Im Gebiet des Sustenhorns bei Göschenen (UR) sind zwei vermisste Berggänger tot geborgen worden. Die Kantonspolizei Uri und die Staatsanwaltschaft führen Ermittlungen zum Unfallhergang, wie die Behörden am Donnerstagmorgen mitteilten.
Fakten zum Einsatz
Die Meldung über zwei vermisste Personen einging am Dienstag, 11. August, gegen 19:00 Uhr. Rettungskräfte suchten daraufhin das Gebiet ab. Im Rahmen eines Suchflugs sichtete ein Team zwei leblose Personen am Ostgrat des Sustenhorns.
- Zeitpunkt Meldung: Dienstag, 11. August, ca. 19:00 Uhr
- Sichtungen: Zwei leblos wirkende Personen am Ostgrat, entdeckt bei einem Suchflug
- Bergung: Wegen Nebel und einsetzender Dunkelheit erst in den frühen Morgenstunden des 12. August möglich
- Eingesetzte Organisationen: Rega, Alpine Rettung Schweiz, Care Team Uri, Kantonspolizei Uri, Staatsanwaltschaft Uri und ein privates Bestattungsunternehmen
Ablauf der Rettungsaktion
| Datum/Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| 11. August, ca. 19:00 | Meldung über zwei vermisste Berggänger |
| 11. August, Abend | Suchflug: Sichtung von zwei leblosen Personen am Ostgrat |
| 12. August, frühmorgens | Bergung der Personen (Wetterverhältnisse zuvor hinderlich) |
Wegen dichten Nebels und der hereinbrechenden Dunkelheit konnten die Einsatzkräfte die Bergung nicht sofort durchführen. Erst in den frühen Morgenstunden des 12. August war eine sichere Bergung möglich.
Ermittlungen
Die Kantonspolizei Uri untersucht den Hergang des Unglücks. Die Ermittlungen erfolgen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine weiteren Angaben zu Identität, Alter oder Nationalität der Verunglückten; nähere Details will die Staatsanwaltschaft bei Bedarf veröffentlichen.
Ort und Kontext
Das Sustenhorn liegt in den Urner Alpen an der Kantonsgrenze zu Bern und erreicht eine Höhe von rund 3'503 Metern über Meer. Der Gipfel ist im Sommer ein häufig begangener Stützpunkt für Hochtouren. Die alpinen Verhältnisse können rasch wechselhaft werden; Sicht- und Wetterverschlechterungen stellen wiederholt ein Risiko dar.
Im Einsatz stehende Organisationen
Am Einsatz beteiligt waren unter anderem:
- Rega (Rettungsflugwacht)
- Alpine Rettung Schweiz
- Care Team Uri
- Kantonspolizei Uri und Staatsanwaltschaft Uri
- Ein privates Bestattungsunternehmen
Die Behörden betonen, dass die genaue Unfallursache noch nicht geklärt ist. «Der Unfallhergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen», hiess es in der Mitteilung.
«Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, welche durch die Kantonspolizei Uri unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri erfolgen.»
Hinweise und Prävention
Die Umstände zeigen erneut die Gefährdungslage bei alpinen Touren: Schlechtes Wetter, Nebel und frühe Dunkelheit erschweren Rettungs- und Bergungsarbeiten massiv. Die Kantonspolizei und Bergrettungsorganisationen rufen Berggänger dazu auf, Routen, Ausrüstung und Wetterprognosen sorgfältig zu prüfen und bei Unsicherheit auf Touren in hochalpinem Gelände zu verzichten.
Die Kantonspolizei Uri sammelt Erkenntnisse zum Hergang und wird über Ergebnisse informieren, sobald sich daraus belastbare Aussagen ableiten lassen.