Die Kunst- und Kulturstiftung Uri erweitert ihr Förderangebot: Neu schreibt sie ein Recherche-Atelier sowie einen Nachwuchsförderpreis aus. Die Erweiterung ist möglich dank einer Subvention der Dätwyler-Stiftung, welche die zusätzlichen Gefässe mit bis zu 25'000 Franken unterstützt. Die regulären Vergaben – darunter das traditionelle Urner Werkjahr – werden auch 2026 wieder vergeben.
Neue Angebote und Zweck
Das Recherche-Atelier ermöglicht Kunst- und Kulturschaffenden einen mindestens vierwöchigen Aufenthalt ausserhalb ihres gewohnten Arbeitsumfelds. Für dieses Atelier kann ein Beitrag von bis zu 20'000 Franken beantragt werden. Der Nachwuchsförderpreis richtet sich an Absolventinnen und Absolventen, deren Abschluss nicht länger als fünf Jahre zurückliegt.
«Ziel der Förderung ist es, dass Kunst- und Kulturschaffende neue Impulse erhalten und sich ausserhalb des gewohnten Lebensumfelds betätigen können», so Ralph Aschwanden, Geschäftsführer der Kunst- und Kulturstiftung Uri.
Bewerbungsvoraussetzungen und Vergabeverfahren
Wie in den bisherigen Ausschreibungen gilt: Anspruchsberechtigt sind Kunst- und Kulturschaffende, die seit mindestens drei Jahren in Uri wohnhaft sind oder früher während mindestens acht Jahren in Uri gelebt haben. Die Kunst- und Kulturstiftung schreibt das Urner Werkjahr seit 1982 jährlich aus; 2026 wird es zum 45. Mal vergeben. Das Werkjahr ist mit 20'000 Franken dotiert; zusätzlich werden Förderungs- und Projektbeiträge sowie neu das Recherche-Atelier und der Nachwuchsförderpreis vergeben.
Fristen, Auswahlkriterien und Präsentation
Die Bewerbungsfrist für alle Gefässe läuft bis am 1. Oktober 2026. Entscheidend für die Vergabe sind die eingereichte Dokumentation, der Leistungsausweis und die Präsentation geplanter oder bereits entstandener Arbeiten. Die ausgestellten Werke sollen im Haus für Kunst Uri gezeigt werden; die Auswahl trifft ein neunköpfiges Fachkuratorium.
Organisation und personelle Umstellung
Die Kunst- und Kulturstiftung Uri wird gemeinsam vom Kanton Uri und dem Kunstverein Uri getragen. Für die aktuelle Vergaberunde tritt Philipp Aregger erstmals als Präsident des Kuratoriums an und folgt damit auf Anja Wild. Das Kuratorium entscheidet über das Werkjahr, das Recherche-Atelier, den Nachwuchsförderpreis sowie die Förderungs- und Projektbeiträge.
Finanzielle Details
Die Dätwyler-Stiftung stellt für die neuen Gefässe maximal 25'000 Franken zur Verfügung. Insgesamt stehen damit zusätzliche Mittel zur Förderung lokaler Kulturprojekte bereit.
| Förderinstrument | Dotation (Fr.) |
|---|---|
| Urner Werkjahr | 20'000 |
| Recherche-Atelier (neu) | bis 20'000 |
| Nachwuchsförderpreis (neu) | Finanziert im Rahmen der maximal 25'000-Zuteilung der Dätwyler-Stiftung |
| Förderbeiträge | 4'000 bis 10'000 |
| Projektbeiträge | 2'000 bis 6'000 |
Was bedeutet das für Kulturschaffende in Uri?
Für lokale Künstlerinnen und Künstler eröffnet das Recherche-Atelier eine Möglichkeit, sich zeitlich und räumlich zu fokussieren und neue Arbeitsansätze zu entwickeln. Der Nachwuchsförderpreis schafft eine gezielte Anerkennung für junge Absolvierende und kann den Einstieg in die regionale Kulturszene erleichtern. Förderbeiträge und Projektbeiträge ergänzen das Angebot für unterschiedliche Phasen künstlerischer Tätigkeit.
- Bewerbungsfrist: 1. Oktober 2026
- Antragstellende: Seit mind. 3 Jahren in Uri wohnhaft oder früher mind. 8 Jahre dort gelebt
- Präsentation: Werke werden im Haus für Kunst Uri gezeigt
Die Neuerungen sind Teil einer langjährigen Fördertradition der Kunst- und Kulturstiftung Uri. Sie sollen die lokale Kulturszene stärken, Nachwuchstalente besser unterstützen und den kreativen Austausch fördern. Weitere Details zu Gesuchsvoraussetzungen und Einreichung bietet die Stiftung auf ihrer offiziellen Webseite.