Der HC Davos hat mit dem Kanadier Frédéric Allard einen erfahrenen Verteidiger verpflichtet. Der 28-jährige gebürtige Quebecer soll das Defensivspiel ergänzen und gleichzeitig für zusätzliche Offensivimpulse von der blauen Linie sorgen. Der Transfer verbindet nationale Traditionen des Bündner Klubs mit internationaler Erfahrung aus Nordamerika und Schweden.
Stationen in Nordamerika und Schweden
Allard wurde 2016 von den Nashville Predators gedraftet und sammelte vor allem in der AHL Spielpraxis. Zu seinen Stationen in Nordamerika gehörten die Teams aus Milwaukee, die Chicago Wolves und die Ontario Reign. Auch Einsatzminuten in der NHL für die Montreal Canadiens sind Teil seiner Laufbahn. Die letzten drei Jahre verbrachte Allard beim schwedischen Klub Lulea HF, wo er in seiner zweiten Saison den Meistertitel gewann.
| Jahr/Periode | Club | Land/Liga |
|---|---|---|
| 2016 (Draft) | Nashville Predators | USA (NHL) |
| - | Milwaukee, Chicago Wolves, Ontario Reign | USA (AHL) |
| - | Montreal Canadiens | Kanada/USA (NHL) |
| Letzte 3 Jahre | Lulea HF | Schweden |
Spielanlage und Rolle in Davos
Allard beschreibt sich als puckführenden Verteidiger, der sich gerne ins Angriffsspiel einschaltet und das Offensivspiel seines Teams mit Zuspielen eröffnet. Er sagt von sich, dass er nicht primär als Torschütze auftritt, sondern Wert auf gute Vorlagen und Spielaufbau legt. Diese Qualitäten könnten dem HCD insbesondere bei Überzahl- und Spielaufbau-Situationen zugutekommen.
- Erfahrung in NHL- und AHL-Umfeld
- Meistertitel mit Lulea HF in Schweden
- Selbstcharakterisierung: puckführender Verteidiger, spielgestaltend
In Davos hat Allard laut Klubangaben bereits erste Eindrücke gesammelt und sich gut eingelebt. Er lobt das Teamklima und den Alltag in der Bündner Landschaft, verweist aber auch mit einem Augenzwinkern auf klimatische Unterschiede zu seinen bisherigen Stationen: "
Jeden Tag schien die Sonne, was etwas anderes ist als das, was ich gewohnt bin." Auch gemeinsame Aktivitäten abseits des Eises, etwa ein Golf-Ausflug mit Teamkollegen, hätten ihm geholfen, sich rasch zu integrieren.
Persönliches und Kabinenkultur
Aus dem persönlichen Bereich bringt Allard einen Spitznamen mit, der in der Kabine wohl rasch Anklang finden wird. Seit rund zehn Jahren rufen Freunde und Familie ihn Beach oder Beacher. Zur Entstehung des Namens führt Allard an, dieser sei während gemeinsamer Trainingseinheiten mit einem Freund aufgekommen und seither gebräuchlich. Er sagt dazu: "
Seitdem nennen mich einfach alle meine Kumpels und meine Familie zu Hause Beach oder Beacher."
Sportlich bleibt abzuwarten, wie schnell sich Allard an die Spielweise in der National League anpasst und welche Rolle ihm der Trainer im Saisonverlauf zuteilt. Seine bisherige Laufbahn zeigt jedoch, dass er über Anpassungsfähigkeit und internationale Erfahrung verfügt, was für einen Klub wie den HCD wertvoll sein kann.
Für die lokale Fangemeinde ist die Verpflichtung ein klares Signal, dass Davos weiterhin international agiert und Talente mit unterschiedlichem Hintergrund in die Bündner Mannschaft holt. Ob Allard mit seinem Spielstil und seiner Erfahrung tatsächlich zu einer neuen Erfolgsgeschichte im Trikot des HCD beiträgt, werden die kommenden Wochen und Spiele zeigen.