In Sisikon haben zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit genutzt, die Baustelle der A4 Neue Axenstrasse zu besichtigen. Die Projektverantwortlichen und die beteiligten Unternehmen führten an einem Anlass mehrere Gruppen über das Areal und informierten aus erster Hand über den Stand der Arbeiten.
Direkter Einblick ins Berginnere
Die Organisatoren boten drei Rundgänge an, die verschiedene Bereiche der Baustelle abdeckten. Besonders gut besucht war laut Angaben der Veranstalter der Gang in das Berginnere, wo der Fortschritt beim Sisikoner Tunnel sichtbar wurde. Dort entsteht über den Zwischenangriff Dorni bereits die Tunnelstruktur; die Arbeiten gehen demnach in beide Richtungen voran.
«Die Baustelle für die Einwohnerinnen und Einwohner von Sisikon hautnah erlebbar zu machen, war uns ein grosses Anliegen», sagte Gesamtprojektleiter Stefan Gielchen.
Der stellvertretende Gesamtleiter Peter Vorwerk, der das Projekt seitens des Kantons Uri betreut, erläuterte bei der Führung die Bedeutung des Zwischenangriffs Dorni. Er machte geltend, dass dieser Zugang eine spürbare Zeitersparnis auf der gesamten Bauzeitachse erbringe.
Materialtransport und Anlagen am Seeufer
Auch der Rundgang zum Seeufer stiess auf grosses Interesse. Dort erklärten die Verantwortlichen, wie das Ausbruchmaterial künftig gehandhabt wird: Über Förderrinnen soll das Material auf Nauen verladen und zur Seeschüttung nach Flüelen transportiert werden. Auf dem Installationsplatz sind grosse Silos vorgesehen, die das Ausbruchmaterial sammeln sollen. Diese technischen Details zogen viel Fragen aus dem Publikum nach sich.
Für die jüngeren Besucherinnen und Besucher gab es ein eher spielerisches Erlebnis: Ein grosser Sandhaufen lud zum Baggern ein und wurde rege genutzt.
Projektumfang und Bedeutung für Sisikon
Die Bauarbeiten an den beiden Haupttunneln seien im Zeitplan, hiess es weiter. Konkret handelt es sich um folgende Längen:
| Tunnel | Länge (km) |
|---|---|
| Sisikoner Tunnel | 4.44 |
| Morschacher Tunnel | 2.89 |
Der Neubau der Axenstrasse werde im Auftrag des Bundes durch die Kantone Schwyz und Uri realisiert. Gemäss den Projektverantwortlichen leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Verfügbarkeit und Verkehrssicherheit der Nord-Sued-Achse. Zudem verspricht die neue Trasse eine spürbare Entlastung des Dorfes Sisikon vom Durchgangsverkehr.
Information und Austausch vor Ort
Bei der Veranstaltung standen Bauunternehmerinnen und -unternehmer Rede und Antwort. Sie präsentierten ihre Bereiche der Baustelle und gaben Auskunft zu Abläufen, Sicherheitsmassnahmen und technischen Herausforderungen. Die Möglichkeit, direkt mit den Fachpersonen zu sprechen, wurde von den Teilnehmenden geschätzt.
Der Anlass schloss mit einer Festwirtschaft, in der bei Grillwurst und Getränk die Eindrücke ausgewertet und Fragen weiter diskutiert wurden. Solche Formate dienen nicht nur der Transparenz, sondern auch dem Austausch zwischen Bevölkerung und Projektträgern.
Wesentliche Punkte auf einen Blick
- Drei öffentliche Rundgänge ermöglichten Einblick in verschiedene Baustellenbereiche.
- Der Zwischenangriff Dorni verkürzt laut Projektverantwortlichen die Bauzeit deutlich.
- Das Ausbruchmaterial wird per Förderband auf Nauen verladen und nach Flüelen zur Seeschuettung gebracht.
Die Veranstaltung in Sisikon zeigt, dass die Projektleitung Wert auf Information und Partizipation legt. Für Anwohnerinnen und Anwohner bietet die Öffentlichkeitsarbeit eine Gelegenheit, die Auswirkungen grosser Verkehrsinfrastrukturprojekte vor Ort besser einordnen zu können.