In der Nacht auf Freitag ist es auf der Autobahn A2 beim Seelisbergtunnel zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Gegen 03:00 Uhr verlor ein Auto mit Urner Kontrollschildern unmittelbar vor der Einfahrt in den Tunnel aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle, prallte frontal in die Infrastruktur des Tunnelportals und wurde danach in einen angrenzenden Technikraum geschleudert, wo es in Brand geriet und vollständig ausbrannte. Die Lenkerin oder der Lenker verstarb noch auf der Unfallstelle.
Rettungskräfte vor Ort — Tunnelbetrieb stark beschädigt
Die Kantonspolizei Uri führt die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Uri hat die Leitung der Untersuchung übernommen. Die Einsatzkräfte, darunter mehrere Feuerwehren, der Rettungsdienst des Kantonsspitals Uri, die Rega, das Care Team Uri sowie Mitarbeitende des Bundesamts für Strassen (Astra), waren vor Ort. Durch den Aufprall und das Feuer wurde die Betriebs- und Sicherheitsinfrastruktur des Seelisbergtunnels erheblich beschädigt.
In der Folge wurde der Tunnel in beide Richtungen gesperrt. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist derzeit noch unklar. Fachleute prüfen das Ausmass der Schäden und klären, welche Arbeiten nötig sind, um den regulären Betrieb wieder aufzunehmen.
Stau und Folgeunfall auf der A2
Wegen der Sperrung staute sich der Verkehr auf der A2. In der Folge bemerkte ein Autofahrer mit Waadtländer Kontrollschildern das Stauende zu spät und prallte ins Heck eines Fahrzeugs mit Zürcher Kontrollschildern. Bei diesem Auffahrunfall wurden insgesamt acht Personen verletzt, davon sechs leicht und zwei erheblich. Die beiden schwerverletzten Personen mussten mit der Rega ins Spital geflogen werden.
Die genauen Umstände des Erstunfalls sowie die Identität der verunfallten Person sind noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen, teilt die Kantonspolizei Uri mit.
Was bisher bekannt ist
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 03:00 Uhr | Erstaufprall vor Tunnelausfahrt, Fahrzeug gerät in Technikraum und brennt aus |
| Nachfolgend | Tunnel in beide Richtungen gesperrt; Fachteams prüfen Schäden |
| Später | Auffahrunfall im Stau mit 8 Verletzten; 2 Personen mit Rega ins Spital |
Ermittlungen laufen
Die Kantonspolizei Uri untersucht den Hergang des Unfalls. Zur Klärung werden unter anderem die Unfallspuren, das Fahrzeug sowie mögliche technische und medizinische Ursachen überprüft. Die Staatsanwaltschaft Uri führt die rechtlichen Abklärungen. Angaben zur Identität der verstorbenen Person lagen am Morgen noch nicht vor.
Auswirkungen auf den Verkehr und Hinweise für Reisende
Die Sperrung des Seelisbergtunnels führte zu starken Verkehrsbehinderungen auf der A2. Reisende werden gebeten, den Bereich grossräumig zu umfahren, wenn möglich die Reisezeit zu verschieben oder alternative Routen zu wählen. Genauere Verkehrsinfos und Hinweise zu Umleitungen werden von den zuständigen Stellen publiziert.
- Betroffene Strecke: A2 beim Seelisbergtunnel (Richtung Nord und Süd)
- Zeitpunkt: Nacht auf Freitag, gegen 03:00 Uhr
- Folgen: Tunnelbetrieb beschädigt, Sperrung in beide Richtungen, mehrere Verletzte bei Auffahrunfall
Weiteres Vorgehen
Experten des Astra und Spezialisten der betroffenen Dienste beurteilen den Schaden an der Tunneltechnik. Erst nach Abschluss dieser Abklärungen lässt sich abschätzen, wie lange der Tunnel nicht befahrbar sein wird und welche Reparatur- und Sicherheitsmassnahmen erforderlich sind. Die Kantonspolizei Uri bittet Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfall machen können, sich zu melden.
WE NEWS bleibt an der Sache dran und berichtet, sobald weitere offizielle Informationen vorliegen.