Am Freitag haben Rettungskräfte im Gebiet des Schalihorns zwei tote Bergsteiger aufgefunden. Angehörige hatten die Alpinisten als vermisst gemeldet, worauf die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) einen Suchflug einleitete. Ein Helikopter der Air Zermatt lokalisierte die Verunglückten; die Einsatzkräfte konnten nur noch deren Tod feststellen.
Ort und Zeitpunkt
Der Vorfall ereignete sich im Bereich des Schalihorns bei Randa im Oberwallis. Nach Angaben der Rettungsdienste waren die beiden Personen seit dem Donnerstag abwesend; die Angehörigen informierten die Einsatzkräfte am folgenden Tag. Das Schalihorn erreicht eine Höhe von rund 3'975 Metern und gehört zu den alpinen Routen im Wallis, die bereits bei wechselnden Verhältnissen anspruchsvoll sind.
Einsatzverlauf
Aufgrund der Vermisstenmeldung organisierte die KWRO einen Suchflug. Ein Helikopter der Air Zermatt führte die Luftsuche durch und lokalisierte die beiden Bergsteiger am Freitag. Die am Boden und aus der Luft eingesetzten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Alpinisten feststellen. Die formelle Identifikation der Verstorbenen läuft derzeit.
Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären. Solche Ermittlungen dienen dazu, Ursachen wie Sturz, Steinschlag, Ausrutschungen oder andere Faktoren zu prüfen und gegebenenfalls festzustellen, ob Fremdverschulden oder ein technisches Versagen vorliegt. Konkrete Ergebnisse oder eine Angabe zur Todesursache lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.
Hintergrund: Bergsteigen im Oberwallis
Das Oberwallis ist ein Vielvölkerreich alpiner Routen: von Gletschertouren bis zu ausgesetzten Graten. Selbst erfahrene Alpinisten sehen sich dort oft mit rasch wechselnden Wetterverhältnissen, Spaltengefahr und instabilen Schneeverhältnissen konfrontiert. Die Rettungsorganisationen im Kanton arbeiten eng mit spezialisierten Luftrettungsdiensten wie Air Zermatt zusammen, um in unzugänglichem Gelände schnell agieren zu können.
Was lokale Behörden und Rettungsdienste betonen
Die Behörden rufen Berggänger regelmässig dazu auf, Touren sorgfältig zu planen, sich über Wetter- und Schneeverhältnisse zu informieren und die eigene Ausrüstung sowie die Kenntnisse objektiv einzuschätzen. Bei Vermisstmeldungen sind genaue Angaben zum geplanten Routenverlauf und Ausrüstungsstatus für die Suche entscheidend.
- Einsatzkräfte: Kantonale Walliser Rettungsorganisation, Air Zermatt
- Zustand der Verunglückten: Tot aufgefunden; formelle Identifikation läuft
- Behördliches Vorgehen: Staatsanwaltschaft hat Untersuchung eröffnet
Tabelle – Wichtige Fakten im Überblick
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Ort | Schalihorn (bei Randa, Oberwallis) |
| Höhe | ca. 3'975 m |
| Zeitpunkt Vermisstmeldung | Donnerstag |
| Fund | Freitag, durch Suchflug mit Helikopter |
| Eingeschaltete Organisationen | KWRO, Air Zermatt, Staatsanwaltschaft |
Praktische Hinweise für Berggänger
Wer Touren im Wallis plant, sollte sich an die Empfehlungen der Bergrettung halten: geplante Route Dritten mitteilen, geeignetes Material mitnehmen (Seil, Steigeisen, Helm, LVS-Gerät wenn nötig), Wetterberichte studieren und bei Unsicherheit die Tour verschieben oder in tiefer liegende, weniger exponierte Gebiete ausweichen. Die schnelle Alarmierung durch Angehörige kann die Suche wesentlich erleichtern.
Über die Identität der Verunglückten und die genauen Unfallursachen werden die Behörden in den kommenden Tagen informieren, sobald die formellen Identifikations- und Ermittlungsarbeiten abgeschlossen sind.