Die Kantonspolizei Tessin und die Gemeindepolizeien planen in der Woche 36, vom 31. August bis 6. September 2026, flächendeckende Geschwindigkeitskontrollen in insgesamt 28 Ortschaften des Kantons. Ziel der Massnahme ist es, Verkehrsunfälle zu verhindern und die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen. Überhöhte Geschwindigkeit zählt laut Mitteilung nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Unfälle.
Wo gemessen wird
Die angekündigten Kontrollen gliedern sich in mobile und semistationäre Messungen. Die Einsätze verteilen sich auf die vier Bezirke Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio. In einzelnen Gemeinden ist die Gemeindepolizei zuständig, in anderen misst die Kantonspolizei.
- Bezirk Bellinzona: Arbedo, Bellinzona, Claro, Giubiasco
- Bezirk Locarno: Arcegno, Ascona, Gordola, Losone, Riazzino
- Bezirk Lugano: Agno, Barbengo, Besso, Davesco-Soragno, Loreto, Lugano, Manno, Massagno, Molino Nuovo, Pazzallo, Pregassona, Ruvigliana, Savosa, Viganello
- Bezirk Mendrisio: Balerna, Riva San Vitale
Zusätzlich sind semistationäre Messstellen in Claro, Orino und Avegno vorgesehen. Diese Orte wurden explizit in der Mitteilung der Polizei genannt.
Was nicht zur Ankündigung gehört
Ausgenommen von dieser Liste sind Messungen mit zivilen Fahrzeugen und Kontrollen mittels Laserpistolen. Diese Mittel setzt die Polizei ausschliesslich zur Ahndung schwerer Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz ein. Ebenfalls ausgenommen ist das Autobahnnetz; Messungen dort unterliegen speziellen Vorgaben des Bundesamts für Strassen (ASTRA), das eine ablehnende Stellungnahme zu ähnlichen regionalen Kontrollen abgegeben hat.
| Kontrollart | Beispiele für Orte |
|---|---|
| Mobile Kontrollen | Bellinzona, Locarno, Lugano, Mendrisio |
| Semistationär | Claro, Orino, Avegno |
Unangekündigte Kontrollen – wann sind sie möglich?
Die Mitteilung betont, dass ausschliesslich die Kantonspolizei befugt ist, ausserordentlich unangekündigte Kontrollen durchzuführen. Diese werden gezielt eingesetzt, um schwere Verstösse zu ahnden und besonders gefährliche Situationen frühzeitig zu unterbinden. Gemeindepolizeien führen ihre Kontrollen in der Regel angekündigt durch.
Die Polizei weist zudem darauf hin, dass angekündigte Kontrollen aus dienstlichen Gründen oder wegen technischer Probleme kurzfristig ausfallen können. Verkehrsteilnehmende sollten sich deshalb nicht auf einzelne Messpunkte verlassen, sondern generell die Tempolimiten beachten.
Praktische Folgen für Verkehrsteilnehmende
Für Pendlerinnen und Pendler sowie Freizeitverkehr im Tessin bedeutet die Aktion vor allem eins: erhöhte Aufmerksamkeit. Wer sich an Tempo-Limits hält, reduziert nicht nur das Risiko einer Busse, sondern trägt maßgeblich zur eigenen Sicherheit und zurjenigen anderer Verkehrsteilnehmenden bei. Die Polizei empfiehlt, die Signalisation und die örtlichen Begrenzungen zu beachten, besonders in Ortschaften und in der Nähe von Schulen, Postauto-Haltestellen und Baudienststellen.
- Tempolimits beachten – innerorts oft 50 km/h, ausserorts variabel.
- Bei unsicherer Situation Geschwindigkeit reduzieren, statt zu riskieren.
- Rücksicht auf Fussgänger, Velo- und Motorradfahrende nehmen.
Die Kontrollwoche ist Teil der laufenden Verkehrssicherheitsprävention im Kanton. Für die Bevölkerung bedeutet dies zwar ein erhöhtes Kontrolldruck, gleichzeitig aber auch mehr Schutz auf den Strassen. Wer sich an die Regeln hält, wird nicht nur Bussgeldern entgehen, sondern hilft, die Unfallzahlen nachhaltig zu senken.
Weitere Informationen oder aktuelle Hinweise zu Kontrollen gibt die Kantonspolizei Tessin auf ihren offiziellen Kanälen.