Ausstellung verbindet lokale Perspektiven mit zeitgenössischer Kunst
Im Kunst(Zeug)Haus in Rapperswil-Jona ist derzeit die Ausstellung «wohin – woher – womit» zu sehen. Das Projekt richtet den Blick auf die Formen von Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit und setzt dabei bewusst auf die Mitwirkung von engagierten Menschen aus der Region. Die gemeinsame Arbeit von Institution und Beteiligten macht die Schau zu einem Ort des Austauschs zwischen Kunst und Alltag.
Partizipation als strukturelles Prinzip
Die Ausstellung wurde nicht allein kuratiert, sondern in enger Kooperation mit Personen aus Rapperswil-Jona und Umgebung entwickelt. Die lokalen Akteurinnen und Akteure wählten Werke aus, brachten eigene Perspektiven ein und haben Teile des Vermittlungsprogramms mitgestaltet. Dadurch prägen die Stimmen aus der Region den Inhalt und die Vermittlung wesentlich; Bedeutung entsteht hier im Dialog zwischen Ausstellung und Publikum.
"Wann waren Sie das letzte Mal in einem Museum, in dem Ihre Erfahrungen, Geschichten oder Perspektiven sichtbar wurden?"
Diese Frage, die die Ausstellung aufwirft, verlangt nach einer reflektierten Auseinandersetzung mit dem eigenen Erinnern und dem Platz, den persönliche und kollektive Geschichten in öffentlichen Räumen einnehmen. Die Schau lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich selbst in den gezeigten Arbeiten wiederzufinden oder neue Perspektiven kennenzulernen.
Künstlerische Vielfalt und lokale Zusammenarbeit
Gezeigt werden Werke von einer Reihe etablierter und regional relevanter Künstlerinnen und Künstlern. Zu den beteiligten Personen gehören unter anderem ALMA, Vincenzo Baviera, Ueli Berger, Biefer/Zgraggen, Reto Boller, Lis Kocher, Luo Mingjun, Barbara Mühlefluh, Niklaus Rüegg, Verena Sieber-Fuchs, Roman Signer, Paul Stöckli, Studer/van den Berg, Hugo Suter und Martina Vontobel. Diese Vielfalt an Positionen eröffnet unterschiedliche Zugänge zu den zentralen Fragestellungen der Ausstellung.
- Partizipative Entwicklung: Lokale Beteiligung an Auswahl und Vermittlung
- Dialograum: Austausch zwischen Kunstwerken, Betrachtenden und verschiedenen Lebensrealitäten
- Kooperationen: Zusammenarbeit mit regionalen Kulturorganisationen und Vereinen
Kooperative Partner aus der Region
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit mehreren regionalen Partnern. Dazu zählen artefix kultur und schule, IntegrArte, die Kunstfabrik Wetzikon, der Kurdische Kulturverein Rapperswil-Jona sowie die Einzelpersonen Olena Shliundt und Helen Zimmermann. Diese Kooperationen unterstreichen den gemeindeübergreifenden Charakter des Projekts und die Anbindung an lokale Initiativen.
| Künstlerinnen / Künstler | Rolle |
|---|---|
| ALMA | Teilnehmende Künstlerin |
| Vincenzo Baviera | Teilnehmender Künstler |
| Ueli Berger | Teilnehmender Künstler |
| Biefer/Zgraggen | Teilnehmende Künstler |
| Reto Boller | Teilnehmender Künstler |
| Lis Kocher | Teilnehmende Künstlerin |
| Luo Mingjun | Teilnehmender Künstler |
| Barbara Mühlefluh | Teilnehmende Künstlerin |
| Niklaus Rüegg | Teilnehmender Künstler |
| Verena Sieber-Fuchs | Teilnehmende Künstlerin |
| Roman Signer | Teilnehmender Künstler |
| Paul Stöckli | Teilnehmender Künstler |
| Studer/van den Berg | Teilnehmende Künstler |
| Hugo Suter | Teilnehmender Künstler |
| Martina Vontobel | Teilnehmende Künstlerin |
Für die Besucherinnen und Besucher von Rapperswil-Jona bietet die Ausstellung eine Gelegenheit, lokale Biografien und Sammelgeschichten in Beziehung zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen zu setzen. Die beteiligten Gruppen bringen Erfahrung aus Kulturvermittlung, Schule und zivilgesellschaftlichen Initiativen ein, wodurch Vermittlungsformate entstehen, die sich an verschiedene Zielgruppen richten.
Das Kunst(Zeug)Haus setzt mit diesem Projekt ein Zeichen für partizipative Kulturarbeit in der Region. Wer die Ausstellung besucht, betritt nicht nur eine Präsentation von Werken, sondern einen Raum, in dem Erinnerung verhandelt und Zugehörigkeit neu bedacht werden kann.