Jubiläum in Baar: Ein Verein mit lokalen Wurzeln
Der Kameraden- und Soldatenverein Baar (KSV) begeht am Sonntag, 13. September, sein 100‑jähriges Bestehen. Das Jubelfest findet in der Mehrzweckhalle statt und wird von der Blaskapelle Baar musikalisch begleitet. Der Anlass steht im Zeichen von Traditionspflege, öffentlichem Gedenken und lokalen Vereinsverbindungen.
Programmhöhepunkte am Jubiläumstag
Der Tag beginnt bereits in den Morgenstunden und ist wie gewohnt durch einen Kirchenzug geprägt. Laut Mitteilung des KSV startet die Gästebewirtung um 8.00 Uhr mit Weisswurst und frisch gebackenen Brezen. Um 9.15 Uhr setzt sich der Kirchenzug in Bewegung; anschliessend findet ein Gottesdienst in Oberbaar statt. Nach dem Gottesdienst legt der Verein am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Danach kehrt der Zug zurück in die Mehrzweckhalle zum Mittagessen. Am Nachmittag werden Kaffee und Kuchen angeboten.
- 08:00 – Weisswurst und Brezen
- 09:15 – Beginn Kirchenzug nach Oberbaar
- Nach dem Gottesdienst – Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal
- Mittag – gemeinsames Mittagessen in der Mehrzweckhalle
- Nachmittag – Kaffee und Kuchen
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 08:00 | Begrüssung, Weisswurst und Brezen |
| 09:15 | Kirchenzug zum Gottesdienst in Oberbaar |
| ca. 11:00 | Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal |
| Mittag | Mittagessen in der Mehrzweckhalle |
| Nachmittag | Kaffee und Kuchen |
Geschichtlicher Abriss und Bedeutung
Der Verein ist bekannt für die jährliche Kameraden‑ und Soldatenwallfahrt nach "Maria im Elend", die laut KSV mit hunderten Besucherinnen und Besuchern als die grösste Wallfahrt für den Frieden in Bayern bezeichnet wird. Die erste Wallfahrt fand am 15. August 1958 unter dem damaligen Vorsitzenden Michael Beutlrock statt.
«Die grösste Wallfahrt für den Frieden in Bayern», so beschreibt der KSV seine jährliche Wallfahrt nach "Maria im Elend".
Die Ursprünge des Vereins reichen weiter zurück. Bis 1925 gehörte ein Teil der Einwohner von Unterbaar zur Pfarrgemeinde Holzheim; Unterbaarer Krieger und Veteranen waren damals dem 1873 gegründeten Holzheimer Kriegerverein angeschlossen. 1925 entschloss man sich, für Unterbaar einen eigenen Krieger‑ und Veteranenverein zu gründen. Erste Vereinsdokumente aus dieser Frühzeit fehlen inzwischen; festgehalten ist, dass die von Pfarrer Balle am 26. Juni 1927 geweihte Fahne während des Krieges verbrannt wurde.
In jüngerer Zeit trug der Verein seit 1992 offiziell den Namen Kameraden- und Soldatenverein Baar e. V. 1994 trat er der Bayerischen Kameraden‑ und Soldatenvereinigung (BKV) bei. In den 1990er Jahren entstand unter dem Dach des KSV ein Reservistenverein, der nach zwölf Jahren jedoch wieder aufgegeben wurde.
Lokale Bedeutung und Ausblick
Für Baar dokumentiert der KSV eine Kontinuität von Vereinsleben, regionaler Identität und Gedenkkultur. Das Jubiläum bietet Anlass, sowohl die lokale Geschichte zu reflektieren als auch gegenwärtige Netzwerke zu pflegen: Ortsvereine und befreundete Vereinigungen werden am Kirchenzug teilnehmen, die Blaskapelle Baar begleitet musikalisch.
Die Verantwortlichen des KSV laden ausdrücklich zum Mitfeiern ein und hoffen auf rege Teilnahme. Der Ablauf des Tages orientiert sich an traditionellen Ritualen—Gottesdienst, Kranzniederlegung und gemeinsames Essen—die das Vereinsleben in Baar seit Jahrzehnten prägen.