Ein schwerer Brand hat in der Nacht in Thusis (Kanton Graubünden) ein Restaurant mit darüberliegenden Wohnungen vollständig zerstört. Mindestens fünf Personen werden vermisst, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Die Löscharbeiten dauern an.
Ausgangslage und Einsatz
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im zweiten Stock des Gebäudes aus. Durch die starke Beschädigung des Treppenhauses kam es zum Einsturz, weshalb Feuerwehrleute das Dach mit einem Kran öffnen mussten, um an schwer zugängliche Bereiche zu gelangen und weiter löschen zu können. Rund 100 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren waren vor Ort im Einsatz.
Die Arbeiten dauern noch an.
Betroffene und Versorgung
Insgesamt konnten laut Mitteilung 14 Personen das Gebäude verlassen. Davon wurden acht Personen verletzt, zwei von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Die betroffenen Personen wurden notfallmedizinisch durch Teams der Rettungen Mittelbünden, Chur, Schiers und Surselva sowie eine Rega-Crew versorgt und in die Spitäler in Chur, Thusis, Ilanz und Zürich gebracht.
Für die Betreuung von Betroffenen, Angehörigen und Einsatzkräften ist das Careteam Grischun mit vier Fachpersonen vor Ort. Die Gemeinde Thusis hat eine Unterkunft und Verpflegung für die Betroffenen organisiert.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Kantonspolizei Graubünden führt die Untersuchungen zur Brandursache zusammen mit der Staatsanwaltschaft. Eine Sprecherin erklärte, die Arbeiten vor Ort und die Abklärungen dauerten an; sie rechnet mit mehreren Tagen, bis weitere Erkenntnisse vorliegen.
Auswirkungen vor Ort
Die Szenerie in Thusis ist von grossen Materialschäden und starken Rauchspuren geprägt. Der Einsturz des Treppenhauses erschwerte die Einsatzarbeit und erforderte Spezialgerät. Die Sperrung von Bereichen rund um das Objekt sowie die andauernden Sicherungs- und Untersuchungsarbeiten werden die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner in den kommenden Tagen prägen.
- Evakuierte Personen: 14
- Verletzte: 8 (davon 2 schwer)
- Vermisste: 5
- Einsatzkräfte: rund 100
- Betreuende Fachpersonen (Careteam Grischun): 4
| Kategorie | Anzahl |
|---|---|
| Evakuierte Personen | 14 |
| Verletzte | 8 (2 schwer) |
| Vermisste | 5 |
| Einsatzkräfte | ~100 |
Was jetzt wichtig ist
Die Ermittlungen zur Brandursache sind zentral. Für Angehörige und Betroffene steht die Betreuung durch spezialisierte Teams und die Gemeindeorganisation sicher. Die Behörden bitten die Bevölkerung, den Einsatzkräften vor Ort den Raum zu lassen und Medienanfragen an die Kantonspolizei zu richten, damit die Arbeit der Rettungskräfte nicht behindert wird.
Weitere Informationen sollen folgen, sobald die Polizei und die Staatsanwaltschaft Ergebnisse ihrer Untersuchungen vorlegen können. Bis dahin bleiben die unmittelbaren Bereiche um das betroffene Gebäude abgesperrt.
Die Lage in Thusis zeigt einmal mehr, wie schnell sich Wohn- und Geschäftsgebäude in innerörtlichen Lagen zu Gefahrenorten entwickeln können. Die kommenden Tage werden klären, wie viele Personen noch vermisst sind und wie gross das materielle wie auch emotionale Ausmass für die Betroffenen ist.
Die Redaktion von WE NEWS hält Sie über neue Erkenntnisse aus Thusis auf dem Laufenden.