Ausgangslage und Ziel
Am 21. August 2026 wurde beim Nussbäumli in Altdorf ein neuer Holz‑Erlebnis‑Spielplatz offiziell eingeweiht. Der Spielplatz liegt auf einer Waldlichtung im Bannwald Altdorf und bietet laut den Initianten einen weiten Blick über den Urner Talboden. Er ersetzt das in die Jahre gekommene Spielangebot neben dem Restaurant und soll als Naherholungsort für Familien und Schulklassen dienen.
Trägerschaft und Partner
Die Initiative ging von der Jungen Wirtschaftskammer Uri aus, die das Projekt im Sinne eines sozialen Engagements realisierte. Als Grundeigentümerin stand die Korporationsbürgergemeinde Altdorf zur Seite; für die Holzverarbeitung und die praktische Umsetzung war der Holzkreislauf Uri involviert. Unterstützt wurde das Vorhaben durch Sponsoren, namentlich die Dätwyler Stiftung, die Korporation Uri sowie Hess Galabau. Nach Angaben der Projektverantwortlichen dauerte die Planung und Umsetzung rund zweieinhalb Jahre.
Ausstattung und Materialien
Der Spielplatz ist als Holz‑Erlebnis konzipiert. Zu den Hauptmerkmalen gehören:
- Holzkugelbahnen zur spielerischen Auseinandersetzung mit Mechanik und Bewegung
- Verschiedene Spielgeräte und Kletterbäume zum Bewegen und Erkunden
- Eine grosse Riesenrutsche
- Eine Informationstafel, die die Bedeutung des Bannwalds als Schutz‑, Lebens‑ und Erholungsraum erklärt
Bemerkenswert ist, dass die meisten Spielgeräte aus dauerhaftem lokalen Holz hergestellt wurden: Es handelt sich um Douglasien, die rund 120 Jahre alt sind und nur etwa 80 Meter vom Spielplatz im Bannwald gewachsen sind. Damit wird der Holzkreislauf in Uri sichtbar und greifbar gemacht.
Ökologie, Bildung und lokale Wertschöpfung
Die Projektverantwortlichen betonen den doppelten Nutzen: Der Spielplatz soll Kindern ein positives Walderlebnis vermitteln und zugleich die lokale Holznutzung fördern. Die Landesstatthalterin und Forstdirektorin hob bei der Eröffnung die Bedeutung der Kombination aus Pflege und Nutzung des Urner Waldes hervor. Sie sagte:
«Mit diesem Gemeinschaftsprojekt wurde im Sinne des Holzkreislaufs Uri ein attraktiver Spiel‑ und Begegnungsort geschaffen, der unsere Jugend zum Spielen und Lernen mit Holz animiert und den Kindern ein positives Walderlebnis vermittelt. Der Urner Wald braucht Pflege und Holznutzung, damit er sich verjüngt, stabil bleibt und auch die nächste Generation vor Naturgefahren schützt.»
Durch die Zusammenarbeit von lokalen Gewerbebetrieben und ihren Lernenden soll zudem die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Das Projekt ist damit sowohl Bildungs‑ als auch Beschäftigungsort für Lernende aus der Region.
Standort und Nutzung
Der Spielplatz befindet sich beim Nussbäumli, unmittelbar neben dem Restaurant und auf einer Waldlichtung. Die Lage macht ihn zu einem leicht erreichbaren Naherholungsziel für Familien und Ausflügler aus dem Tal. Die Kombination aus Spielangebot und Aussicht über den Talboden dürfte die Attraktivität des Standorts erhöhen.
| Rolle | Organisation |
|---|---|
| Projektinitiant | Junge Wirtschaftskammer Uri |
| Grundeigentümerin | Korporationsbürgergemeinde Altdorf |
| Umsetzung / Holzkreislauf | Holzkreislauf Uri |
| Sponsoren / Partner | Dätwyler Stiftung, Korporation Uri, Hess Galabau |
Ausblick und Bedeutung für Altdorf
Der neue Spielplatz ergänzt das Freizeit‑ und Bildungsangebot in Altdorf und setzt ein sichtbares Zeichen für lokale Kreislaufwirtschaft und Waldpflege. Als frei zugänglicher Ort kann er die Aufenthaltsqualität auf der Nussbäumli‑Lichtung steigern und Familien wie auch Schulklassen einen zusätzlichen Lernort bieten.
Langfristig wird sich zeigen, wie gut das Angebot angenommen wird und ob Folgeprojekte im Rahmen des Holzkreislaufs Uri entstehen. Für Altdorf ist der Holz‑Erlebnis‑Spielplatz ein konkretes Beispiel dafür, wie öffentliche, institutionelle und private Akteure gemeinsame Projekte für die nächste Generation umsetzen können.