In mehreren Tagen im September werden Drohnen über Teilen von Kriens und Horw eingesetzt, um die Fussgängerströme zu erfassen. Die Aufnahmen dienen der Analyse des Verhaltens von Fussgängerinnen und Fussgängern sowie des Zusammenwirkens mit motorisiertem Verkehr in der umgestalteten Mittelzone der Kantonsstrasse und im Gebiet Mattenhof.
Verkehrsbeobachtung mit Drohnen als Planungsinstrument
Die Flüge erfolgen im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Horw und Kriens, der Hochschule Luzern, dem Forschungsbüro Intep und dem regionalen Entwicklungsträger Luzern Plus. Ziel des Projekts ist, aufgrund der gewonnenen Daten den Fussverkehr attraktiver zu gestalten. Das Vorhaben ist auf mehrere Jahre angelegt und läuft voraussichtlich bis März 2028.
Datenschutz und Visualisierung
Laut Mitteilung der Gemeinde Horw werden auf den Aufnahmen weder identifizierbare Personen noch Fahrzeuge sichtbar. Wie betont wird, sind die abgebildeten Personen und Motorfahrzeuge «nur als wenige Pixel sichtbar und nicht identifizierbar». Damit sollen datenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten sowie Rückschlüsse auf Bewegungsmuster möglich sein, ohne die Privatsphäre Einzelner zu verletzen.
«Auf den Aufnahmen sind Personen und Fahrzeuge nur als wenige Pixel sichtbar und nicht identifizierbar.»
Räumlicher Fokus: Mattenhof und Kantonsstrasse
In Kriens konzentriert sich die Datenerhebung auf das Gebiet Mattenhof. In Horw stehen die neu gestaltete Mittelzone der Kantonsstrasse und angrenzende Bereiche im Fokus. Die Wahl dieser Bereiche lässt erkennen, dass es nicht nur um reine Verkehrszählung geht, sondern um eine Beurteilung, wie Umgestaltungen den Fussverkehr beeinflussen — etwa über Querungsmöglichkeiten, Trottoirgestaltung oder Aufenthaltsqualität.
- Wer führt das Projekt durch: Gemeinden Horw und Kriens, Hochschule Luzern, Forschungsbüro Intep, Luzern Plus
- Zeitraum: mehrtägige Flüge im September; Projektlaufzeit bis März 2028
- Ziel: Bessere Planungsgrundlage zur Förderung des Fussverkehrs
Konsequenzen für Kriens
Für Bewohnerinnen und Bewohner im Mattenhof und angrenzenden Quartieren kann die Untersuchung künftig spürbare Folgen haben: Verbesserte Querungsmöglichkeiten, veränderte Verkehrsführung oder neue Aufenthaltsflächen sind mögliche Ergebnisse, sofern die Daten entsprechende Handlungsbedarfe aufzeigen. Die Datenerhebung selbst dürfte an einzelnen Tagen kurzfristige Aufmerksamkeit erregen, erwartet wird jedoch keine dauerhafte Störung des Alltags.
Für Planungsverantwortliche bietet die Drohnenanalyse eine moderne Methode, um Bewegungsmuster detailliert und räumlich aufgelöst zu erfassen. Insbesondere für einen Ort wie Mattenhof, der als Schnittstelle zwischen Wohnquartier und Durchgangsachse fungiert, liefern solche Beobachtungen konkrete Anhaltspunkte für Infrastrukturmassnahmen.
| Partner | Beteiligung |
|---|---|
| Gemeinde Kriens | Projektpartner |
| Gemeinde Horw | Projektpartner |
| Hochschule Luzern | Projektpartner |
| Forschungsbüro Intep | Projektpartner |
| Luzern Plus | Regionaler Entwicklungsträger |
Die Gemeinden haben bislang keine detaillierte Liste der Termine für die Flüge publiziert. Anwohnerinnen und Anwohner, die Fragen zum Ablauf oder zu datenschutzrechtlichen Punkten haben, werden sich voraussichtlich an die Gemeindeverwaltung wenden können. Das Projekt zeigt, wie lokale Behörden und Forschung zusammenarbeiten, um durch datenbasierte Grundlagen gezielte Verbesserungen für den Fussverkehr zu planen.
Die Drohnenaufnahmen sind Teil eines grösseren Trends, bei dem digitale Methoden verstärkt in die Verkehrsplanung einfliessen. Für Kriens bietet dies die Chance, Erkenntnisse aus der Messung konkret in Massnahmen umzusetzen und das Quartier an den täglichen Wegen für Zu-Fuss-Gehende zu stärken.