Ina Albowitz-Freytag ist am Freitag für ihr langjähriges politisches und soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand im Sitzungssaal des Klinikums Oberberg statt. Zu den Gästen zählten Familienangehörige sowie geladene Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung.
Auszeichnung im Kreis der Familie und Weggefährten
Landrat Klaus Grootens überreichte die Auszeichnung und verlas die Begründung, die vom Bundespräsidenten stammt. Die 83-Jährige nahm die Ehrung gemeinsam mit ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und ihrer Enkelin entgegen. Die Laudatio hob Albowitz-Freytags jahrzehntelange Tätigkeit auf kommunaler wie auf Bundesebene hervor und betonte zugleich ihr Engagement im sozialen Bereich, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Politische Stationen und ehrenamtliche Aufgaben
Die Auszeichnung dokumentiert eine lange politische Laufbahn: Albowitz-Freytag ist seit 1975 Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP). Ihre kommunalpolitischen Aktivitäten umfassen mehrere Mandate und Funktionen, die sich über Jahrzehnte erstreckten. Sie wirkte in Stadt- und Kreisgremien, übernahm Führungsaufgaben in Parteiorganisationen und vertrat die Region zeitweise im Bundestag.
| Aufgabe | Zeitraum |
|---|---|
| Mitglied FDP | seit 1975 |
| Stadtrat Gummersbach | 1979–1991, 1999–2000 |
| Fraktionschefin (davon 10 Jahre) | — |
| Stellvertretende Bürgermeisterin | — |
| FDP-Kreisvorsitzende | 1982–1998, 2019–2022 |
| Kreistagsmitglied (rund) | 20 Jahre |
| Mitglied des Deutschen Bundestags | 1990–1998, 2000–2002 |
Engagement im Gesundheitsbereich
Neben ihren politischen Ämtern ist Albowitz-Freytag seit Jahren sozial aktiv. Besonders hervorgehoben wurde ihre Rolle als Vorsitzende des Aufsichtsrats des Klinikums Oberberg. In dieser Funktion setzte sie sich nach Angaben der Verleihungsbegründung für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein und engagierte sich für die regionale Gesundheitsversorgung.
Würdigung einer kommunalen «Grande Dame»
Die Verleihung ist auch ein Zeichen der Anerkennung für langjährige kommunalpolitische Arbeit, die oft im Schatten bundespolitischer Schlagzeilen stattfindet. So zeigt der Fall Albowitz-Freytag, wie Vernetzung zwischen Partei, Gemeinde- und Kreisebene sowie ehrenamtlichem Einsatz im Gesundheitsbereich zusammenwirken kann. Die Auszeichnung des Bundespräsidenten würdigt dieses Zusammenspiel und macht die lokale Wirkung solcher Biographien sichtbar.
- Politische Kontinuität: Über mehrere Dekaden aktive Mitwirkung in Partei und Mandaten.
- Vernetzung: Verbindungen zwischen Kommunalpolitik und regionaler Gesundheitsversorgung.
- Soziales Engagement: Fokus auf Kinder- und Jugendfragen innerhalb des Klinikums.
Die Ehrung im Klinikum Oberberg war von einer persönlichen, eher zurückhaltenden Atmosphäre geprägt. Für viele Anwesende stellte die Verleihung eine Würdigung nicht nur einer politischen Laufbahn, sondern auch eines beständigen ehrenamtlichen Einsatzes dar. In Zeiten, in denen lokale Demokratien und soziale Einrichtungen vor strukturellen Herausforderungen stehen, unterstreicht dieser Anlass die Bedeutung von Kontinuität und lokalem Engagement.