Die Bündner Regierung hat am Donnerstag das Projekt für den Ausbau des Waldwegs Riss Monbiel in Klosters bewilligt. Ziel ist es, die dauerhafte Pflege und damit die Schutzfunktion des Waldes oberhalb der Siedlung Monbiel zu sichern. Das Vorhaben ist aus Sicht der Behörden notwendig, weil die bestehenden Wege zu schmal und nicht ausreichend tragfähig sind.
Warum der Ausbau nötig ist
Der Schutzwald oberhalb von Monbiel schützt Siedlung und Infrastruktur vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser. Nach grossen Naturereignissen in den 1950er-Jahren wurde das Gebiet weitgehend aufgeforstet. Diese Wiederbewaldung führte heute zu dichten Beständen, die kontinuierliche Pflege benötigen, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt. Nur mit geeigneten Waldwegen lassen sich Holz- und Pflegemassnahmen effizient und sicher durchführen.
Umfang des Projekts
Das bewilligte Projekt sieht den Ausbau einer Gesamtstrecke von 3 742 Metern vor. Auf einem besonders steilen Abschnitt von rund 800 Metern wird eine neue Route angelegt; der alte Weg in diesem Bereich wird zurückgebaut und begrünt. Damit soll das Gelände ökologisch schonend entlastet werden.
- Gesamtlänge Ausbau: 3 742 m
- Neue Route auf steilem Abschnitt: ca. 800 m
- Fahrbahnbreite: 3,0 bis 3,3 m
- Asphaltierte Passagen: knapp 900 m
- Weitere Massnahmen: Stützmauern, neue Brücke über den Fraschmardinbach
Technische Massnahmen und Infrastruktur
Die Fahrbahn wird an den kritischen Stellen auf eine Breite von 3,0 bis 3,3 Metern verbreitert, damit Arbeits- und Forstmaschinen die Strecken befahren können. In sehr steilen Passagen ist ein Asphaltbelag auf knapp 900 Metern vorgesehen, um die Befahrbarkeit und Sicherheit bei Nässe zu erhöhen. Zusätzlich sind mehrere Stützmauern geplant sowie der Bau einer neuen Brücke über den Fraschmardinbach, um eine durchgängige Erschliessung zu gewährleisten.
Finanzierung
Die Gesamtkosten des Projekts betragen 4,6 Millionen Franken. Der Kanton Graubünden leistet einen Beitrag von maximal rund 3,26 Millionen Franken. Angaben zu weiteren Finanzierungsanteilen, etwa durch Gemeinden oder Dritte, wurden von der Regierung in der Mitteilung nicht detailliert aufgeführt.
| Position | Angabe |
|---|---|
| Gesamtkosten | 4,6 Mio. Fr. |
| Kantonaler Beitrag (max.) | ~3,26 Mio. Fr. |
| Ausbau Länge | 3 742 m |
| Neue Route (steil) | ~800 m |
| Asphaltierte Abschnitte | knapp 900 m |
Bedeutung für die lokale Bevölkerung
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Monbiel bedeutet der Ausbau eine indirekte Erhöhung der Sicherheit: Ein gut unterhaltener Schutzwald dämpft Naturgefahren und schützt Siedlungsräume. Ausserdem erleichtert die verbesserte Erschliessung die forstliche Arbeit, wodurch Pflegemassnahmen regelmässiger und effizienter durchgeführt werden können. Die geplante Begrünung des alten Wegabschnitts auf der neuen Route soll zudem das Landschaftsbild schonen.
Weiteres Vorgehen
Die Regierung hat das Vorprojekt genehmigt. Angaben zum Zeitplan für die Ausführung, zu Lieferanten oder zu Etappierung wurden in der Mitteilung nicht genannt. Für Anwohnerinnen und Anwohner dürften Informationen zu möglichen Sperrungen, Umleitungen oder Bauphasen von lokaler Bedeutung sein; dazu wird voraussichtlich die Gemeinde Klosters zu einem späteren Zeitpunkt Details kommunizieren.
Der Ausbau des Waldwegs Riss Monbiel ist ein Beispiel dafür, wie infrastrukturelle Eingriffe im Berggebiet mit Blick auf Sicherheit, Bewirtschaftung und Landschaftsschutz geplant werden. Die kantonale Beteiligung an den Kosten unterstreicht die Bedeutung des Projekts für den Schutz von Siedlungen und Verkehrswegen in den Tälern.