Die Delica AG stellt die Geschäftsleitung neu auf: Moritz Werner übernimmt per Anfang 2027 den Posten des CEO. Der Wechsel bedeutet Kontinuität innerhalb der Migros Industrie, denn Werner kommt aus den eigenen Reihen und kennt das Unternehmen seit vielen Jahren. Sein Vorgänger Thomas Gubler geht nach insgesamt 40 Jahren bei Migros und drei Jahren als CEO der Delica Ende 2026 in den Ruhestand.
Interne Nachfolge und strategische Kontinuität
Delica, die an mehreren Produktionsstandorten in der Schweiz tätig ist und zahlreiche Migros‑Eigenmarken entwickelt und produziert, setzt mit der internen Nachfolge auf Stabilität. Werner leitete zuletzt den Bereich Supply Chain & Operations (SCO) der Delica. Zuvor verantwortete er das internationale Geschäft und war massgeblich an der Entwicklung des Kaffee‑ und Schokoladengeschäfts beteiligt.
Die Leitung aus den eigenen Reihen signalisiert, dass die Unternehmensführung die bisher eingeschlagene Strategie fortführen will: Fokussierung auf integrierte Produktion für Migros‑Food‑Formate sowie eine klare Ausrichtung des Auslandgeschäfts auf wenige, langjährige Kunden.
Erfahrung und Werdegang von Moritz Werner
Werner bringt gemäss Mitteilung langjährige Erfahrung innerhalb der Migros Industrie mit. Vor seiner Zeit bei Delica war er als Berater im Consumer Goods & Retail Competence Center von Roland Berger tätig. Diese Kombination aus Beratungs‑ und Industrieerfahrung soll ihm helfen, operative Abläufe und internationale Kundengeschäfte weiterzuentwickeln.
- Letzte Funktion: Leitung Supply Chain & Operations (Delica)
- Frühere Aufgaben: Verantwortung internationales Geschäft, Ausbau Kaffee- und Schokoladensegmente
- Vor der Migros: Berater bei Roland Berger
Rückblick auf Gublers Amtszeit
Thomas Gubler prägte die Delica in den vergangenen Jahren wesentlich. Unter seiner Führung hat sich das Unternehmen als integrierte Produzentin für die Migros‑Food‑Formate konsolidiert. Er richtete das Auslandgeschäft bewusst auf wenige, dafür langjährige Kunden aus. Diese Strategie erwies sich nach Unternehmensangaben besonders erfolgreich bei den Nespresso‑kompatiblen Kaffeekapseln sowie im Schokoladensegment.
| Person | Rolle | Zeitraum / Angaben |
|---|---|---|
| Thomas Gubler | CEO Delica | 3 Jahre als CEO, 40 Jahre bei Migros; tritt Ende 2026 zurück |
| Moritz Werner | Designierter CEO | Führt SCO; früher Verantwortung internationales Geschäft; früher Berater bei Roland Berger |
Auswirkungen für Standorte und Mitarbeitende
Die Bekanntgabe der Nachfolge erfolgt ohne Hinweise auf Strukturveränderungen oder Standortschliessungen. Aus den vorliegenden Informationen geht hervor, dass Delica ihre Rolle als Produzentin für Migros‑Formate weiter stärken will. Für Mitarbeitende und regionale Lieferketten bedeutet dies primär Planungssicherheit und eine Fortsetzung der bisherigen Ausrichtung.
Weil Delica an mehreren Produktionsstandorten in der Schweiz aktiv ist, dürfte die Entscheidung auch für Zulieferer und Logistiker in der Ostschweiz relevant bleiben. Eine interne Nachfolge minimiert kurzfristige Brüche in der Geschäftsleitung und erleichtert die Fortführung laufender Projekte.
Branchenkontext
Die Nennung von Nespresso‑kompatiblen Kaffeekapseln und Schokolade deutet auf klare Absatzpfeiler hin, die Delica in den letzten Jahren zudem international positioniert haben. In einem stark konsolidierten Markt für Konsumgüter ist die Ausrichtung auf wenige, verlässliche Auslandskunden eine Strategie, die Risiko reduziert und langfristige Produktionsplanung erlaubt.
Für die Migros Industrie bleibt es wichtig, ihre integrierten Produktionspartner wie Delica stabil zu halten, um Eigenmarkenqualität, Lieferfähigkeit und Preiskontrolle sicherzustellen. Die interne Nachfolgeregelung ist aus dieser Perspektive ein Signal an Handelspartner und Märkte.
Der Wechsel an der Spitze wird per Anfang 2027 vollzogen; Thomas Gubler verabschiedet sich Ende 2026 in den Ruhestand. Weitere operative Details oder personelle Änderungen hat Delica bisher nicht kommuniziert.
Diese Nachfolgeregelung ist ein Beispiel für interne Karrierepfade innerhalb grosser Detailhandels‑ und Lebensmittelkonzerne und zeigt, wie Unternehmen in der Ostschweiz auf Kontinuität setzen, wenn es um zentrale Führungspositionen geht.