Am letzten Wiesnfreitag verzeichnete die Wiesnwache am Herbstfest in Rosenheim mehrere Einsätze wegen Alkohol‑ und Drogenkonsums sowie wegen aggressiven Verhaltens im Festzelt. Betroffen waren nach Angaben der Einsatzkräfte insbesondere drei Jugendliche, ein junger Erwachsener und ein älterer Wiesnbesucher.
Jugendschutz-Einsatz: Drei Minderjährige mit rund 1,0 Promille
Im Umfeld des Festgeländes stellten Jugendschutzbeamte drei 15‑jährige Burschen aus dem Landkreis fest, die offenbar gemeinsam eine Flasche Wodka konsumiert hatten. Bei der Kontrolle ergaben Atemtests Alkoholwerte von «rund 1,0 Promille». Die Jugendlichen trugen Tracht. Die Beamten übergaben die drei an ihre Eltern; ein geplanter Festbesuch endete damit vorzeitig.
Cannabis auf dem Spielplatz: Anzeige nach Konsum vor Kindern
Ein 24‑Jähriger aus dem Landkreis Traunstein wurde am Rand des Herbstfestgeländes auf einem Spielplatz angetroffen, wo er einen Joint konsumierte. Weil sich dort Kinder und Jugendliche aufhielten, erstatteten die Einsatzkräfte eine Anzeige nach dem Konsumcannabisgesetz. Weitere Angaben zum Verfahren wurden nicht gemacht.
Wiederholte Stürze, Aggressionen und Ausnüchterung
Ein weiterer Einsatz betraf einen 46‑jährigen Besucher aus dem Miesbacher Oberland. Nach Angaben der Wiesnwache hatte der Mann im Bierveräusserungsbetrieb mehrfach von der Bierbank gestürzt. Trotz Aufforderungen des Sicherheitsdienstes, sich zu beruhigen oder das Zelt zu verlassen, reagierte er aggressiv und uneinsichtig. Die Wiesnwache sprach ein Platzverbot aus; aufgrund der anhaltenden Störung wurde der Mann schliesslich in Gewahrsam genommen und in die Ausnüchterungszelle gebracht.
„… und i flieg, flieg, flieg…“
Die Berichte der Einsatzkräfte illustrieren, wie sich teils gefährliches Fehlverhalten mit feuchter Feststimmung mischte. Auffällig war dabei die Bandbreite der Vorfälle: von jugendlichem Alkoholmissbrauch über Drogenkonsum an öffentlichen Orten bis hin zu körperlicher Unruhe und aggressivem Verhalten unter Alkoholeinfluss.
- Drei 15‑jährige Jugendliche, rund 1,0 Promille – an Eltern übergeben
- 1 24‑Jähriger – Joint auf Spielplatz, Anzeige nach Konsumcannabisgesetz
- 1 46‑Jähriger – wiederholte Stürze, Platzverbot, Einweisung in Ausnüchterungszelle
| Vorfall | Alter | Konsequenz |
|---|---|---|
| Alkoholkonsum im Umfeld | 15 | Elternüberstellung |
| Cannabiskonsum auf Spielplatz | 24 | Anzeige |
| Aggressives Verhalten nach Sturz | 46 | Platzverbot, Ausnüchterung |
Die örtlichen Einsatzkräfte betonen regelmässig, dass gerade bei Grossanlässen wie Herbstfesten engmaschige Kontrollen und Präventionsarbeit nötig seien, um eine Gefährdung Dritter zu vermeiden. Insbesondere der Konsum von Alkohol durch Minderjährige sowie Drogenkonsum an Orten mit Kindern werde konsequent verfolgt.
Zu den weiteren Hintergründen der einzelnen Anzeigen und etwaigen straf- oder administrative Folgen machte die Wiesnwache keine detaillierteren Angaben. Auch seien medizinische Notfälle in den genannten Fällen nicht berichtet worden.
Die Meldung reiht sich ein in eine Reihe typischer Einsätze an Grossanlässen: Polizeiliche Präsenz und Sicherheitsdienste greifen ein, wenn persönliche Gesundheit oder öffentliche Ordnung gefährdet sind. Veranstalter und Sicherheitsverantwortliche prüfen nach solchen Einsätzen jeweils, ob Massnahmen wie Zugangskontrollen, Ausweiskontrollen oder verstärkte Präventionsinformationen für kommende Festtage angepasst werden müssen.
Konkrete Änderungen für künftige Herbstfesttage wurden von den Behörden bislang nicht kommuniziert.