In der Nacht auf Freitag ist am Zürcher Hauptbahnhof ein 58-jähriger Mann unter einen Zug geraten und hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.
Abfahrbereiter Zug, verriegelte Türen
Gemäss den bisherigen Ermittlungen versuchte der Mann, in einen bereits abfahrbereiten Zug einzusteigen. Weil die Türen zu diesem Zeitpunkt bereits verriegelt waren, trat er laut Polizeimitteilung mehrfach gegen den Waggon. Kurz darauf setzte sich der Zug in Bewegung; der 58-Jährige stürzte und geriet unter das Schienenfahrzeug.
Rettungskräfte vor Ort
Polizisten leisteten an der Unfallstelle umgehend lebensrettende Erste Hilfe, bis Rettungsdienstpersonal die Betreuung übernahm. Der Verletzte wurde anschliessend ins Spital gebracht. Spezialisten der SBB sowie Kräfte von Schutz und Rettung Zürich standen im Einsatz und unterstützten die Rettungs- und Bergungsmassnahmen.
Polizei schliesst Fremdverschulden aus
Nach dem aktuellen Stand der polizeilichen Ermittlungen kann ein Verschulden durch Dritte ausgeschlossen werden. Weitere Details zu den Umständen und zum Gesundheitszustand des Mannes veröffentlichte die Polizei bislang nicht.
Kontext: Bahnunfälle in kurzer Folge
Der Vorfall reiht sich in mehrere schwere Bahnunfälle der letzten Wochen ein. In einer weiteren Meldung wird an einen tragischen Fall am vergangenen Samstag erinnert: Ein 13-jähriger Junge wurde nach Angaben der Behörden an einem Bahnhof von einem losfahrenden Zug erfasst und erlitt tödliche Verletzungen. Die Behörden ermitteln weiterhin zu den einzelnen Ereignissen, um Ursachen und Abläufe abschliessend zu klären.
- Zeitpunkt: Kurz nach Mitternacht (Nacht auf Freitag)
- Ort: Hauptbahnhof Zürich
- Betroffener: 58-jähriger Mann, schwer verletzt
- Massnahmen: Erste Hilfe durch Polizei, Rettung und SBB-Spezialisten im Einsatz
- Polizeiliche Einschätzung: Kein Drittverschulden
Was bisher nicht bekannt ist
Die Polizei hat keine Angaben zu möglichen Motiven, zu Alkohol- oder Drogeneinfluss oder zu persönlichen Umständen des Verunfallten gemacht. Auch die genaue Art der Verletzungen und das medizinische Zwischenresümee des Spitals sind nicht veröffentlicht worden. Die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich laufen.
Tabelle: Zeitlicher Ablauf (nach bisheriger Mitteilung)
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Kurz nach Mitternacht | Mann versucht, in abfahrbereiten Zug einzusteigen; Türen bereits verriegelt |
| Unmittelbar danach | Mann tritt mehrfach gegen den Waggon; Zug setzt sich in Bewegung |
| Unfallzeitpunkt | Mann stürzt und gerät unter den Zug; erleidet schwere Verletzungen |
| Kurz danach | Polizei leistet Erste Hilfe; Rettungsdienst übernimmt; Transport ins Spital |
| Nachfolgend | SBB-Spezialisten und Schutz & Rettung Zürich im Einsatz; polizeiliche Ermittlungen |
Für Reisende am Zürcher Hauptbahnhof bestehen in der Regel zusätzliche Schutzmassnahmen wie Ansagen, Informationsdisplays und Zugbegleiter, die das sichere Ein- und Aussteigen koordinieren sollen. Trotzdem können sich in Einzelfällen gefährliche Situationen ergeben, wenn sich Personen trotz verriegelter Türen Zutritt zu einem Perron oder zu einem Zug verschaffen wollen.
Die Kantonspolizei Zürich bittet die Bevölkerung, bei Beobachtungen umgehend die Notrufnummer zu wählen und keine eigenen Rettungsversuche zu unternehmen, die zusätzliche Gefahren mit sich bringen könnten. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
WE NEWS wird über weitere Erkenntnisse aus den Ermittlungen informieren, sobald Behörden oder Rettungsdienste zusätzliche Informationen freigeben.