Die Gemeinde Altdorf hat die öffentliche Mitwirkung für die Teilrevision der Nutzungsplanung auf der Stoffelmatte eröffnet. Eigentümerin der Fläche ist die Gemeinnützige Gesellschaft Uri (GGU), die einen Teil der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche in eine öffentlich zugängliche Parkanlage umwandeln möchte. Der nördliche Teil der Stoffelmatte soll dabei in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen überführt werden; der südliche Teil bleibt in der Landwirtschaftszone.
Park und Natur als Ergänzung zur Innenverdichtung
Die GGU begründet das Vorhaben mit städtebaulichen Zielen: Infolge der Innenverdichtung soll an zentraler Lage ein Freiraum entstehen, der der Bevölkerung Erholung, Begegnung und Natur bietet. Geplant sind unter anderem grosse Bäume, Blumenwiesen, Gehölzbiotope und ein Obstgarten, um die Artenvielfalt zu fördern und gleichzeitig eine attraktive Parkanlage zu schaffen.
Die Projektverfasser betonen die inklusive Ausrichtung des Parks: Er soll Begegnungsraum für alle Alters- und Gesellschaftsschichten sein und ausdrücklich auch Menschen mit Beeinträchtigung Raum bieten. Gleichzeitig ist vorgesehen, dass ein Teil der Stoffelmatte weiter landwirtschaftlich genutzt wird; die Parknutzung konzentriert sich vornehmlich auf den nördlichen und westlichen Bereich der Fläche.
Schulraumbedarf und Papilio-Neubau
Parallel zur Gestaltung des Freiraums spielt die Schulraumplanung eine Rolle. Der Gemeinderat hat aufgrund der wachsenden Bevölkerung einen dringenden Bedarf an zusätzlichen Schulräumen festgestellt. Für den geplanten Neubau «La Quinta» der Stiftung Papilio werden Aussenräume für den Kindergarten benötigt, die momentan in der Landwirtschaftszone liegen. Deshalb sieht die Teilrevision vor, die notwendigen Aussenraumflächen für den Kindergarten im nördlichen Bereich der Stoffelmatte aufzunehmen.
Die Gemeinde führt das Vorhaben als vorgezogene Teilrevision parallel zur Gesamtrevision der Nutzungsplanung. Damit sollen die raumplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden, bevor die übergeordnete Revision abgeschlossen ist.
Was die Mitwirkung umfasst
Die Gemeinde hat die öffentliche Mitwirkung eröffnet. Bürgerinnen und Bürger können sich zu den vorgeschlagenen Zonenänderungen und zur Freiraumgestaltung äussern. Die Mitwirkung ist ein formaler Schritt im Planungsprozess und ermöglicht der Bevölkerung, Anliegen, Einwände und Vorschläge einzubringen, die bei der Weiterbearbeitung der Teilrevision berücksichtigt werden.
- Geplante Parkelemente: grosse Bäume, Blumenwiesen, Gehölzbiotope, Obstgarten
- Soziale Ziele: Treff- und Erholungsraum für alle Altersgruppen, inklusive Nutzung
- Raumpolitik: Nördlicher Teil zu öffentlicher Zone, südlicher Teil bleibt Landwirtschaft
- Bildung: Aussenräume für den Kindergarten des Papilio-Neubaus vorgesehen
Konkrete Termine für die Mitwirkung, Fristen oder Anlaufstellen nennt die Mitteilung der Gemeinde nicht im Detail. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner werden gebeten, die kommunalen Informationskanäle zu konsultieren, um Unterlagen einzusehen und Einsprachen oder Stellungnahmen fristgerecht einzureichen.
| Bereich | Vorgeschlagene Nutzung |
|---|---|
| Nördlicher Teil | Zone für öffentliche Bauten und Anlagen; Park- und Kindergarten-Aussenräume |
| Südlicher Teil | Verbleib in Landwirtschaftszone |
Auswirkungen und offene Fragen
Die Teilrevision tangiert mehrere lokale Interessen: Landschaftsschutz und Landwirtschaft, Bedürfnisse der Bildungseinrichtungen sowie die Entwicklung von attraktivem, zugänglichem Freiraum in Ortsnähe. Eine gelungene Umsetzung könnte die Lebensqualität in Altdorf erhöhen und gleichzeitig Raum für kindgerechte Aussenanlagen schaffen. Umgekehrt müssen Fragen zu Naturschutz, Bewirtschaftung der verbleibenden Landwirtschaftsflächen und Erschliessung der neuen öffentlichen Bereiche geklärt werden.
Mit der öffentlichen Mitwirkung gewinnt die Gemeinde wichtige Hinweise aus der Bevölkerung, die in die nächste Planungsphase einfliessen sollen. Der weitere Ablauf sieht nach Abschluss der Mitwirkung die Auswertung der Rückmeldungen und die Anpassung des Vorentwurfs vor, bevor der formelle Bewilligungsverfahren folgt.
Die Teilrevision Stoffelmatte zeigt, wie eng räumliche Entwicklung, soziale Infrastruktur und Landschaftsinteressen zusammenhängen. Die kommenden Monate werden zeigen, in welchem Umfang die vorgeschlagene Parkanlage und die vorgeschlagenen Nutzungsänderungen von der Bevölkerung unterstützt werden.