Am Morgen des 12. September besuchte die stellvertretende Ministerin für Bildung und Ausbildung, Nguyen Thi Quyen Thanh, in der Provinz Vinh Long eine Wohltätigkeitsklasse, die von Nguyen Thi Huynh Nga geleitet wird. Die Klasse existiert seit 1999 und richtet sich an Kinder mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen sowie Kinder aus besonders benachteiligten Verhältnissen. Die Ministerin übergab den Schülerinnen und Schülern insgesamt 55 Geschenke und sprach den Beteiligten Mut zu.
Staatliche Anerkennung für ein längerfristiges Engagement
Die Wohltätigkeitsklasse von Frau Nguyen Thi Huynh Nga bietet kostenlose Bildungsangebote, mit denen Lesen, Schreiben und praktische Fähigkeiten vermittelt werden sollen. Laut Bericht dient die Klasse zudem der Integration der Kinder in die Gemeinschaft. Die stellvertretende Ministerin erkundigte sich «herzlich» nach dem Lernfortschritt und dem Alltag der Kinder und würdigte das langjährige Engagement der Lehrerin.
„Ich wünsche euch allen, dass ihr wohlerzogen, gesund und fleißig beim Lernen seid und im neuen Schuljahr grosse Fortschritte macht.“
Konkrete Unterstützung: Geschenke und lokale Beteiligung
Die 55 übergebenen Präsente waren durch eine von der Ministerin unterstützte Sammlung zusammengetragen worden. Jedes Paket enthielt Schulmaterialien, Alltagsgegenstände und Süssigkeiten, um den Kindern den Start ins neue Schuljahr zu erleichtern. Zusätzlich überreichte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Ho Thi Thu Hang, ebenfalls Geschenke in der Klasse. Das Gesundheitsministerium der Provinz steuerte ausserdem typische Festartikel wie Mondkuchen und Laternen bei.
- Datum: 12. September
- Ort: Stadtteil Tan Hanh, Provinz Vinh Long
- Initiative: Wohltätigkeitsklasse seit 1999
- Anzahl Geschenke: 55
| Inhalt der Pakete | Beispiele |
|---|---|
| Schulmaterial | Hefte, Stifte, Lernutensilien |
| Alltagsgegenstände | Hygieneartikel, kleine Gebrauchsgegenstände |
| Süssigkeiten / Festartikel | Süssigkeiten, Mondkuchen, Laternen |
Bedeutung für inklusives Lernen
Der Besuch der stellvertretenden Ministerin ist ein offizielles Zeichen der Unterstützung für eine lokale Initiative, die seit Jahrzehnten Kinder erreicht, welche regulären Angeboten nur eingeschränkt zugänglich sind. Solche Klassenzahlen und direkte Zuwendungen bleiben in vielen Ländern ein wichtiges Instrument, um kurzfristige Bedürfnisse zu decken und Motivation zu schaffen. Gleichzeitig weisen sie auf strukturelle Fragen hin: Die langfristige Integration von Kindern mit Behinderungen in reguläre Schulen verlangt nachhaltige Ressourcen für Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen, Anpassungen in Lehrmitteln und eine koordinierte Zusammenarbeit von Bildungs- und Gesundheitsbehörden.
Die im Bericht genannten Massnahmen — persönliche Besuche von Regierungsvertreterinnen, Sachspenden und die Einbindung des Gesundheitsamtes — zeigen, wie auf lokaler Ebene unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten. Ob und wie diese Unterstützung in dauerhafte staatliche Förderprogramme übergeht, beschreibt der Bericht nicht. Aus der Darstellung geht aber klar hervor, dass die Wohltätigkeitsklasse als ergänzendes Angebot eine Lücke im formalen System schliesst und für die betroffenen Familien eine wichtige Anlaufstelle darstellt.
Für die Praxis bedeutet dies: Kurzfristige Hilfe wie Materialspenden ist wertvoll, reicht aber allein nicht, um inklusive Bildung systematisch zu sichern. Langfristig benötigen solche Angebote stabile Finanzierung, professionelle Begleitung sowie eine stärkere Verzahnung mit schulischen Regelsystemen, um nachhaltige Teilhabechancen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu gewährleisten.