Ein lokales Gewitter hat am Mittwoch im Val Bever im Oberengadin offenbar einen Erdrutsch ausgelöst, der den Bach Beverin gestaut hat und nun Wasser über die Trasse der Albulalinie laufen lässt. Die Folge: Der Zugverkehr ist bis mindestens Donnerstagabend (13. August 2026) unterbrochen, teilten Medienberichte mit.
Betroffene Strecken und Züge
Gemäss Angaben sind insbesondere die Verbindungen zwischen Preda und Samedan betroffen. Auf der Strecke sind die Linien IR 38 und RE 38 derzeit unterbrochen. Die Rhätische Bahn sowie die SBB prüfen das Ausmass der Schäden an der Gleisanlage; eine definitive Einschätzung soll im Laufe des Donnerstags erfolgen.
- Unterbrochene Verbindungen: IR 38 und RE 38 zwischen Preda und Samedan
- Umleitungen: Bernina Express und Glacier Express sowie Güterzüge werden über die Vereinalinie umgeleitet
- Lagebeurteilung: Schadensumfang an Gleisen soll am Donnerstag festgestellt werden
Die NZZ-Berichterstattung verweist auf Meldungen von bahnonline und SRF. Konkrete Angaben zu Personen- oder Sachschäden lagen bis zur Berichterstattung nicht vor.
Konsequenzen für Reisende und Güterverkehr
Für Reisende bedeutet die Sperrung, dass ersatzweise Verbindungen, Umsteigewege oder Busersatzangebote notwendig werden könnten. Fernzüge wie der Bernina Express und der Glacier Express fahren aktuell über die Vereinalinie, wie die SBB mitteilt; dies führt zu veränderten Fahrplänen und möglichen Anschlussverlusten. Auch der Güterverkehr wird über die Vereina umgeleitet, was Auswirkungen auf Transportzeiten und Logistik haben kann.
Reisende werden gebeten, sich vor Antritt ihrer Fahrt auf den Websites der Bahnunternehmen oder an den Perrons über alternative Verbindungen und Ersatzangebote zu informieren. Die Dauer der Sperre hängt vom Befund der Schadenserkundung und den anschliessenden Instandsetzungsarbeiten ab.
Hintergrund: Naturereignisse und Infrastruktur
Die Albulalinie führt durch anspruchsvolles alpines Gelände; Steinschlag, Murgänge oder Überflutungen können hier rasch zu Unterbrüchen führen. Lokale Gewitter mit starkem Niederschlag erhöhen das Risiko für Erdrutsche und Bachauflauf, weil Böden und Geröllflanken instabil werden. Die unmittelbare Gefahr durch das angestaute Wasser besteht darin, dass es die Gleisanlage unterspült oder die Schwellen und den Schotter stark belastet.
Die Rhätische Bahn und die SBB arbeiten bei Störungen dieser Art eng zusammen, um rasch Beurteilungen vorzunehmen und sichere Lösungen für den Verkehr zu finden. Solche Arbeiten benötigen oft Spezialgerät und Experten für Gleis- und Bach-Umbau sowie für Lawinenschutzmassnahmen.
| Betroffene Linien | Status |
|---|---|
| IR 38 / RE 38 (Preda – Samedan) | Unterbrochen |
| Bernina Express / Glacier Express | Umleitung über Vereina |
| Güterzüge | Umleitung über Vereina |
Was nun zu erwarten ist
Am Donnerstag soll das Ausmass der Schäden vor Ort begutachtet werden; abhängig vom Befund ist mit einer kurzen bis mittelfristigen Sperrung der Strecke zu rechnen. Die Wiederinbetriebnahme richtet sich nach der Schädenbehebung und der Freigabe durch die Bahnfachleute. Bis dahin bleiben Züge zwischen Preda und Samedan unterbrochen.
Für die Bevölkerung im Oberengadin und für Gäste bedeutet dies, dass sie sich auf geänderte Reiseverläufe einstellen müssen. Besonders in der touristischen Hochsaison können Umleitungen und Ersatzverkehre zu Verzögerungen führen.
Die Situation zeigt erneut die Verwundbarkeit von Verkehrsachsen in den Bündner Alpen gegenüber plötzlichen Wetterextremen. Die zuständigen Stellen sind nun gefordert, Schaden schnell zu beurteilen und die Sicherheit der Infrastruktur wiederherzustellen.
Weitere Informationen geben die Rhätische Bahn und die SBB auf ihren offiziellen Kanälen. Reisende sollen sich dort über Ersatzangebote und aktuelle Fahrpläne informieren.