Im Alten Werkhof in Brig eröffnet im August eine Ausstellung, die zwei künstlerische Positionen in einen direkten Dialog bringt: Esther Gischig und Wilhelm Wenger präsentieren unter dem Titel «Schnittstelle Kunst» Arbeiten, in denen innere Befindlichkeiten in sichtbare Formen übersetzt werden. Der Veranstalter ist der Kunstverein Oberwallis.
Einander ergänzende Disziplinen
Die Schau verspricht eine Begegnung von Bildhauerei und Malerei, in der Materie und Farbe einander gegenüberstehen. Laut Ankündigung geht es nicht bloss um die äussere Präsentation von Werken, sondern um die «Sichtbarmachung jahrzehntelanger innerer Prozesse». In den Arbeiten von Wenger tritt das Volumen der Materialien in den Vordergrund; Gischigs Bilder antworten mit Farbkompositionen, die das Innere nach aussen kehren.
Der Austausch zwischen Skulptur und Fläche ermöglicht dem Besucher, die gleichen Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben: Wo die Plastik den Raum beansprucht, reagiert die Malerei mit einer eigenen Raumtiefe. Solche Gegenüberstellungen laden zur Reflexion über Wahrnehmung, Körperlichkeit und Erinnerung ein.
Termine und Präsenz der Künstler
Die Vernissage findet am Samstag, 15. August 2026, 18:00 Uhr statt. Die Ausstellung ist vom 16. August bis 6. September 2026 zu sehen. Die regelmässigen Öffnungszeiten sind:
- Freitag/Samstag: 16:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 14:00–18:00 Uhr
Die Anwesenheit der Künstler ist an folgenden Daten angekündigt: Wilhelm Wenger am 16. und 21. August sowie am 4. September; Esther Gischig am 4., 5. und 6. September. Die Kuration hat Nicolas Witschi übernommen. Fotos zur Ankündigung wurden von Raphael Wernli (raw) bereitgestellt.
| Datum | Veranstaltung / Hinweis |
|---|---|
| 15. August 2026 | Vernissage, 18:00 Uhr |
| 16. Aug. – 6. Sept. 2026 | Ausstellungsdauer |
| 16., 21. Aug.; 4. Sept. | Wilhelm Wenger anwesend |
| 4., 5., 6. Sept. | Esther Gischig anwesend |
Kontext im Oberwallis
Der Alte Werkhof in Brig dient zunehmend als Plattform für lokale und regionale Kunstschauen. Der Kunstverein Oberwallis bringt damit wieder eine Ausstellung ins Zentrum der Stadt, die das Publikum zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Formen und inhaltlichen Fragestellungen einlädt. Der Dialog zwischen Bildhauerei und Malerei ist in der regionalen Szene besonders wertvoll: Er schafft Verbindungen über Werkstoffe hinweg und öffnet Raum für Gespräche zwischen Künstlern, Kurator und Publikum.
Für Besucherinnen und Besucher bietet die Anwesenheit der Künstler an einzelnen Tagen eine seltene Gelegenheit: Direkte Gespräche vor Ort ermöglichen Einblicke in den Entstehungsprozess und die Intentionen der Werke. Solche Begegnungen sind für die Kunstvermittlung ebenso wichtig wie die Ausstellungsobjekte selbst.
Was Besucher erwarten können
Die Ankündigung spricht von einer Ausstellung, die «das Unsichtbare greifbar macht». Konkrete Details zu einzelnen Arbeiten nennt die Pressemeldung nicht; vielmehr wird die thematische Achse betont: wie innere Welten äusserlich Gestalt annehmen. Besucher sollten daher Offenheit für unterschiedliche Medien mitbringen und bereit sein, Verbindungen zwischen Volumen und Fläche, Materialität und Farbe selbst zu suchen.
Praktische Hinweise sind knapp: Die Öffnungszeiten sind auf die Abend- und Sonntagsstunden zugeschnitten, was Berufs- und Tagesplanern entgegenkommt. Zur Erreichbarkeit des Alten Werkhofs oder zu etwaigen Eintrittspreisen gibt die Ankündigung keine Auskunft.
Die Schau richtet sich an Kunstinteressierte aus Brig und dem Oberwallis, an Sammlerinnen und Sammler, aber auch an Menschen, die sich für Fragen der Wahrnehmung und des kreativen Prozesses interessieren. Die Kombination aus kuratorischer Einordnung durch Nicolas Witschi und der Präsenz der beiden Künstler verspricht eine konzentrierte, zugleich persönliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst.
Die Ausstellung «Wenger / Gischig — Schnittstelle Kunst» eröffnet eine Bühne für das Zusammenspiel von Form und Farbe und lädt dazu ein, das Innere als Quelle künstlerischer Gestalt zu erkunden.