Am Samstag, 22. August, lud die Projektleitung der A4 Neue Axenstrasse die Bevölkerung von Sisikon zum ersten Tag der offenen Baustelle. Auf mehreren geführten Rundgängen erhielten Besucherinnen und Besucher Einblick in die aktuellen Arbeiten — darunter eine Führung ins Berginnere zur Ausbruchsstelle des Sisikoner Tunnels beim Zwischenangriff Dorni.
Direkter Austausch mit Projektverantwortlichen
Bei den Rundgängen standen sowohl die kantonalen Projektverantwortlichen als auch die ausführenden Bauunternehmer für Fragen zur Verfügung und erklärten die Abläufe vor Ort. Gesamtprojektleiter Stefan Gielchen betonte die Bedeutung der Veranstaltung für die betroffene Bevölkerung:
«Die Baustelle für die Einwohnerinnen und Einwohner von Sisikon hautnah erlebbar zu machen, war uns ein grosses Anliegen. Die Bevölkerung ist den Bauarbeiten direkt ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was auf dem Bauplatz und im Berginnern passiert.»
Der direkte Kontakt ermöglichte es, präzise Auskünfte zu Lärm-, Verkehrs- und Arbeitsphasen zu erhalten und allfällige Unsicherheiten vor Ort zu klären.
Baufortschritt im Berginnern und im Seeuferbereich
Besonders grosser Andrang herrschte bei der Führung ins Berginnern: Beim Zwischenangriff Dorni ist der Sisikoner Tunnel sichtbar in der Entstehung. Der stellvertretende Gesamtleiter Peter Vorwerk, der das Projekt seitens des Kantons Uri betreut, erklärte den Arbeitsfortschritt und die Vorteile des Zwischenangriffs:
«Hier sprengen wir Richtung Norden und Süden», erläuterte Vorwerk. Er wies darauf hin, dass der Zwischenangriff Dorni eine deutliche Ersparnis auf der gesamten Zeitachse bringe.
Auf dem Seeufer- Rundgang informierten die Verantwortlichen zudem über die geplanten Transporte des Ausbruchmaterials: Künftig wird das Material über Förderbänder auf Nauen verladen und zur Seeschüttung nach Flüelen transportiert. Die Zuschauer konnten zudem den Installationsplatz mit den grossen Silos besichtigen, die zur Sammlung des Ausbruchmaterials dienen.
Familienangebot und Verpflegung vor Ort
Das Angebot richtete sich nicht nur an technisch Interessierte: Für Kinder gab es einen grossen Sandhaufen zum Baggern, was rege genutzt wurde. Die Veranstaltung wurde mit einer Festwirtschaft abgerundet, wo bei Grillwurst und Getränken Zeit für Austausch und Diskussion blieb. Beliebt war auch die Möglichkeit zu Fotos im Tunnel, die viele Familien nutzten.
- Datum: Samstag, 22. August 2026
- Ort: Baustelle der A4 Neue Axenstrasse in Sisikon, Zwischenangriff Dorni
- Hauptattraktionen: Führungen ins Berginnere, Seeuferbereich, Installationsplatz mit Silos
- Zusatzangebot: Festwirtschaft, Kinderangebot (Sandhaufen)
Projektumfang und Status
Die Arbeiten an den beiden Tunneln laufen nach Angabe der Projektleitung planmässig. Der Sisikoner Tunnel hat eine Länge von 4,44 Kilometern, der Morschacher Tunnel misst 2,89 Kilometer. Die Führungen zeigten, wie sich die einzelnen Baustellenbereiche derzeit präsentieren und welche weiteren Schritte vorgesehen sind.
| Bauteil | Länge | Bemerkung |
|---|---|---|
| Sisikoner Tunnel | 4,44 km | Zwischenangriff Dorni sichtbar in Ausbruch |
| Morschacher Tunnel | 2,89 km | Arbeiten ebenfalls auf Kurs |
Bedeutung für die Bevölkerung
Die Veranstaltung diente nicht nur der Information, sondern auch der Transparenz gegenüber der lokalen Bevölkerung, die durch Baustellenlärm, Verkehrsführung und veränderte Arbeitszeiten betroffen ist. Die Projektverantwortlichen hoben hervor, dass solche Kontakte wichtig seien, um Vertrauen zu schaffen und Verständnis für temporäre Einschränkungen zu fördern.
Die Führung zeigte ausserdem technische Abläufe wie die Sprengarbeiten im Berginnern, die Logistik des Materials und die Schüttungsplanung am See. Dies erleichtert es Anwohnenden, das Vorgehen nachzuvollziehen und Fragen zu konkreten Auswirkungen zu stellen.
Ausblick
Die Projektleitung dokumentierte den aktuellen Stand der Arbeiten und kündigte an, auch künftig über Fortschritte zu informieren. Konkrete Termine für weitere Besichtigungen nannte sie nicht öffentlich an diesem Anlass; die Veranstaltung war als erste, umfassende Informationsmöglichkeit für die lokale Bevölkerung konzipiert.
Insgesamt zeigte der Tag der offenen Baustelle in Sisikon: Das Interesse an der Neuen Axenstrasse ist in der Region hoch, und der direkte Austausch zwischen Bevölkerung, Kanton und Bauunternehmen wird als wichtiger Baustein in der Kommunikation während der Bauphase verstanden.