Moncada entscheidet in Unterzahl – Lugano zieht in die Ligaphase
Der FC Lugano hat sich den Einzug in die Ligaphase der UEFA Conference League erkämpft. Nach dem 2:1-Heimsieg vor einer Woche reichte den Tessinern ein 1:1-Auswärtsremis gegen Maccabi Tel-Aviv, das im georgischen Batumi seine vorübergehende Spielstätte hat. Entscheidender Moment war ein Solo-Treffer des eingewechselten 18-jährigen Dereck Moncada in der 79. Minute.
Die Partie nahm für die Luganesi eine schwierige Wendung, als Mattia Zanotti in der 58. Minute nach zwei Gelben Karten vom Platz musste und Lugano fortan in Unterzahl agieren musste. Maccabi nutzte die numerische Überlegenheit und erzielte per Penalty in der 69. Minute das 1:0. Bis dahin hatten sich die Tessiner weitgehend defensiv organisiert, um den Gesamtsieg über die zwei Partien zu sichern.
"Der nach einer Stunde eingewechselte 18-Jährige eroberte kurz vor der Mittellinie den Ball und lief solo bis fast an die Strafraumgrenze, wo er herrlich in die entfernte obere Torecke traf."
Das Solo von Moncada ebnete schliesslich den Weg in die Gruppenphase. Für Lugano ist es die fünfte Teilnahme an einer Liga- oder Gruppenphase seit 2017. Gemeinsam mit dem FC Thun wird der Tessiner Klub nun an der Gruppenauslosung teilnehmen, die am frühen Freitagnachmittag stattfinden wird.
Kontext für den Tessiner Fussball
Der Einzug hat für Lugano sportliche und ökonomische Bedeutung: Europäische Gruppenphasen bringen erhöhte Sichtbarkeit, mögliche Mehreinnahmen aus TV- und Spieltagen sowie attraktivere Gegner. Für die Fans in der Stadt bedeutet dies weitere internationale Duelle und die Chance, Lugano als Vertreter des Tessins auf europäischer Bühne zu sehen.
- Rückspiel in Batumi: Maccabi Tel-Aviv – Lugano 1:1
- Heimresultat vor einer Woche: Lugano – Maccabi Tel-Aviv 2:1
- Schlüsselszene: Zanotti vom Platz (58., zweite Gelbe), Penalty 69. Minute, Moncada-Treffer 79. Minute
Der FC Thun begleitet Lugano in die Ligaphase. Die Ostschweizer hatten nach der hohen Niederlage in der Vorwoche gegen Lech Poznan im Rückspiel nicht mehr viel zu verlieren und spielten zu Hause 2:2. Für Thun ist es die erste Teilnahme an dieser Phase seit 2014.
Anders verliefen die Partien für andere Schweizer Klubs: Der FC Sion scheiterte in der Qualifikation, unter anderem nach einer Heimniederlage gegen Ajax Amsterdam; auch der FC St. Gallen verpasste den Einzug. Damit bleiben Lugano und Thun die Schweizer Vertreter in der Gruppenphase der Conference League.
Wohin führt der Weg nun?
Lugano und Thun erwarten nun die Auslosung der Gruppenphase, an der sechs Gegner je Klub verteilt werden. Die Vorbereitung in sportlicher Hinsicht richtet sich jetzt auf die Kombination von nationaler Meisterschaft und internationalen Einsätzen: Rotation, Kaderplanungen und Reisestrategien werden in den kommenden Wochen zentrale Themen für den Club und den Stadtrat sein, der ein weiterhin positives Klima zwischen Fans und Klub fördern will.
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| Hinspiel (Heim) | Lugano 2:1 Maccabi Tel-Aviv |
| Rückspiel (Batumi) | Maccabi Tel-Aviv 1:1 Lugano |
Sportlich wie gesellschaftlich ist der Erfolg ein Moment, der die Tessiner Fussballszene ins Rampenlicht rückt. Die nächsten Tage werden zeigen, gegen welche internationalen Gegner sich Lugano bei der Auslosung behaupten muss und wie der Club die anspruchsvolle Doppelbelastung meistern will. Für die Stadt bleibt es ein Anlass, den Klub in Europa zu verfolgen und die Verbundenheit der lokalen Gemeinschaft mit dem Team zu stärken.