Im Val Roseg bei Pontresina hat sich am Samstagnachmittag ein schwerer Unfall mit einer Kutsche ereignet. Dabei kam eine Person ums Leben, weitere zwölf Personen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Bündner Kantonspolizei bestätigte den Vorfall am Sonntag und leitete Ermittlungen zur Unfallursache ein.
Unfallhergang und Rettungseinsatz
Der Unfall passierte während eines Ausflugs einer rund 60-köpfigen Reisegruppe, die sich aus zwei Gespannen zusammensetzte. Jedes Gespann bestand aus einer Kutsche mit zwei angehängten Personenanhängern. Eines der Gespanne geriet auf einer leicht abfallenden Strasse vom Weg ab und prallte gegen einen Baum.
Der Vorfall löste einen grossen Rettungseinsatz aus. Vor Ort standen unter anderem zwei Helikopter, mehrere Ambulanzen und ein Care-Team im Einsatz. Die Verletzten wurden auf verschiedene Spitäler im Kanton Graubünden verteilt; Angaben zu einzelnen Spitälern nannte die Polizei zunächst nicht.
Rolle der Kantonspolizei und weitere Abklärungen
Die Bündner Kantonspolizei nahm die Ermittlungen auf und kündigte an, später weitere Informationen zu liefern. Zu den genauen Umständen, die zum Herauskommen des Gespanns vom Weg führten, machte die Polizei zunächst keine Angaben. Ob technische Mängel, Fahrfehler, Wegbedingungen oder andere Faktoren eine Rolle spielten, wird Gegenstand der Untersuchungen sein.
Betroffene Gruppe und Folgen
Die Reisegruppe war nach Angaben der Einsatzkräfte auf Ausflug im Oberengadin unterwegs. Nach dem Unfall brachte die Polizei den verbleibenden Teil der Gruppe nach Pontresina. Die lokale Gemeinschaft reagierte betroffen: Das Val Roseg ist ein beliebtes Ziel für Wandernde und Kutschfahrten und Teil der touristischen Infrastruktur der Region.
- Betroffene Personen: 1 Tote, 12 Verletzte (davon 2 schwer)
- Rettungsmittel: 2 Helikopter, mehrere Ambulanzen, Care-Team
- Ort: Val Roseg, Gemeinde Pontresina, Kanton Graubünden
Kontext: Val Roseg und touristische Bedeutung
Das Rosegtal erstreckt sich von Pontresina Richtung Süden und ist von markanten Gipfeln wie Piz Glüschaint und Piz Roseg umgeben. Das Tal gehört zu den naturnahen Zielen im Oberengadin und wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen frequentiert. Kutschfahrten gehören zum touristischen Angebot, insbesondere in Sommermonaten, wenn Wandernde und Ausflügler das Tal besuchen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Personen in Reisegruppe | Rund 60 |
| Gespanntyp | Kutsche mit zwei Personenanhängern (pro Gespann) |
| Rettungsmittel vor Ort | 2 Helikopter, mehrere Ambulanzen, Care-Team |
Was jetzt wichtig ist
Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen übernommen. Für die Angehörigen und die betroffenen Gäste bleibt die Frage der weiteren Betreuung wichtig: Die medizinische Versorgung der Verletzten sowie die psychosoziale Betreuung der Überlebenden und Mitreisenden sind zentrale Aufgaben der Einsatzorganisationen. Zudem wird geprüft, ob das Angebot von Kutschfahrten in der Region zusätzliche Sicherheitsauflagen benötigt.
Die Bündner Behörden werden zu einem späteren Zeitpunkt genauere Angaben zur Unfallursache und zur Identität der Betroffenen machen. Bis dahin bitten Polizei und Rettungsdienste, Spekulationen zu vermeiden, um die Arbeit der Ermittler nicht zu beeinträchtigen und die Privatsphäre der Betroffenen zu wahren.
Der Vorfall erinnert daran, dass Ausflugsformen, die in malerischer Landschaft stattfinden, auch Risiken bergen. Die kommenden Tage werden zeigen, welche Lehren aus dem Unfall gezogen werden können, um ähnliche Tragödien künftig zu verhindern.
Dieser Bericht basiert auf den Mitteilungen der Bündner Kantonspolizei und ersten Lageberichten der Einsatzkräfte.