Grösstes Hochbauprojekt auf der Werkmatt Uri gestartet
In Altdorf hat die Umsetzung des grössten Hochbauvorhabens auf der Industrie- und Gewerbefläche Werkmatt Uri begonnen. Mit dem Spatenstich für das Baufeld 11 hat die Risa Immobilien SA die Realisierung des Projekts «Businesspark Gotthard» in Gang gesetzt. Das Areal südwestlich des Kantonsbahnhofs gilt als die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden und erfährt damit einen markanten Entwicklungsschritt.
Projektumfang und Zeitplan
Geplant ist ein viergeschossiges Büro- und Gewerbegebäude mit etwa 4'000 m2 Nutzfläche. Die Kapazität ist auf rund 140 Arbeitsplätze ausgelegt. Das Grundstück war Anfang 2026 vom Kanton Uri an die Risa Immobilien SA verkauft worden; die Inbetriebnahme und der Bezug der Liegenschaft sind für 2028 vorgesehen. Aktuell sind noch Mietflächen verfügbar.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Standort | Werkmatt Uri, Altdorf (Baufeld 11) |
| Nutzfläche | Rund 4'000 m2 |
| Geschosse | Vier |
| Arbeitsplätze | Rund 140 |
| Verkauf Grundstück | Anfang 2026 |
| Geplanter Bezug | 2028 |
Weitere Projekte auf dem Areal
Neben dem «Businesspark Gotthard» sind auf der Werkmatt Uri zusätzliche Vorhaben in Vorbereitung. Die Werkmatt AG der Christoph Schoop Gruppe plant auf den Baufeldern 9 und 13 eine Ergänzung des Arbeitsplatzgebiets um Bildungs-, Gastronomie- und Beherbergungsangebote. Für Baufeld 13 wurde bereits eine Baubewilligung beantragt; vorgesehen ist ein mehrgeschossiger Neubau in Holz-Hybridbauweise mit Bildungsräumen, Gemeinschaftsflächen, Gastronomie und Unterkunftsmöglichkeiten.
Auf dem benachbarten Baufeld 9 ist die Umnutzung einer historischen Flachlagerhalle vorgesehen. Das Konzept sieht einen Nutzungsmix vor, der Hotel, Coworking, Gewerbe-, Dienstleistungs- und Kulturräume sowie Gastronomieangebote kombiniert. Zusammen sollen diese Vorhaben das bestehende Arbeitsplatzgebiet ergänzen und zusätzliche Dienstleistungen für die Region schaffen.
Wirtschaftliche Bedeutung für Altdorf und Uri
Die Entwicklung der Werkmatt Uri hat mehrere Auswirkungen für Altdorf und den Kanton Uri:
- Direkte Arbeitsplatzschaffung: Das Baufeld 11 bietet Platz für rund 140 Beschäftigte, was das lokale Angebot an Arbeitsplätzen stärkt.
- Diversifizierung der Nutzung: Durch die geplanten Bildungs- und Beherbergungsprojekte entstehen zusätzliche Angebote für Wirtschaft und Freizeit.
- Städtebauliche Nutzung einer letzten Landreserve: Mit zwölf Hektaren Gesamtfläche bleibt die Werkmatt Uri eine zentrale Entwicklungsachse für Altdorf.
Die Kombination aus Büro-, Gewerbe-, Bildungs- und Beherbergungsnutzungen kann die regionale Wertschöpfung erhöhen und die Attraktivität von Altdorf für Unternehmen und Pendler verbessern. Gleichzeitig stellt die stärkere Verdichtung Anforderungen an Infrastruktur, Erschliessung und Verkehrslösungen.
Ausblick und offene Fragen
Für die kommenden Jahre sind mehrere Etappen geplant: Nach dem begonnenen Erschliessungs- und Hochbauabschnitt folgen die Umnutzungsprojekte und Neubauten auf den benachbarten Baufeldern. Entscheidend bleiben Realisierungstermine, Vermietungsgrad der Flächen sowie die Abstimmung mit kantonalen und kommunalen Verkehrskonzepten. Laut der Projektbeschreibungen sind noch Mietflächen verfügbar, was für Interessenten Chancen eröffnet.
Die Werkmatt Uri bleibt damit ein zentrales Entwicklungsfeld für Altdorf und den Kanton Uri. Die laufenden und geplanten Bauvorhaben werden in den nächsten Jahren spürbare wirtschaftliche und städtebauliche Veränderungen in der Region mit sich bringen.