliegen der Ausserrhoden Bevölkerung einzusetzen». Die FDP hebt sein langjähriges politisches Engagement, sein fachliches Knowhow und seine Vernetzung auf Bundesebene als Gründe hervor, warum er den Kanton im Ständerat weiterhin optimal vertreten könne.
«Dank seinem Knowhow, seiner langjährigen politischen Erfahrung und seiner hervorragenden Vernetzung auf Bundesebene kann Andrea Caroni Appenzell Ausserrhoden im Ständerat auch in Zukunft optimal vertreten», schrieb die Partei in ihrer Mitteilung.
Kontext: Wahltermin und Bedeutung
Die Nomination erfolgt vor dem Hintergrund der eidgenössischen Gesamterneuerungswahlen vom 24. Oktober 2027. In Appenzell Ausserrhoden werden neben den Nationalratswahlen auch die Ständeratswahlen ausgetragen. Mit der Bestätigung des Kandidaten schafft die FDP Klarheit über ihre personelle Ausgangslage für den Wahlkampf.
Sommerfest und Anlass in der Berit Klinik
Das Sommerfest der Partei stand nach Angaben der Parteileitung ganz im Zeichen der Gesundheitspolitik. Die rund erschienenen Parteimitglieder erhielten im Rahmen eines Rundgangs Einblicke in die Berit Klinik, die im Bereich Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie aktiv ist. Nach der Führung boten Apéro und Abendessen Raum für politischen Austausch und persönliche Gespräche.
Parolen zu Volksinitiativen
In der vorangestellten Delegiertenversammlung fassten die Delegierten ferner Parolen zu zwei derzeit diskutierten Volksinitiativen:
- Zur «Neutralitätsinitiative» wurde die Nein-Parole einstimmig beschlossen. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass ein starres Neutralitätsverständnis die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit der Schweiz gefährde.
- Zur «Ernährungsinitiative» («Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser») fassten die Delegierten ebenfalls die Nein-Parole, mit einer Enthaltung. Die Ablehnung stützte sich laut Mitteilung auf Bedenken hinsichtlich drohender Überregulierung.
| Vorlage | Parole | Stimmenbild |
|---|---|---|
| Neutralitätsinitiative | Nein | einstimmig |
| Ernährungsinitiative | Nein | Nein mit einer Enthaltung |
Ausblick und Bedeutung für den Kanton
Mit der einstimmigen Nomination von Andrea Caroni setzt die FDP auf Kontinuität. In einem Kanton mit kleiner Wählerschaft kann die Personalie eine hohe Bedeutung für die Vertretung auf Bundesebene haben. Caronis bisherigen Erfahrungen und Kontakte werden von der Partei als Vorteil dargestellt, um kantonale Interessen in Bern zu platzieren.
Was bleibt offen
Die Nomination durch die FDP bedeutet noch keine Vorentscheidung für den Wahlausgang: Die Ständeratswahlen im Kanton können von weiteren Kandidaturen und parteiübergreifenden Absprachen beeinflusst werden. Zudem ist unklar, welche Reaktionen die Nein-Parolen gegenüber den beiden Initiativen in anderen Parteien und in der Bevölkerung hervorrufen werden.
Die FDP Ausserrhoden betonte abschliessend die positive Stimmung an Anlass und Versammlung. Konkrete Wahlstrategien, Listenbeteiligungen für die Nationalratswahlen und mögliche Konkurrenten für die Ständeratssitze wurden in der Mitteilung nicht detailliert genannt.