Ein Jugendlicher aus dem Kanton Zug ist am Samstagabend bei einem Bahnunfall am Bahnhof Europaplatz in Bern ums Leben gekommen. Laut Mitteilung der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und der Kantonspolizei Bern erhielt die Polizei kurz nach 22.40 Uhr Kenntnis von dem Ereignis. Nach ersten Erkenntnissen geriet die betroffene Person aus bislang ungeklärten Gründen in den Gleisbereich zwischen Perron und einem losfahrenden Zug und wurde von diesem überrollt. Sie erlag noch auf der Unfallstelle ihren Verletzungen.
Ermittlungen und Einsatzkräfte
Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen zum Unfallhergang und zu den Hintergründen aufgenommen. Es bestehe «konkrete Hinweise» auf die Identität des Verstorbenen, eine formelle Identifikation habe aber noch nicht stattgefunden, heisst es in der Mitteilung. Die Behörden gehen derzeit von einem Unfall aus.
«Man gehe aktuell von einem Unfall aus», schreibt die Polizei in der Mitteilung.
Vor Ort standen neben verschiedenen Diensten der Kantonspolizei Bern mehrere Rettungs- und Einsatzorganisationen im Einsatz. Dazu gehörten die Berufsfeuerwehr von Schutz und Rettung Bern, Mitarbeitende der BLS, die Transportpolizei, ein Notarzt sowie zwei Ambulanzteams. Weiter waren das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern und das Care Team Kanton Bern beteiligt.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Ort | Bahnhof Europaplatz, Bern |
| Zeitpunkt | Polizei wurde kurz nach 22.40 Uhr alarmiert |
| Einsatzkräfte | KaPo Bern, Staatsanwaltschaft Bern‑Mittelland, Berufsfeuerwehr Schutz und Rettung Bern, BLS, Transportpolizei, Notarzt, 2 Ambulanzteams, Institut für Rechtsmedizin, Care Team |
| Streckensperre | Knapp zwei Stunden; Bahnersatzbusse eingesetzt |
Auswirkungen auf Reisende und Verkehr
Wegen des Unfalls musste die Bahnstrecke während knapp zwei Stunden gesperrt werden. Laut Mitteilung verkehrten Ersatzbusse. Fahrgäste, die betroffen waren, mussten mit Verspätungen und Umlenkungen rechnen. Die BLS war mit Mitarbeitenden vor Ort, um den Betrieb zu koordinieren und Fahrgäste zu betreuen.
- Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen den Hergang;
- Einsatzespezialisten sicherten die Unfallstelle und leiteten Verkehrsmaßnahmen ein;
- Forensische Untersuchungen und Betreuung der Angehörigen durch spezialisierte Dienste.
Kontext: Bahnsicherheit in der Schweiz
Bahnunfälle mit tödlichem Ausgang sind in der Schweiz relativ selten, treten aber weiterhin auf. Als Vergleichswert führt die Mitteilung an, dass im Jahr 2025 insgesamt 13 Personen bei Zugunglücken getötet (ohne Suizide) und 41 schwer verletzt worden seien. Die aktuellen Ermittlungen in Bern sollen klären, ob Fremdeinwirkung, technische Ursachen oder ein Unglücksfall vorliegen.
Auswirkungen für den Kanton Zug
Dass das Opfer aus dem Kanton Zug stammt, macht den Vorfall auch für die Region Zug relevant. Über die Identität und mögliche Angehörige liegen bislang keine weiteren Angaben vor; die formelle Identifikation steht noch aus. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Bern werden die Ergebnisse der Ermittlungen kommunizieren, sobald dies möglich ist. Für betroffene Familien sowie für die betroffene Gemeinde im Kanton Zug stehen psychosoziale Dienste und kirchliche Ansprechpartner bereit, sofern notwendig; in Bern war hierzu bereits das Care Team tätig.
Die Umstände, die dazu führten, dass die Person in den Gleisbereich geriet, sind noch ungeklärt. Die Kantonspolizei Bern bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang geben können, sich zu melden. Konkrete Hinweise zu Abläufen auf den Perrons oder zu Sicherungsmassnahmen dürften Teil der laufenden Untersuchungen sein.
Die Behörden werden weitere Details veröffentlichen, sobald die formelle Identifikation erfolgt und die Ermittlungen fortgeschritten sind. Reisende werden gebeten, sich bei bahnbetreibenden Unternehmen über aktuelle Betriebsinformationen zu erkundigen.