In den frühen Morgenstunden des Freitags hat sich auf der Autobahn A2 unmittelbar vor dem Südportal des Seelisbergtunnels ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Auto mit Urner Kontrollschildern geriet gegen 3 Uhr aus noch ungeklärten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit der Lüftungszentrale Büel beim Tunnelportal. Das Fahrzeug geriet in Vollbrand; die Insassin bzw. der Insasse verstarb noch an der Unfallstelle.
Schwere Schäden an der Tunnelinfrastruktur
Der Brand beschädigte die Tunnelanlage erheblich. Laut Aussagen des Bundesamts für Strassen (Astra) entstanden insbesondere an den elektrischen Anlagen grosse Schäden; zudem fiel die reguläre Stromversorgung des Tunnels aus. Erst als die Notstromversorgung stabilisiert werden konnte, gab Astra den Tunnel wieder frei. Der Betrieb wurde um 16 Uhr schrittweise wieder aufgenommen.
«Wir konnten den Tunnel erst wieder öffnen, als die Notstromversorgung stabil funktionierte und ein sicherer Betrieb gewährleistet war»,
sagte Gaudenz Oetterli, Mediensprecher von Astra.
Verkehrslage nach der Wiedereröffnung
Seit der Wiederinbetriebnahme ist der Tunnel in beiden Fahrtrichtungen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 60 befahrbar. In Richtung Süden sind die Schäden jedoch weiterhin umfangreicher; dort erfolgt der Verkehr noch einspurig. Astra kündigte an, dass ab Montag die detaillierte Schadensaufnahme sowie die Arbeiten zur definitiven Instandsetzung der Tunnelzentrale beginnen werden. Während dieser Arbeiten sei punktuell mit weiteren Einschränkungen zu rechnen.
- Zeit des Unfalls: ca. 3:00 Uhr am Freitagmorgen
- Folgen: Fahrzeugbrand, eine Tote, erhebliche Schäden an elektrischen Anlagen
- Wiederöffnung: teilweise geöffnet ab 16:00 Uhr, Tempo 60
- Weiteres Vorgehen: Schadensaufnahme und Reparaturbeginn am Montag
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Uri führen Ermittlungen zum genauen Unfallhergang. Zurzeit gebe es noch keine abschliessende Identifikation der verstorbenen Person, heisst es in ersten Mitteilungen. Die Behörden klären unter anderem, weshalb das Fahrzeug nach links von der Fahrbahn abkam und frontal in die Lüftungszentrale prallte.
Die umfangreichen Brandschäden und der Ausfall der Stromversorgung zeigen die Anfälligkeit von Tunnelinfrastruktur bei Fahrzeugbränden. Die vorläufige Öffnung nach Wiederherstellung der Notstromversorgung ermöglicht zwar den Verkehr, doch die vollständige Instandsetzung der betroffenen elektrischen Anlagen gilt als Voraussetzung für den dauerhaften und uneingeschränkten Betrieb.
Praktische Folgen für Verkehrsteilnehmende
Während der Sperrung kam es auf der A2 zu stundenlangen Rückstaus und Verkehrsbehinderungen in der Region. Verkehrsteilnehmende wurden gebeten, die Situation zu beachten und nach Möglichkeit alternative Routen zu nutzen. Sobald Astra und die Kantonspolizei weitere Einschränkungen bekanntgeben, soll dies über Verkehrsmedien kommuniziert werden.
| Fakt | Stand |
|---|---|
| Unfallzeitpunkt | ca. 03:00 Uhr |
| Personenschaden | 1 Todesopfer (Identifikation noch ausstehend) |
| Wiedereröffnung | Teilweise ab 16:00 Uhr, Tempo 60 |
| Weitere Arbeiten | Schadensaufnahme und Instandsetzung ab Montag |
Die Kantonspolizei Uri und Astra arbeiten zusammen, um einerseits die Ursachen des Unfalls zu klären und anderseits die technische Wiederherstellung der Tunnelsteuerung und -versorgung zu gewährleisten. Die Behörden betonten, dass der Tunnel erst dann normal betrieben wird, wenn sämtliche Sicherheits- und Versorgungseinrichtungen überprüft und instand gestellt sind.
WE NEWS wird über neue Erkenntnisse, Sperrungen oder Verkehrsbehinderungen im Zusammenhang mit den Reparaturarbeiten informieren, sobald die Behörden weitere Details veröffentlichen.