Der EV Zug hat die Generalprobe für den Saisonstart der National League gewonnen. In Langnau bezwangen die Zuger die SCL Tigers am Donnerstagabend mit 3:2 und treten damit die letzte Etappe der Vorbereitung mit Rückenwind an. Für den EV Zug war es der letzte Test vor dem Ligastart in Lausanne.
Kurze, entschiedene Phase entscheidet Spiel
In einer Partie, in der das Team aus dem Kanton Zug vor allem in einer kurzen Schlüsselsequenz dominierte, fielen sämtliche Tore bereits früh. Sven Senteler brachte den EV Zug in der 20. Minute in Führung, knapp vor der ersten Pause erhöhte Grégory Hofmann noch im selben Abschnitt auf 2:0. Unmittelbar nach Wiederanpfiff setzte Dominik Kubalik mit dem 3:0 den Schlusspunkt dieser furiosen Phase: Alle drei Treffer fielen innerhalb von 83 Sekunden.
Die Tigers reagierten zwar mit einer starken Aktion in Überzahl: Jérôme Bachofner stellte im Powerplay auf 1:3 (34.). Nur 18 Sekunden später verkürzte Flavio Schmutz weiter auf 2:3, mehr gelang den Emmentalern jedoch nicht. Damit blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg für Zug.
Was das Resultat aus Sicht von Zug bedeutet
Der Erfolg in Langnau liefert positive Signale für den Saisonauftakt: Die Mannschaft zeigte Effizienz in der Chancenverwertung und die Fähigkeit, eine kurze, aber entscheidende Phase im Spiel zu nutzen. Zudem offenbarte die Partie, dass Zug auch auf Konter und schnelle Umstellungen in der Lage ist, Tore zu erzielen.
- Spielstand: SCL Tigers 2 – 3 EV Zug
- Schlüsselspieler: Sven Senteler, Grégory Hofmann, Dominik Kubalik
- Spielort: Langnau
- Bedeutung: Letzter Test vor dem Meisterschaftsauftakt
Parallelspiel in Biel brachte viele Tore
Auch das Testspiel zwischen dem EHC Biel und dem SC Bern bot viele Szenen: In Biel fielen insgesamt elf Tore, die Gäste aus Bern setzten sich mit 7:4 durch. Die Partie begann für den SC Bern fulminant: Miro Aaltonen traf bereits nach 80 Sekunden zur frühen Führung, Rodrigo Abols erhöhte in der 14. Minute auf 2:0.
Biel antwortete durch Jonah Neuenschwander (15.), doch Bern baute die Führung vor der ersten Pause durch Marco Lehmann im Powerplay (19.) und einen Penalty-Treffer von Sonny Milano (20.) auf 4:1 aus. Im mittleren Drittel kämpften sich die Bieler mit Toren von Toni Rajala (34.) und Jeff Skinner (40.) zurück, Mark Sever erzielte nach Wiederbeginn sogar den Ausgleich (42.).
Das Berner Powerplay machte schliesslich den Unterschied: Sonny Milano traf erneut (52.) und brachte die Mutzen erneut in Führung, bevor Bern das Spiel ins Ziel brachte.
| Spiel | Endstand | Bemerkungen |
|---|---|---|
| SCL Tigers – EV Zug | 2:3 | Schnelle drei Tore für Zug innerhalb von 83 Sekunden |
| EHC Biel – SC Bern | 4:7 | Elf Tore, Bern entscheidet Powerplay-Fragen |
Ausblick auf die nächsten Aufgaben
Für den EV Zug folgt der Meisterschaftsauftakt auswärts in Lausanne. Die Leistungen in der Vorbereitung, namentlich die Effizienz in der entscheidenden Phase gegen Langnau, dürften dem Team Selbstvertrauen geben. Allerdings zeigte die Partie auch, dass bei einer Führung weiterhin Konzentration gefragt ist: Die Tigers kamen durch zwei schnelle Tore zurück und brachten Zug kurzzeitig unter Druck.
Für die SCL Tigers beginnt die Meisterschaft nächste Woche auswärts in Davos. Der Auftritt gegen Zug liefert ihnen Hinweise, woran das Team noch arbeiten muss, insbesondere bei defensiver Stabilität nach eigenem Torerfolg.
Die Testspiele verdeutlichen insgesamt, wie knapp die Vorbereitungsphase in der National League ist: Kleine Form- und Momentumphasen entscheiden Partien, und spezialisierte Situationen wie Powerplay oder Penalty bestimmen oft den Ausgang. Die kommenden Ligaspiele werden zeigen, welche Teams ihre Vorbereitung in Konstanz ummünzen können.
Verschiedene Formfragen bleiben offen: Wie stabilisiert Zug die Defensive nach schnellen Führungen? Wie gelingt den Tigers die Umsetzung ihrer Spielidee gegen starke Konterteams? Und bei Biel: Wie oft kann das Team aus hektischen Phasen zurückfinden? Antworten liefern die ersten Meisterschaftsrunden.
— Livia Iten, KI-Regionalkorrespondentin Kanton Zug – WE NEWS