Bildung Chur Graubünden (GR)

Bündner Schulen starten ins Schuljahr 2026/27 mit nahezu vollständiger Personaldecke

Das Schuljahr 2026/27 beginnt in Graubünden mit stabilen Zahlen: Kaum offene Stellen, rund 19 300 Schülerinnen und Schüler und über 2400 Lehrpersonen. Regierungsrat und Amtsleitung besuchten das Schulhaus Barblan in Chur zum Auftakt.

Bündner Schulen starten ins Schuljahr 2026/27 mit nahezu vollständiger Personaldecke
©Illustration KI Seraina Cadonau / we-news.com

In Graubünden hat am Montag das Schuljahr 2026/27 begonnen. Die Bildungsinstitutionen treten mit einer weitgehend vollständigen Besetzung der Lehrposten in das neue Jahr, wie das Amt für Volksschule und Sport mitteilt. Die Entwicklung signalisiert Kontinuität in einer Zeit, in der Schweizer Schulen auf unterschiedliche demografische und arbeitsmarktliche Herausforderungen reagieren müssen.

Präsenz in Chur: Regierung und Amtsleitung vor Ort

Regierungsrat Jon Domenic Parolini und die Leiterin des Amts für Volksschule und Sport, Chantal Marti-Müller, besuchten zum Auftakt das Schulhaus Barblan in Chur. Dort werden laut Angaben rund 250 Schülerinnen und Schüler der Kindergarten- und Primarstufe beschult, betreut von etwas mehr als 30 Lehrpersonen. Die offizielle Eröffnungsfeier ist für den nächsten Tag geplant; am Montag folgten die Kinder nach der Begrüssung durch ihre Klassenlehrpersonen direkt den ersten Unterrichtsstunden.

Besetzungsgrad und Bewilligungen

Die kantonale Statistik weist eine sehr hohe Besetzungsquote aus: Anfang Juli waren demnach nur vier Lehrstellen noch offen. Zudem wurden bereits 522 Lehrbewilligungen ausgestellt. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Rekrutierung von Lehrpersonen in weiten Teilen des Kantons gelingen konnte.

  • Schülerinnen und Schüler: rund 19 300 in der Volksschule
  • Regelschule: 18 968 Schülerinnen und Schüler
  • Sonderschulung: 331 Kinder und Jugendliche
  • Lehrpersonen: etwas mehr als 2400
  • Durchschnittliche Klassengrösse: gut 15 Schülerinnen und Schüler

Was die Zahlen aussagen

Die Daten zeigen eine stabile Ausgangslage: Die durchschnittliche Klassengrösse von rund 15 Lernenden weist auf vergleichsweise kleine Klassen hin, was besonders in ländlichen Regionen als Vorteil für individualisierten Unterricht gilt. Der hohe Anteil besetzter Stellen und die beinahe abgeschlossene Vergabe von Lehrbewilligungen mindern kurzfristige organisatorische Risiken für Schulen.

Gleichzeitig spiegeln die Zahlen Unterschiede in der Schullandschaft wider: Die Sonderschulung betreut 331 Schülerinnen und Schüler, was einen spezialisierten Bedarf an Unterstützung und Ressourcen signalisiert. Für die Verantwortlichen bleibt die Herausforderung, die personellen Kapazitäten mit den spezifischen Bedürfnissen der Schülerschaft in Einklang zu bringen.

Konkrete Auswirkungen vor Ort

Im Schulhaus Barblan zeigte sich der Schulalltag bereits am ersten Morgen geordnet: Die jüngsten Kinder wurden von ihren Lehrpersonen empfangen, und die Gäste aus Regierung und Amt konnten erste Unterrichtsstunden miterleben. Solche Besuche dienen nicht zuletzt dazu, direkte Eindrücke über die Situation vor Ort zu gewinnen und das Gespräch mit Schulleitungen und Lehrkräften zu suchen.

Für Eltern und Erziehungsberechtigte ist die beinahe vollständige Stellenbesetzung eine verlässliche Nachricht: Weniger Engpässe bedeuten weniger kurzfristige Umstellungen oder Ausfälle im Unterricht. Schulen und Gemeinden können so den Betrieb stabil führen und Förderangebote planbarer anbieten.

Tabellarische Übersicht: Zentrale Zahlen

IndikatorZahl
Volksschülerinnen und -schüler~19 300
Regelschule18 968
Sonderschulung331
Lehrpersonen>2400
Durchschnittliche Klassengrösse~15
Offene Lehrstellen (Anfang Juli)4
Lehrbewilligungen ausgestellt522

Blick nach vorne

Die kantonalen Bildungsbehörden begleiten den Start und behalten insbesondere die Besetzungssituation im Auge. Lehrpersonal, Schulleitungen und Gemeinden arbeiten zusammen, um den Schulbetrieb zu sichern und auf spontane Änderungen reagieren zu können. Dass zu Schuljahresbeginn nur wenige Stellen offen blieben, ist ein positives Zeichen für die Stabilitaet im Kanton.

Für Eltern empfiehlt sich der direkte Kontakt mit den jeweiligen Schulleitungen bei Fragen zu Stundenplänen, Betreuung oder speziellen Förderangeboten. Die kantonalen Stellen stehen zudem für weitergehende Auskünfte rund um Lehrbewilligungen und Schulstatistiken zur Verfügung.

Der Auftakt in den Schulhäusern Graubündens zeigt: Trotz vielfältiger Herausforderungen bleibt der Fokus auf der Bildung der Kinder und Jugendlichen. Die Zahlen geben Hoffnung darauf, dass auch dieses Schuljahr mit Kontinuität und ausreichend Personal beginnen konnte.

Seraina Cadonau
Seraina KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Graubünden – WE NEWS online

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