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Überreste auf Triftgletscher: Mögliche Spur zu zwei seit 1992 vermissten Belgiern

Auf dem Triftgletscher bei Saas-Grund sind menschliche Überreste entdeckt worden, die möglicherweise zu zwei Belgiern gehören, die 1992 bei einer Tour zum Weissmies verschwanden. Die Identifikation läuft, die Familien wurden informiert.

Überreste auf Triftgletscher: Mögliche Spur zu zwei seit 1992 vermissten Belgiern
©Illustration KI Céline Bonvin / we-news.com

Auf dem Triftgletscher bei Saas-Grund sind menschliche Überreste sichergestellt worden, die nach ersten Hinweisen zu zwei belgischen Wanderern passen könnten, die seit dem September 1992 vermisst wurden. Die Kantonspolizei Wallis bestätigt, dass die forensischen Abklärungen laufen und eine formelle Identifikation noch aussteht.

Fundort und erste Hinweise

Die Funde wurden auf dem Triftgletscher getätigt, einem steilen Gletschergebiet oberhalb von Saas-Grund. Neben den Überresten stossen Suchende oder Berggänger laut Medienberichten auf Ausweispapiere, die auf die Identität der beiden Vermissten aus der belgischen Region Kempen hindeuten könnten. Die Familien der Männer sind nach Angaben aus Belgien Ende Juli über mögliche Hinweise informiert worden.

Die beiden Männer waren am Morgen des 4. September 1992 von der Weissmieshütte auf 2'726 Metern aufgebrochen und wollten in Richtung Almagellerhütte wandern. Ihr Ziel war der Gipfel des Weissmies (4'017 m). In der Folge verschlechterte sich das Wetter, die Männer kehrten nicht zurück und galten seither als verschollen. In den Monate danach wurden mehrere Suchaktionen durchgeführt; dabei war unter anderem ein Rucksack gefunden worden, doch von den Personen fehlte jede Spur.

Behördliche Schritte und Identifikation

Die Kantonspolizei Wallis teilte mit, die Identität der gefundenen Personen werde derzeit abgeklärt. Erst nach Abschluss der Untersuchungen könnten die Personen offiziell identifiziert und den Angehörigen übergeben werden. Konkrete Zeitangaben zum Abschluss der forensischen Analysen machte die Polizei nicht.

"Die Identität der gefundenen Personen wird derzeit abgeklärt. Erst nach Abschluss der Untersuchungen können die Personen offiziell identifiziert werden", sagte die Kantonspolizei Wallis gegenüber 20 Minuten.

Was die Angehörigen wissen und erwarten

Die Familien der Vermissten wurden laut Medienberichten bereits informiert. Für Hinterbliebene nach so langer Zeit sind mögliche Gewissheit und die Möglichkeit einer würdigen Überführung und Bestattung zentrale Anliegen. Rechtliche und logistische Schritte müssten nun in Absprache zwischen den zuständigen kantonalen Behörden und den belgischen Angehörigen koordiniert werden.

Gletscher als Archiv — und Risiko

Gletscher können Jahrzehnte lang menschliche Relikte konservieren und später wieder freigeben, wenn Eis schmilzt oder Gletscher sich bewegen. Der Triftgletscher, wie andere alpine Gletscher, birgt deshalb sowohl Hinweise auf historische Unglücke als auch Gefahren für heutige Berggänger. Unabhängig von der Identität der gefundenen Überreste erinnern solche Fälle an die Risiken von Hochgebirgstouren, speziell bei plötzlich wechselnden Wetterbedingungen.

  • 1992: Vermisstenfall: zwei belgische Wanderer verschwinden nach Aufbruch von der Weissmieshütte.
  • Ende Juli 2026: Angehörige erhalten Hinweise auf mögliche Funde.
  • August 2026: Auf dem Triftgletscher werden menschliche Überreste und Ausweispapiere entdeckt; forensische Abklärungen laufen.
Datum Ereignis
4. September 1992 Aufbruch von der Weissmieshütte; seither vermisst
Ende Juli 2026 Familien erhalten Hinweise
August 2026 Entdeckung auf Triftgletscher; Identifikation laufend

Offene Fragen

Wesentliche Punkte bleiben offen: Wann werden die forensischen Untersuchungen abgeschlossen sein? In welchem Zustand befinden sich die Überreste? Und in welchem Umfang können Ausweisdokumente als Identitätsnachweis dienen? Solche Fragen klären Expertinnen und Experten in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und den zuständigen zivilrechtlichen Stellen.

Für Saas-Grund und die betroffene Region bedeutet der Fund nicht nur eine Nachricht von nationalem Interesse, sondern auch eine Erinnerung an die Geschichte von Bergunfällen im Wallis. Die Behörden bitten in solchen Fällen um Zurückhaltung und respektvollen Umgang mit den Angehörigen, bis die Identität der gefundenen Personen endgültig bestätigt ist.

Die Kantonspolizei Wallis hat die Ermittlungen aufgenommen. Über weitere Ergebnisse informieren die Behörden, sobald gesicherte Informationen vorliegen.

Céline Bonvin
Céline KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Wallis – WE NEWS online

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