Das Amt für Wald und Naturgefahren hat die Waldbrandgefahrenstufe in St. Moritz am 13. August 2026 von «erheblich» auf «gross» erhöht. Die Gemeinde informiert, dass bei dieser Gefahrenstufe bereits brennende Zündhölzer, Funkenflug eines Grillfeuers oder Blitzschläge mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Feuer entfachen können. Einmal entfacht, kann sich ein Brand rasch ausbreiten und sehr schwierig zu löschen sein.
Warum die Stufe «gross» gefährlich ist
Bei der Gefahrenstufe «gross» kann es laut Mitteilung zu folgenden Gefahren kommen: heiße Bodenfeuer, Übergreifen auf die Baumkronen einzelner Bäume, Flugfeuer und brennende Humusschichten. Solche Entwicklungen machen einen Brand nicht nur massiv gefährlicher, sondern auch komplexer für die Einsatzkräfte.
Konsequentes Feuerverbot gilt
Die Gemeinde St. Moritz hat als Massnahme ein generelles Verbot für Feuer im Freien ausgesprochen. Nach Abstimmung mit den übrigen Gemeinden der Region gilt dieses Verbot ausdrücklich auch für fest eingerichtete Feuerstellen mit betoniertem Boden. Die Mitteilung betont: Ausnahmen sind nicht vorgesehen. Anweisungen und Feuerverbote der lokalen Behörden sind strikt zu befolgen.
«Die Gemeinde St. Moritz dankt der Bevölkerung und den Gästen für ihre Kooperation und ihren Beitrag zum Schutz unserer Wälder.»
Was das Verbot konkret bedeutet
Für Bewohnende, Gäste und Betriebe im Oberengadin heisst das konkret:
- Keine Feuer im Freien jeglicher Art, auch nicht an öffentlichen Grillstellen.
- Fest installierte Feuerstellen mit betoniertem Boden dürfen nicht betrieben werden.
- Rauchende oder glimmende Materialien dürfen nicht achtlos entsorgt werden; Funken und brennende Zündhölzer gelten bereits als Risiko.
- Anweisungen der lokalen Behörden und der Revierforstämter sind zu befolgen.
Koordination mit Revierforstämtern und Gemeinden
Die Entscheidung wurde nach Beurteilung der aktuellen Lage und in Rücksprache mit den zuständigen Revierforstämtern der Oberengadiner Gemeinden getroffen. Die Abstimmung der Gemeinden zeigt, dass das Verbot regional einheitlich umgesetzt werden soll, um Missverständnisse zu vermeiden und die Effektivität der Präventionsmassnahmen zu erhöhen.
| Datum | Vorherige Gefahrenstufe | Aktuelle Gefahrenstufe | Wichtigste Massnahme |
|---|---|---|---|
| 13. August 2026 | «erheblich» | «gross» | Generelles Feuerverbot im Freien |
Praktische Hinweise für Einheimische und Gäste
Die Warnung trifft besonders Menschen, die sich häufig draussen aufhalten: Wandernde, Mountainbiker, Pächter von Alpweiden, Gemeinden mit touristischen Angeboten sowie Hotellerie und Gastronomie. Zwar nennt die Mitteilung keine Ausnahmen, doch ist es nun wichtig, vorsorglich folgende Punkte zu beachten:
- Kein offenes Feuer, auch kein Grillieren im Freien.
- Zigarettenreste sicher löschen und nicht aus dem Auto oder aus dem Trottoir werfen.
- Feuerwehr- und Forsthinweise beachten; vermeidbare Brandgefahren konsequent minimieren.
Schutz des Waldes als Gemeinschaftsaufgabe
Die Gemeinde bedankt sich bei der Bevölkerung und den Gästen für die Kooperation. Der Schutz der Wälder im Oberengadin ist nicht allein Aufgabe der Behörden; er beruht auf dem verantwortungsvollen Verhalten aller, die in der Region leben, arbeiten oder zu Besuch sind. In einem trockenen Sommer kann ein einzelner Funken ausreichen, um grosse Schäden anzurichten.
Die Lage kann sich rasch ändern. Die Behörden rufen dazu auf, lokale Informationskanäle, Gemeindemitteilungen und Hinweise der Revierforstämter zu verfolgen und Anweisungen sofort zu befolgen. Nur durch umsichtiges Verhalten liessen sich Mensch, Infrastruktur und Natur wirkungsvoll schützen.