Ein seit Montag vermisster Bergsteiger ist am Mittwoch in der Region des Zinalrothorns bei Zermatt tot aufgefunden worden. Die Leiche lag auf dem Mountet-Gletscher. Ein Notarzt, der mit einem Helikopter der Air Zermat zum Fundort geflogen wurde, stellte den Tod fest. Die Kantonspolizei Wallis veröffentlichte die Informationen in einer Mitteilung, in der auch auf laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hingewiesen wird.
Abgang vom Normalplan: einer setzt Aufstieg allein fort
Gemäss Mitteilung verliessen zwei Bergsteiger am Montag die Rothornhütte mit dem Ziel, das Zinalrothorn zu besteigen. Während sich die Wetterverhältnisse verschlechterten, brach einer der beiden den Aufstieg ab. Sein Begleiter setzte den Aufstieg alleine fort und kehrte nicht zum Treffpunkt zurück. Daraufhin alarmierte der wartende Bergsteiger den Rettungsdienst.
Die Suche führte schliesslich auf den Mountet-Gletscher, wo der Vermisste am Mittwoch entdeckt wurde. Die formelle Identifikation des Verstorbenen war laut Mitteilung am Freitag noch im Gang. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet, um die genauen Umstände des Bergunglücks zu klären.
Rettungseinsatz und Abläufe
Beim Einsatz waren Rettungskräfte und ein Notarzt im Einsatz, die per Helikopter der Air Zermat zum Auffindungsort geflogen wurden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen. Zu weiteren Details — etwa zum Gesundheitszustand vor Ort, möglichen Absturzspuren oder technischen Befunden — machte die Polizei bisher keine Angaben.
- Ort: Zinalrothorn / Mountet-Gletscher (Nähe Zermatt, Kanton Wallis)
- Zustand Fund: Leiche am Mittwoch entdeckt; Tod festgestellt
- Rettung: Einsatz mit Helikopter der Air Zermat, Notarzt an Bord
- Ermittlungen: Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung ein; Identifikation noch pendent
Zeitleiste des Vorfalls
| Tag | Ereignis |
|---|---|
| Montag | Zwei Bergsteiger verlassen die Rothornhütte mit Ziel Zinalrothorn; einer bricht Abstieg/Aufstieg ab, der andere setzt fort |
| Folgetag | Begleiter alarmiert Rettungsdienst, als sein Kollege nicht zurückkehrt |
| Mittwoch | Leiche auf Mountet-Gletscher gefunden; Notarzt im Helikopter bestätigt Tod |
| Freitag | Polizeimitteilung: Identifikation noch im Gang; staatsanwaltschaftliche Untersuchung eröffnet |
Hintergrund: Gefahren in hochalpinem Gelände
Das Zinalrothorn zählt zu den klassischen Gipfeln im Wallis und zieht erfahrene Bergsteiger an. Hochalpine Touren im Bereich von Gletschern und Firnfeldern bergen zahlreiche Gefahren: Wetterschwankungen, versteckte Spalten, Lawinen oder Sturzgefahren auf steilem Gelände. Alleinstehende Fortsetzungen eines Aufstiegs erhöhen das Risiko zusätzlich, da niemand unmittelbar Hilfe leisten oder Veränderungen der Verhältnisse beobachten kann.
Die Walliser Rettungs- und Einsatzorganisationen rücken immer wieder zu Bergungen aus. Helikopterflüge ermöglichen rasche Rettung und medizinische Abklärung, sind aber von Sicht- und Wetterbedingungen abhängig. Die Staatsanwaltschaften untersuchen nach Todesfällen routinemässig, ob ein Unglückshergang, eine externe Ursache oder ein technisches Versagen vorlag.
Was nun?
Die Kantonspolizei hat die Bevölkerung nicht zu speziellen Massnahmen aufgerufen; betreffend alpine Aktivitäten gilt weiterhin, die Wetterprognosen und lokalen Hinweise zu beachten, Touren dem eigenen Können anzupassen und möglichst nicht alleine in schwierigem Gelände unterwegs zu sein. Sobald die Behörden weitere Informationen zur Identität und zu den Umständen bekanntgeben, werden sie voraussichtlich veröffentlicht.
Der aktuelle Vorfall erinnert an die Fragilität menschlicher Unternehmungslust in den Bergen: Die alpinen Routen im Wallis bieten Erfahrung, Schönheit und Risiko zugleich. Die laufende staatsanwaltschaftliche Untersuchung soll Klarheit schaffen und gegebenenfalls Lehren für künftige Einsätze und Sicherungsmassnahmen liefern.
Weitere Angaben zur Person des Verstorbenen oder genauere Ursachen wurden von der Polizei bis zur abschliessenden Identifikation und Untersuchung nicht publiziert.